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1) Geschichte des Rundfunks

  

                 

im Saarland   

 

 


 

Weitere Seiten im Rundfunk-Kapitel:   - Radio Saarbrücken - Radio-Erinnerungen - Reporter & Ü-Wagen - Weissenbachs - Saarlandbrille - Wartburg - MW-Sender Heusweiler - TELESAAR - Europe No 1 - Radio-Geräte

 


 

Wir berichten auf dieser Seite über die Entwicklung des Saar-Rundfunks, und zwar der Vollständigkeit halber schon von den Anfängen an (1935) und auch aus der Zeit nach 1959.

Unten am Ende dieser Seite finden Sie eine ausführliche Tabelle mit einer chronologischen Übersicht aller Ton-Rundfunksender im Saarland von 1935 bis in die heutige Zeit mit Angaben zu Standorten, Sendeleistungen und Frequenzen.

 


 

A) 1935 bis 1945: Reichssender Saarbrücken  

 

Die ersten deutschen Rundfunksendungen wurden 1923 in Berlin ausgestrahlt. 1924 nahmen die Sender Frankfurt und Stuttgart ihren Betrieb auf. Sie waren in unserem Land aber nur schwach zu hören - so man denn schon ein Radiogerät zur Verfügung hatte. Ab 1926 verbesserten sich im Saargebiet die Empfangsmöglichkeiten durch die Neueröffnung des nähergelegenen Senders bei Kaiserslautern.

 

Das Land an der Saar war seit 1920 wirtschaftlich mit Frankreich verbunden und dem Völkerbund unterstellt. Dessen Regierungskommission stand unter dem Einfluss Frankreichs und ließ deshalb die Ausstrahlung von Sendungen des Reichsrundfunks vom Territorium des Saargebiets aus nicht zu. Daher gab es hier während dieser Zeit keine Sendestation.

 

Allerdings wurden gelegentlich einzelne Programme von der Saar aus im gesamten Reichsgebiet über alle Reichssender übertragen. Zum ersten Mal geschah dies im Jahr 1929.

 

^ Familie Stark hört Radio in den 30ern - damals noch mit Kopfhörern, die wahrscheinlich an ein Detektor-Radio angeschlossen waren.

   (Foto: Sammlung Rainer Freyer; vorne rechts sieht man seine spätere Mutter als junge Frau.)

 

Schon wenige Monate nach dem Anschluss des Saargebiets ans Hitler-Reich (am 1. März 1935) nahm der neue Reichssender Saarbrücken als zehnte Anstalt der Reichsrundfunkgesellschaft offiziell seine Arbeit auf. Seine Verwaltung arbeitete zunächst provisorisch im ersten Stock des Café Kiefer in der Saarbrücker Reichsstraße. Am 25. Juli 1935 bezog die Intendanz ihr Domizil in einer Villa am Eichhornstaden (heute "Am Staden") 11 (siehe übernächstes Foto; heute existiert sie nicht mehr). Am 23. September desselben Jahres begann man mit den ersten Probesendungen, und ab 29. September wurde das Programm des Großdeutschen Rundfunks ausgestrahlt. Gesendet wurde auf Mittelwelle 240,2 m = 1249 kHz, zunächst mit einer Leistung von 0,7 kW über einen fahrbaren Sender, der wahrscheinlich im Gebiet "Am Dachsbau" bei Altenkessel positioniert war [1].

 

Der Grund für die Auswahl dieses Standortes ist nicht bekannt. Wahrscheinlich erfolgte sie deshalb, weil dem Reichskommissar und späteren Gauleiter Josef Bürckel daran gelegen war, mit dem neuen Medium Radio möglichst viele Bewohner des Landes zu erreichen. Neben den Bürgern in Saarbrücken und Umgebung sollten z.B. auch die Hüttenarbeiter von Röchling Völklingen mit ihren Familien dazu gehören. Da die Reichweite des Senders wegen seiner niedrigen Leistung von nur 700 Watt sehr begrenzt war, bot es sich an, ihn irgendwo zwischen der Hauptstadt und der Hüttenstadt aufzubauen - und das war möglicherweise der Grund für die Wahl von Altenkessel als Standort. Er war dort allerdings nur knapp drei Monate in Betrieb.

Am 4. Dezember 1935 erfolgte in der Wartburg die offizielle Inbetriebnahme des Reichssenders durch Reichspropagandaminister Dr. Goebbels und den Intendanten Dr. Raskin (siehe weiter unten). Die Feier übertrugen alle deutschen Reichssender im Rahmen einer Gemeinschaftssendung. [2]

 

Kurz danach wurde der Standort des ersten Saar-Senders nach Heusweiler verlegt und die Sendeleistung erheblich vergrößert. Am 23. Dezember 1935 nahm man dort einen ausrangierten Sender aus Langenberg mit einer Leistung von 17 kW in Betrieb. (Das Foto zeigt die Sendeanlage Heusweiler, etwa 1936. Weitere Einzelheiten dazu finden Sie auf der Seite Sender Heusweiler).

Das Einzugsgebiet des Senders Saarbrücken sollte den gesamten Gau Saar-Pfalz mit den Reichspostdirektionen Saarbrücken und Speyer umfassen und somit bis zum Rhein reichen. Auch die Sendestellen in Kaiserslautern wurden später dem Reichssender Saarbrücken unterstellt. [3] Dieser war dem Großdeutschen Rundfunk angegliedert, der ein nationalsozialistisches Programm für ganz Deutschland ausstrahlte. Vormittags gab es auch Fenster mit eigenen Sendungen der regionalen Stationen, und zu diesen Zeiten konnte man über den Sender in unserem Land Saar-Programme direkt aus Saarbrücken hören. Zu besonderen Anlässen wurden Sendungen von der Saar aus auch deutschlandweit übertragen.

 

Die Studios befanden sich außer in der Villa Am Eichhornstaden (siehe Bild links) auch in Dudweiler und in verschiedenen Gebäuden der Stadt. So brachte man die Abteilung Kunst in einer Baracke hinter der Arbeiterwohlfahrt in der Hohenzollernstraße unter. Für Hörspiele und für das Tanzorchester unter Edmund Kasper mietete man den Brausaal des Gasthauses 'Zum Stiefel' am St. Johanner Markt an. Manchmal wurden größere Veranstaltungen wie "Sperlings Bunte Bühne" oder Sinfoniekonzerte auch aus dem großen Saal der Wartburg übertragen.

 

Das Pausenzeichen des Reichssenders Saarbrücken bestand aus den ersten vier Noten des Steigerlieds ("Glück auf, Glück auf") [4]. In der Saargebietszeit war ein neuer Text auf dieselbe Melodie gedichtet worden. Die Worte zu den vier Noten lauteten dann: "Deutsch ist die Saar". Das Pausenzeichen wurde zwar ohne Text gespielt, aber die Hörer hatten die Worte im Kopf. - Mehr dazu auf unseren Seiten Radio Saarbrücken (im Abschnitt 9) und Namen, Flaggen, Wappen, Hymnen (im Abschnitt E).

 

Der erste Intendant des Senders war ab 1935 Dr. Adolf Raskin. Als dieser zum Reichssender Wien versetzt wurde, löste ihn am 1. November 1938 der bisherige Sendeleiter Karl Mages ab. Etwa zu derselben Zeit plante man in Saarbrücken ein neues großes Funkhaus-Zentrum auf dem Wackenberg. Aber Berlin hatte andere Pläne: Der Landkreis Saarbrücken wurde 1939 gezwungen, das riesige Gelände auf dem Saarbrücker Halberg einschließlich des dort vorhandenen Schlosses an die Reichsrundfunk-Gesellschaft zu verkaufen. Hier sollte der Reichssender eine neue, komfortable Unterkunft finden. Dazu kam es aber nicht, denn nun begann der Krieg, und im Schloss Halberg nistete sich eine Flak-Einheit ein.

 

Nachdem die erste Evakuierungswelle eingesetzt hatte, verstummte der saarländische Sender bis zum Spätsommer 1940, um sich danach aus der Wartburg über den Sender in Heusweiler wieder zu melden. Er sendete weiter bis zum 17. März 1945, als die Funkanlagen in Heusweiler von alliierten Jagdbombern beschossen und völlig zerstört wurden. Dies war das Ende des Reichssenders Saarbrücken. Er war übrigens neben Köln der einzige Reichssender links des Rheins gewesen.

 

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[1] "Am Dachsbau" ist heute auch der Name einer kleinen Nebenstraße in Altenkessel. Sie zweigt zwischen Ringstraße und Lessingstraße in westlicher Richtung von der Alleestraße ab. Zeitzeugen erinnern sich, dass nach dem Krieg am Ende der kleinen Straße noch ein Bunker stand und daneben der Rest eines Funkmastes.

Anmerkung: Der Autor dieses Textes ist sich sicher, die Angabe "Am Dachsbau in Altenkessel" als Standort des ersten saarländischen Rundfunksenders in einer Quelle gelesen zu haben, deren Daten ihm aber leider z.Zt. nicht mehr zugänglich sind. Weitere Belege dafür konnten bisher nicht gefunden werden.

[2] Klaus Altmeyer. Rundfunk und Fernsehen. In: Das Saarlandbuch. Herausgegeben von Dieter Staerk. Saarbrücken 1990, S. 369.

[3] Siehe: Hans Bünte. Rundfunk-Sinfonieorchester Saarücken 1937 - 1987. Saarbrücken 1987. Seite 9. Und: Heribert Schwan. Der Rundfunk als Instrument der Politik im Saarland 1945 - 1955. Berlin 1974, Seite 38.

[4] Siehe unsere Seite Radio Saarbrücken im Abschnitt 9: Die Pausenzeichen der Saarbrücker Sender

 

 

2) 1946 bis 1956: Radio Saarbrücken

 

Eine ausführliche Beschreibung der Rundfunkstation, ihrer Akteure und ihres Programms finden Sie auf den Seiten Radio Saarbrücken und Wartburg.

 

Nachdem die Franzosen Ende Juli 1945 die Amerikaner als Besatzungsmacht im Saarland abgelöst hatten, war ihnen sehr daran gelegen, einen populären Radiosender im Land zur Verfügung zu haben. Dessen Hauptaufgabe sollte darin bestehen, die Bevölkerung im künftigen Staatswesen zu verankern und in diesem Sinne umzuerziehen. Mit seiner Hilfe wollten sie der Bevölkerung ihr "unvermeidliches Ziel" [1] näherbringen, das Saarland möglichst eng an Frankreich anzubinden. Über einen Rundfunksender konnte man die Menschen direkt ansprechen. Für die Rundfunkversorgung der übrigen französischen Zone war der Südwestfunk (SWF) in Baden-Baden zuständig.

 

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[1] General de Gaulle 1945 in seinen "Besonderen Richtlinien" für das Saarland (siehe unsere Seite Saargeschichte, am Ende des Abschnitts "Das Jahr 1945".)

 

Mit Unterstützung der Rundfunkabteilung der französischen Armee setzte man die im Krieg stark beschädigte Saarbrücker Wartburg notdürftig wieder instand, damit sie als Funkhaus für den neuen Rundfunksender dienen konnte (siehe unsere Seite Die Saarbrücker Wartburg).

 

Schon im September 1945 errichtete die Militärregierung beim Regierungspräsidium Saar eine Dienststelle mit der Bezeichnung "Rundfunksender Saarbrücken". Emanuel Charrin wurde zum "Officier-Chef du Centre Emetteur de Sarrebruck" ernannt. Einige frühere Mitarbeiter des Reichssenders Saarbrücken wurden wieder eingestellt. Die Spitzenpositionen besetzte man aber ausschließlich mit Franzosen.

 

Charrin sorgte gemeinsam mit Gilbert Grandval dafür, dass die französische Armee für die geplante Radiostation einen fahrbaren, zwei Kilowatt starken amerikanischen Marconi-Militärsender (Foto links) leihweise zur Verfügung stellte. Da die Eigentumsverhältnisse der bisherigen Sendestelle Heusweiler mit der Reichspost noch nicht geklärt waren, musste er im Hof der Wartburg geparkt werden. So konnte man bereits am 7. Dezember 1945 mit Versuchssendungen auf der Mittelwellen-Frequenz 1348 kHz = 222,5 Meter beginnen. Man verwendete dazu eine T-Antenne, die man über der Wartburg aufgehängt hatte. Als elektromagnetisches Gegengewicht wurde neben dem Gebäude ein ausgedientes Schankbufett aus Metall etwa 1,50 m tief unter der Erde vergraben.

 

Am 17. März 1946 war es so weit: Unter dem Namen Radio Saarbrücken nahm der neue Sender sein Programm auf. Die erste Sendung begann um 19:10 Uhr mit dem Abspielen der Marseillaise, danach folgte die deutsche Ansage: "Radio Saarbrücken - hier spricht die Saar". Um 21 Uhr startete im großen Sendesaal der Wartburg in Anwesenheit von Gilbert Grandval die "feierliche Eröffnung" des Senders. Das Sinfonieorchester Metz und das Radio-Orchester Saarbrücken spielten Werke von Berlioz, Saint-Saëns, Rabaud, Debussy und Lalo. Am folgenden Morgen begannen die regelmäßigen Sendungen. Radio Saarbrücken sollte zunächst der französischen Militärregierung als Sprachrohr dienen. Damit war auf dem Gebiet des Saarlandes ein "französischer Sender in deutscher Sprache" entstanden. Man sendete anfangs nur etwa vier Stunden am Tag, und zwar von 7 bis 8 Uhr morgens, von 12:30 bis 13:30 mittags und abends von 19 bis 21 Uhr. Es wurde aber in Aussicht gestellt, schon bald acht Stunden am Tag und später den ganzen Tag durchzusenden.

 

Die Reichweite des Saarbrücker Wartburg-Senders endete wegen seiner geringen Leistung und der Behelfsantenne schon in der näheren Umgebung der Hauptstadt. Aber er war der erste Mittelwellensender der französischen Zone; die Station in Baden-Baden sendete damals noch auf Kurzwelle.

 

Als am 31. März 1946 der Südwestfunk in Baden-Baden entstand, wurde Radio Saarbrücken diesem zunächst untergeordnet und damit zu einem Regionalsender des SWF. Er strahlte - genauso wie z.B. Radio Koblenz - außerhalb eines täglichen anderthalbstündigen regionalen Fensters das für die ganze französische Zone bestimmte Südwestfunk-Programm aus. Dieser Zustand dauerte aber nur einige Monate.

 

Nach Klärung der Besitzfrage des Geländes in Heusweiler konnte die Sendeanlage von Radio Saarbrücken am 19. Juni 1946 wieder nach dort verlegt werden. Sie verfügte nun über einen 2-kW-Sender, der zunächst eine zwischen zwei 30 Meter hohen Masten aufgehängte T-Antenne speiste. Kurze Zeit später errichtete man einen 50 m hohen selbststrahlenden Stahlgittermast. Damit konnte der Sender bereits in weiten Teilen des Saarlandes empfangen werden.

 

Als die Militärregierung damit begann, unser Land von der übrigen französischen Besatzungszone abzutrennen, beschloss man in Baden-Baden am 24. Juni 1946, ein saarländisches Rundfunkamt einzurichten. Dessen "Contrôleur Général" wurde Emanuel Charrin. Am 15. September 1946 wurde Radio Saarbrücken wieder vom SWF-Sendernetz abgekoppelt und setzte sein eigenständiges Programm fort. Nur noch wenige Sendungen am Tag übernahm er weiterhin vom Südwestfunk.

 

Am 16. November 1947 wurde das Rundfunkamt in "Saarländische Rundfunkverwaltung" umbenannt und die Oberaufsicht auf Gilbert Grandval übertragen, der alsbald einen neuen Verwaltungsrat für Radio Saarbrücken einsetzte. Da die Führungspositionen des Senders weiterhin von Franzosen besetzt sein mussten, wurde der Pariser Brunschwig zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats ernannt, sein Stellvertreter wurde Erwin Müller. Gilbert Grandval hatte das Recht auf ein Veto gegen alle Entscheidungen. Kurz danach wurde Gérard Losson erster Generaldirektor von Radio Saarbrücken und damit Nachfolger Charrins. Sendeleiter war (bis 1951) Pierre Séguy. Bis zum Erlass des ersten saarländischen Rundfunkgesetzes im Jahr 1952 übte Frankreich die Funkhoheit im Saarland aus und konnte so auch die Programminhalte des Senders beeinflussen.

 

Nach der Verabschiedung der saarländischen Verfassung Ende 1947 nahm das Programm aber allmählich immer mehr saarländische Züge an. Die Regierung des Saarlandes konnte von 1948 an nach und nach einen gewissen Einfluss auf das Programm der Station ausüben. Ab 1949 begann und endete die tägliche Ausstrahlung mit der Saarhymne. Der Verwaltungsrat setzte sich jetzt zu gleichen Teilen aus französischen und saarländischen Vertretern zusammen. Unter ihnen waren Erwin Müller, Johannes Kirschweng und Albert Dorscheid.

 

Der Vorsitzende musste aber weiterhin ein Franzose sein. Gérard Losson wurde am 28. Oktober 1948 von dem im Elsass geborenen Frédéric Billmann als Generaldirektor abgelöst. Dieser war um 1935 Leiter des Nachrichtendienstes beim Sender Strasbourg gewesen. So blieb die enge Verbindung zu Frankreich ein beständiges Element des Programms von Radio Saarbrücken. Man brachte z.B. Nachrichten aus Frankreich, und die Saarländer durften an jedem Werktag einen viertelstündigen Sprachkurs genießen ("Wir lernen Französisch") und konnten in einer Sendung mit dem Titel "So lebt Frankreich" die Lebensart der Franzosen kennen lernen.

 

Im Juli 1948 stellte die Radio Diffusion Française in Nancy Radio Saarbrücken einen 20-kW-Sender von Thomson-Houston leihweise zur Verfügung. Nachdem er am 14. Juli 1948 (französischer Nationalfeiertag!) an einem neuen, 120 m hohen Sendemast in Heusweiler in Betrieb genommen wurde, erstreckte sich die Reichweite tagsüber auf fast das gesamte Saarland; nachts betrug sie sogar bis zu 500 km. Auch die Sendefrequenz wurde geändert. Auf der Kopenhagener Wellenkonferenz von 1948 wurde Radio Saarbrücken nun die Frequenz 1421 kHz = 211 Meter zugewiesen, die ab September 1949 benutzt wurde (andere Quellen nennen den 15. März 1950).  

 

Vom August 1948 an wurden erstmals Werbesendungen im Saar-Radio ausgestrahlt (siehe im Abschnitt "Radioreklame" auf der Seite Radio Saarbrücken).

 

    Schwarzenbergturm Saarbrücken:

Am 28.7.1950 fand im Großen Saal der Wartburg eine Bach-Gedenkfeier statt. In seiner Einladung an den Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann und dessen Gattin wies Generaldirektor Billmann darauf hin, dass dies das erste Konzert des Saar-Senders sei, das vom französischen Rundfunk übernommen werde.

 

Am 18. Juni 1952 wurde das erste saarländische Rundfunkgesetz erlassen, und am 24. Oktober 1952 wandelte man die 1946/47 gegründete Saarländische Rundfunkverwaltung in "Saarländischer Rundfunk GmbH" um. Gesellschafter waren zu zwei Dritteln die Regierung des Saarlandes und zu einem Drittel die Société Financière de Radiodiffusion (SOFIRAD) in Paris, die sich im Aktienbesitz des französischen Staates befand. Obwohl die Rundfunkhoheit nun offiziell auf das Saarland überging, blieb der Einfluss der Franzosen durch ihre finanzielle Beteiligung und durch die Präsenz der vier französischen Mitglieder im Rundfunkrat weiterhin gewährleistet. Außerdem war der bisherige französische Generaldirektor Billmann nach wie vor im Amt. Aber es wurde jetzt ein saarländischer Geschäftsführer eingesetzt, dessen Funktion etwa der des späteren Intendanten entsprach. Dabei kam zunächst Hans Wettmann zum Zuge.

 

Das Radioprogramm lief weiterhin unter dem Stationsnamen "Radio Saarbrücken". Im Mai 1952 nahm der erste UKW-Sender im Land seinen Betrieb auf. Er hatte eine Strahlungsleistung von 1,5 kW und befand sich auf dem Schwarzenbergturm in Saarbrücken (siehe Bild auf der Briefmarke oben und Foto rechts). Er strahlte zunächst dasselbe Programm wie die Mittelwelle aus. 1953 startete, zunächst für wenige Stunden am Tag [1], das neue 2. Programm. Während der übrigen Zeit wurde weiterhin das Mittelwellenprogramm ausgestrahlt. Mit der auf UKW verwendeten Frequenzmodulation (FM) wurde eine wesentlich bessere Tonqualität erreicht ("Hi-Fi"). Die Ausstrahlung von Stereo-Sendungen begann im Saarland eir in der übrigen BRD erst 1963.

[Foto rechts: Sammlung Ernst Becker, Heckendalheim]   

 

Radio Saarbrücken war schon in den frühen 50er Jahren "ein bestens ausgestattetes Unternehmen mit fünf vollständig ausgerüsteten Studios, Zehntausenden von Schallplatten und Bändern und über 200 fest angestellten Mitarbeitern." [2] Da im Funkhaus Wartburg der Platz eng wurde, mietete man 1953 zusätzliche Räume im Städtischen Saalbau am Kleinen Markt in Saarlouis an. Dessen großen Saal nutzte auch das Saarländische Kammerorchester als Probe- und Aufnahmeraum. Diese "Dépendance" wurde unter der Bezeichnung "Studio Saarlouis" bekannt.

 

In der Bundesrepublik und in Frankreich hatte sich nach dem Kriegsende das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durchgesetzt. Kommerzielle Radio- und Fernsehsender waren dort nicht zulässig. Im neuen saarländischen Rundfunkgesetz von 1952 wurde dagegen festgelegt, dass in- oder ausländische Gesellschaften eine Konzession zum Errichten und/oder Betreiben von Radio- und Fernsehsendern im Saarland erhalten konnten. Damit wurde der Grundstein gelegt für die Schaffung privater Rundfunkstationen.

 

So konnten französische Investoren Ende 1954 zunächst probeweise und am 1. Januar 1955 dauerhaft den Langwellen-Werbesender Europe No. 1 auf saarländischem Grund und Boden auf dem Sauberg bei Felsberg-Berus in Betrieb nehmen und betreiben. Und schon Ende 1953 begannen im Saarland reguläre kommerzielle Fernsehsendungen unter dem Stationsnamen Telesaar in deutscher Sprache, veranstaltet von der im Mai 1952 gegründeten Saarländischen Fernseh AG. Deren Hauptaktionär war die private französisch-monegassische Holdinggesellschaft Images et Son.

 

(Alle Einzelheiten hierzu finden Sie auf unseren Seiten Europe No. 1 und Telesaar.)

 

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[1] Z.B. im März 1955 täglich von 18:05 bis 22:15 Uhr, sonntags zusätzlich von 8.15 bis 12 Uhr. (Medienlandschaft Saar, Bd. 3, S. 20f).

[2] Website des SR: www.sr-online.de; aufgerufen 2010.

 

 

Ab 1953: Große Pläne für den Ausbau von Radio und Fernsehen

 

Von 1953 an plante man im Bereich Rundfunk und Fernsehen mehrere weitere große Projekte im Saarland. Auf einer Pressekonferenz gab der Generaldirektor der "Saarländischer Rundfunk GmbH", Frédéric Billmann (siehe Foto), Anfang Juli 1954 folgenden Überblick über die damals auf dem Felsberg bei Berus geplanten Einrichtungen (die meisten davon wurden aber wegen der unsicheren politischen Lage vor und der grundlegenden Veränderungen nach der Volksbefragung im Oktober 1955 nicht verwirklicht - siehe weiter unten!)

 

Die im Folgenden in brauner Farbe wiedergegebenen Zitate entstammen einem Bericht der SVZ vom 3. Juli 1954 mit der Überschrift "Neubauten des Saarbrücker Rundfunks":

 

"Dort wird eine ganz neue moderne Anlage erbaut, die den gesamten Bedürfnissen an Sendeanlagen des Rundfunks und des Fernsehens entspricht. Es entstehen in nächster Zeit auf dem Felsberg:

 

1. Ein neuer Mittelwellensender, der die Heusweiler Anlage ersetzen und dem sich der Heusweiler Sender zugesellen wird. Insgesamt stehen demnächst 120 kW zur Verfügung ..." [Mit dieser etwas unklaren Aussage wollte Billmann wohl sagen, dass dieser neue Sender - zusätzlich zu dem 20 kW starken Heusweiler Sender - das Programm von Radio Saarbrücken von Berus aus mit 100 kW auf MW verbreiten sollte. Ein MW-Sender in Berus wurde aber nie realisiert, und erst 1958 erfuhr der Heusweiler Sender eine Leistungserhöhung von 20 auf 100 kW.]

 

"... 2. ein UKW-Sender, weil der Sender auf dem Schwarzenberg nicht ausreicht, um das ganze Saarland zu bestreichen ..." [Der neue stärkere UKW-Sender wurde aber nicht, wie hier angekündigt, in Felsberg errichtet, sondern 1956 mit 10 KW Strahlungsleistung auf dem Schaumberg bei Tholey.]

 

"... 3. kommt auf dem Felsberg der neue große Fernsehsender Saarbrücken..." [Er sollte zusätzlich zu dem schon bestehenden "heimatlichen" TV-Sender Telesaar ein neues so genanntes "europäisches" Fernsehprogramm von Berus aus unter dem Namen "Europe No. 1 - Télévision" abstrahlen. Dieses kam aber nie zustande (mehr zum Fernsehen im Saarland siehe auf unserer Seite Telesaar).]

 

"... sowie 4. ein auf europäische Maße berechneter Reklamesender"... [damit war der schon weiter oben erwähnte LW-Großsender Europe No. 1 gemeint, der Ende 1954 auf Sendung ging und noch heute dort in Betrieb ist - siehe auf dieser Seite ganz unten im Abschnitt 5) und auf unserer Seite Europe No.1!]

 

"... und für später ist noch ein Kurzwellensender in Aussicht genommen." [Ein solcher Sender wurde nie gebaut.]

 

Darüber hinaus soll Billmann auf dieser Pressekonferenz bekannt gegeben haben, dass dem Saarländischen Rundfunk (er wird in dem Zeitungsbericht noch nicht als "SR", sondern als "SRF" abgekürzt!) auf dem Saarbrücker Winterberg ein sechs Hektar großes Areal aus städtischem Besitz überlassen worden sei. Dort sollte er in den folgenden Jahren seine Neubauten errichten. Dabei war nicht an einen "klotzigen Betonbau" gedacht, sondern an "vier Häuser in parkartigem Gelände". Zur Planung solle ein "Ideenwettbewerb unter den saarländischen und europäischen Architekten" ausgeschrieben werden.

100.000 cbm umbauten Raumes sollten bis zum 31.12.1956 auf dem Winterberg entstehen. Danach sollte der "SRF aus dem jetzigen provisorischen Funkhaus in der Wartburg aus-scheiden", weil der Vertrag mit dem Besitzer an diesem Tag ablief.

 

Auch die Studios des damals noch geplanten europäischen Fernseh- senders "Europe No. 1 Télévision" (siehe oben unter 3. und auf unserer Seite Europe No. 1)sollten auf dem Winter-

berg eingerichtet werden.

        

Es kam aber alles anders: Diese Pläne von 1953/55 wurden auf Grund des Ergebnisses der Volksbefragung vom 23. Oktober 1955 über das Saarstatut nicht umgesetzt. Radio Saarbrücken blieb vorläufig weiterhin in der Wartburg, Telesaar sendete nach wie vor aus seinen Studios in der Richard-Wagner-Straße in Saarbrücken und wurde bis zu seinem Ende (1958) vom Eschberg-Sender ausgestrahlt. Die geplante neue Fernsehstation "Europe No. 1 Télévision" wurde nicht verwirklicht.

 

Auf dem Winterberg hat man Jahre später (1968) einen ganz anderen, viel größeren Gebäudekomplex errichtet: das Winterbergkrankenhaus. Noch später kam auch das Fernsehen dort an, aber nicht mit Studios, wie in der 50ern geplant, sondern nur in Form einer Senderanlage mit einem 100 Meter hohen Stahlbetonturm, von dem aus verschiedene Fernseh- und Rundfunkprogramme mit einer niedrigen Sendeleistung abgestrahlt wurden.

 

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Die Zeichnungen oben wurden 1953 veröffentlicht in: Saarbrücken - Sarrebruck. Sitz der Montanunion - Siège du Pool Carbonnier Charbon-Acier. Bau-Anzeiger für das Saarland Nr. 8/9. Sonderausgabe zur Saar-Messe 1953. Saarbrücken, 24. April 1953. Seite 27.

 

      

Die weitere Entwicklung nach der Volksbefragung vom 23. 10. 1955 zum Saarstatut

 

Anfang 1955 hatte Prof. Hermann M. Görgen den bisherigen Geschäftsführer der "Saarländischer Rundfunk GmbH", Hans Wettmann, abgelöst.

 

Aber unmittelbar nach dem Referendum wurde Görgen von der Übergangsregierung Welsch seines Amtes enthoben. Neuer Geschäftsführer wurde Prof. Dr. Eugen Meyer. Als Programmdirektor stellte man Dr. Alexander Schum ein. Chefredakteur war Wilhelm Diederich.

 

Lesen Sie hier im Abschnitt 15b) auf der Seite Radio Saarbrücken Infos über die Rolle des Senders bei der Volksbefragung 1955.

 

Nach der Volksbefragung änderte sich das Programm von Radio Saarbrücken von heute auf morgen, aber nur in wenigen Teilen. Die Ausrichtung der Nachrichten- und Zeitfunksendungen (z.B. die "Stimme des Tages") und anderer Programme wurde nun auf die neue Lage eingestellt. So entfiel z. B. vom ersten Sonntag nach der Abstimmung an plötzlich und ohne Ankündigung die bisher überaus beliebte allsonntägliche "Saarlandbrille" (siehe unsere Extra-Seite zu dieser Sendung!) Der Grund dafür lag darin, dass in dieser kabarettistischen Sendung häufig auch - meist regimetreu - politisiert worden war, und dass sich jetzt, nach der Ablehnung des Statuts, die politische Stimmung im Land grundlegend geändert hatte. Hierauf antworteten die beliebten Figuren Zick, Zack und Marieche... mit Schweigen. Von ihren drei Sprechern blieb nur Fritz Weissenbach (noch für viele Jahre) weiterhin auf anderen Programmplätzen präsent. (Hören Sie hier die komplette letzte Sendung der Saarlandbrille, sie kam vor der Bekanntgabe der Ergebnisse am Abstimmungstag, dem 23. Oktober 1955.)

 

Die meisten anderen Sendungen blieben jedoch weiter im Programm, wie "Der "Bunte Teller" mit Heinz Dützmann, "Allerhand für Stadt und Land" mit den Weissenbachs, die Hörspiele u.v.a. mehr.

 

Das 2. Programm wurde weiterhin auf UKW

 

 

C) Ab 1957: Saarländischer Rundfunk, 1. und 2. Programm

 

Durch ein neues Rundfunkgesetz vom 27. November 1956 wurde die bisherige "Saarländischer Rundfunk GmbH" am 1. Januar 1957, dem Tag der politischen Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik, in eine "gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts" umgewandelt. Damit war sie nun wie alle anderen bundesdeutschen Sender vom Staat unabhängig. Der Name "Radio Saarbrücken" wurde aufgegeben, und die Programmnamen lauteten nun Saarländischer Rundfunk, 1. und 2. Programm.

 

Es wurde ein Rundfunkrat ins Leben gerufen, der im Juni 1957 Dr. Franz Mai zum ersten Intendanten des SR wählte. Er nahm am 1.1.1958 sein Amt auf. In einer leidenschaftlichen Pressekonferenz nahm er Stellung zu der inzwischen aufgekommenen Diskussion, ob das neue kleine Bundesland überhaupt eine eigene Rundfunkanstalt benötige und ob es nicht ausreiche, ein Landesstudio des Südwestfunks zu gründen. Mai sagte, der SR könne wie kein anderer deutscher Sender die Aufgabe lösen, aus seiner Kenntnis der französischen Mentalität heraus die geistige Begegnung Deutschlands und Frankreichs fruchtbar zu machen. Auf die Frage, wie ein solcher Sender finanziert werden sollte, antwortete er, er habe noch keine konkrete Lösung parat, aber es führten ja "viele Wege nach Rom".

 

In der Tat war die finanzielle Situation des SR sehr schwierig. Seine Einnahmen durch die Rundfunkgebühren waren aufgrund der geringen Bevölkerungszahl des Landes recht bescheiden und reichten knapp für den laufenden Sendebetrieb. Die Intendanten der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) wollten der saarländischen Bevölkerung wohl aus Respekt für deren kurz zuvor getroffene Entscheidung zum Anschluss an die Bundesrepublik dabei helfen, ihren eigenen Sender im Land zu erhalten. Deshalb beschlossen sie auf ihrer Konferenz vom 8. November 1957 in Frankfurt, den SR nach dem Ende einer Aufbauphase in die ARD aufzunehmen. Schon Ende 1958 genehmigten sie dem SR einen Finanzausgleich, der dessen Existenz langfristig sichern sollte. Der vollständige Anschluss an die ARD erfolgte am 1. Mai 1959.

 

Die Wartburg erwies sich als immer weniger geeignet für den Betrieb als Funkhaus. Sie war z.B. nicht genügend schalldicht. 1958 und 1959 wurde das neue Funkhaus nicht wie 1954 geplant auf dem Winterberg, sondern auf dem Halberg gebaut, und der Saarländische Rundfunk zog am 4. September 1961 dort ein. (Mehr darüber auf der Seite Wartburg).

 

Die Sendeleistung auf Mittelwelle wurde kontinuierlich erhöht: 1958 auf 100 kW, im Dezember 1963 auf 300 und im Februar 1964 auf 400 kW. 1965 baute man die bisherige Antenne mittels eines zweiten, ebenfalls 120 Meter hohen Mastes in eine 2-Element-Antenne um. Die Reichweite des Senders vergrößerte sich dadurch erheblich. Er konnte nun nachts bereits in weiten Teilen Europas empfangen werden. (Mehr darüber auf unserer Extra-Seite über den Sender Heusweiler.)

 

Im folgenden Abschnitt 4) berichten wir aus Gründen der Kontinuität über die weitere Entwicklung des saarländischen Rundfunkwesens nach 1960. Obwohl diese Zeit außerhalb der eigentlichen "Saar-Nostalgie-Periode" (1945 - 59) liegt, meinen wir, dass sie für unsere Leser ebenfalls von Interesse ist.

 

 

4) Nach 1960: Europawelle (ab 1964), Studiowelle (ab 1967) und Saarlandwelle (ab 1980)

 

 

Bis Ende 1963 lief das erste Programm des SR in ähnlichen Bahnen weiter wie bisher. Aber am 2. Januar 1964 krempelte der Sender seinen Programmablauf vollkommen um. Das bisherige stringente Programmschema, das auf der ziemlich strikten Trennung von Wort- und Musiksendungen basierte (siehe Seite Radio Saarbrücken im Abschnitt 2b) wurde aufgegeben. Die Moderatoren präsentierten jetzt den ganzen Tag über deutsche und internationale Hits. In neu eingerichteten "Selbstfahrerstudios" legten sie bei vielen Sendungen immer öfter die Schallplatten wie Diskjockeys eigenhändig auf. Der Anteil an kommerzieller Popmusik wurde allmählich immer größer. Das Programm erhielt den Namen Europawelle Saar (später SR1 - Europawelle).

 

Die Nachrichten kamen nun zu jeder vollen Stunde und dauerten nur noch höchstens fünf Minuten. Über brandaktuelle wichtige Ereignisse wurden zusätzlich Blitzmeldungen ins laufende Programm eingestreut ("Europawelle Saar - Aktueller Dienst"). Ausführliche Berichte und Kommentare verbreiteten die Zeitfunkmitarbeiter in extra dafür geschaffenen Magazinsendungen. Die erste von ihnen hieß "Zwischen heute und morgen". Sie wurde von Axel Buchholz moderiert und enthielt zahlreiche Live-Interviews mit Politikern oder anderen wichtigen Gesprächspartnern über Telefon. Eine weitere Neuheit - und für den bundesdeutschen Rundfunk fast eine kleine Sensation - war damals auch, dass man die Werbung nicht mehr wie bisher (siehe Seite Radio Saarbrücken unter Radioreklame) vom normalen Programm abtrennte und innerhalb gesonderter Werbefunk-Sendungen ausstrahlte, sondern stattdessen über den ganzen Tag verteilte und in kurzen Blöcken mehrmals in der Stunde ins laufende Programm einstreute.

 

Die übrigen ARD-Anstalten protestierten zunächst heftig dagegen und drohten sogar mit dem Ausschluss des SR aus der ARD. Sie warteten jedoch zunächst ab und mussten bald erkennen, dass der SR mit diesem innovativen Konzept Riesenerfolge bei den Hörern einheimste. Bald wendete sich das Blatt: Immer mehr andere ARD-Sender ahmten das neuartige Europawellen-Format in ihren eigenen Programmen nach.

 

1972 wurde die Mittelwellen-Sendeleistung auf 600 kW erhöht, ab 1973 tagsüber sogar auf 1200 kW; nur nachts schaltete man auf 600 kW zurück. Aber auch dies reichte aus, um in ganz Europa und sogar in Nordadfrika empfangen zu werden. Auch hinter dem Eisernen Vorhang wurde die Europawelle bald zu einem überaus beliebten Sender mit aktuellen Informationen aus dem Westen und neuester internationaler Musik. (Lesen Sie dazu bitte auch unseren ausführlichen Bericht über die Entwicklung des Heusweiler Mittelwellensenders.)

 

Die Namen der bekanntesten Moderatoren der Europawelle Saar  (nach Familiennamen alphabetisch geordnet):

 

Martin Arnhold, Christian Balser, Axel Buchholz, Holger Büchner, Brita-Maria Carell, Carina Dewes, Wolfgang Dorn, lona Christen-Kleitz († 2009), Wilken ("Willem") F. Dincklage (1994), Wolfgang Dorn, Colette Dryja, Franz Duhr († 1977), Bernd Duszynski († 1999), Heinz Dützmann († 1977), Wilfried Eckel, Jutta Eckler († 2005), Dieter Exter, Heike Greis, Wolfgang Gretscher, Uwe Groke († 2015), Klaus Groth († 1980), Paul Güth, Dieter Thomas Heck, Wolfgang Hellmann († 2001), Roland Helm, Elke Herrmann († 2009), Jan Hofer, Frank Rainer Huck, Christian Job, Volkmar Lodholz, Peter Maronde († 1991), Roland Müller († 198x), Torsten Pietkewicz, Thomas Rosch, Eberhard Schilling, Tommi Schminke, Pierre Séguy (2004), Manfred Sexauer ( 2014), Clay Sherman († 1984), Verena Sierra, Daniel Simarro, Enno Spielhagen ("Franz", † 1974), Hermann Stümpert († 2005), Erich Werwie (1998), Alf Wolf ( 2012), Werner Zimmer († 2015)

Die Werbefunk-Sendung "Allerhand für Stadt und Land" mit den Weissenbachs (Fritz, 1978 und Gerti, † 1987) begann 1949 bei Radio Saarbrücken und lief auch auf der Europawelle weiter bis 1976).

 

Als Gegenpol zu der neuen "jungen" Europawelle, die die große Masse der Hörer seit 1964 in einer Art Dauerberieselung mit Musik und Informationen versorgte, baute der SR ab 1967 sein Zweites Programm auf UKW unter dem Namen SR 2 - Studiowelle Saar zu einem "Einschaltprogramm" um. Hier konnte der anspruchsvolle Hörer klassische Musik, Jazzkonzerte, Features aller Art oder Hörspiele genießen. Beliebte Sendungen waren z.B.: Morgengruß der Studiowelle, Zwischen Saar und Mosel, Im Dreieck, Glauben in dieser Zeit (5-Min.-Andacht, lief zeitversetzt auch auf SR1), Funkkolleg, Jazzprisma, Hörspiele, Donnerstagsstudio Literatur, sowie Frauen- und Schulfunk u.v.m.

 

Von 1964 an gab es ein drittes Hörfunkprogramm des SR auf UKW, das zunächst nur Gastarbeitersendungen ausstrahlte und bald auch andere Programminhalte verbreitete. Seit 1980 ist es unter dem griffigen Namen SR 3 - Saarlandwelle zu einem ebenfalls erfolgreichen Vollprogramm nach dem Muster der Europawelle geworden, allerdings mit Ausrichtung auf eine etwas ältere Hörer-Zielgruppe.

 

 

Die Amtszeit des Intendanten Franz Mai endete 1978.

Nach ihm folgten zunächst Dr. Hubert Rohde, 1989 Manfred Buchwald, 1996 Fritz Raff und im Juli 2011 Prof. Thomas Kleist.

 

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Alle Signets dieser Seite: ©  Saarländischer Rundfunk. Das Signet "SR 3" wurde von Wikipedia übernommen. Es trägt den Vermerk "Gaspard (selbst erstellt)"

 

 

 

Mehr über RADIO SAARBRÜCKEN finden Sie auf den Seiten  Radio Saarbrücken  und  Wartburg

 

mit Informationen und Bildern über den Sender, sein Programm, seine Mitarbeiter und sein Funkhaus.

 

Alles über den ersten saarländischen Fernsehsender finden Sie auf der Seite Telesaar.

 

 

 

5) Privatfunk im Saarstaat: Der Langwellensender Europe No 1

 

Dieser private französische Rundfunksender strahlt sein werbefinanziertes Programm seit 1955 (und noch heute als "Europe 1") über die weithin sichtbaren Langwellenantennen in Felsberg-Berus im Saarland aus. Aufgrund seiner starken Abstrahlleistung ist er in ganz Frankreich empfangbar, nachts sogar z.B. in Spanien, Italien und Nordafrika. Die Antennenstrahlung wird in Richtung Norden (Deutschland und Nordeuropa) abgeschwächt. Die saarländische Regierung erteilte dem Betreiberkonsortium damals die Sendelizenz für den privaten Rundfunksender auf saarländischem Terrain. Als Gegenleistung erhielt das Saarland den deutschsprachigen Fernsehsender Telesaar, der gleichzeitig die erste kommerzielle TV-Station Europas darstellte.

 

Die vollständige, hochinteressante Geschichte und eine ausführliche Beschreibung des privaten französischsprachigen Radio- Werbesenders auf saarländischem, ab 1957 bundesdeutschem Staatsgebiet finden Sie auf unserer Seite Europe No 1.

 


 

 

Chronologische Aufstellung aller Ton-Rundfunksender im Saarland

                 

von 1935 bis in die heutige Zeit

 

 

Programm-Name

ab (Datum)

Sendefrequenzen

Senderstandorte, Sende-

leistungen, Antennen

Studios

   

1) Staatliche / Öffentlich-Rechtliche Sender   

 

 

Reichssender               Saarbrücken

 

(vom 29.9.1935  bis

April 1945, mit Unter- brechungen im Krieg)

29. 9.1935

23.12.1935

 

März 1941

1249 kHz = 240 m

1249 kHz = 240 m

 

  859 kHz = 349 m

0,7 kW  (bei Altenkessel)

 17 kW  (Heusweiler, T-

            Antenne 31/35m hoch)

 (unverändert)

Villa Am Staden und in anderen Gebäuden in Saarbrücken (s. oben unter 1)

April 1945: Zerstörung des Senders durch Kriegseinwirkung

   

Radio Saarbrücken

 

 

 

 

17.3.1946:

Neubeginn nach dem Krieg

1348 kHz = 222,5 m

Hof der Wartburg, 2 kW

Wartburg   

19.6.1946:

neuer Senderstandort

1348 kHz = 222,5 m, danach bis 1948 mehrfach geändert

Heusweiler, 2 kW, 50 m hoher Mero-Stahlfachwerkmast

 

 

23.2.1948:  mehr Leistung

1267 kHz = 236,8 m

20 kW

 

10.7.1948:  höhere Antenne

1267 kHz = 236,8 m

120 m hoher Stahlgittermast

 

15.3.1950:  Frequenzwechsel

1421 kHz = 211 m

(wie bisher)

 

ab 10.März 1952 auch UKW  (Programm zunächst wie Mittelwelle)

98,9 MHz

(erster UKW-Sender im Saarland)

Schwarzenbergturm Sbr. Rohrschlitzantenne

1,5 kW ERP

Radio Saarbrücken,

2. Programm

ab 1953 neu: 2. Programm

 

ab 1.5.1956 neuer Sender

98,9 MHz (zwischenzeitig auch auf 88,2 und 96,0)

96,0 MHz

Schwarzenbergturm Sbr. 3 kW

 

Schaumberg (Tholey), 10 kW

Neue Programm-Namen: Saarländischer Rundfunk, ...

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

ab 1. Jan. 1957:

... 1. Programm

MW  1421 kHz = 211 m

(wie bisher)

Heusweiler 10 kW,

ab   4.10.1958: 100 kW

ab 18.12.1963: 300 kW

ab 1. Jan. 1957:

... 2. Programm

UKW  96 MHz

(wie bisher)

Schaumberg (Tholey),

10 kW ERP (wie bisher)

 

am 4. Sept. 1961: Umzug des Funkhauses

 

Schloss Halberg

neue UKW-Sender:

     24. April 1962

     16. Juni 1962

 

UKW  96 MHz

UKW  98,9 MHz

Göttelborner Höhe

  2,5 kW ERP

10,0 kW ERP

 

1. September 1962:

    neue Sender und neue     Frequenzen für UKW:

UKW

88,0 MHz (1. Programm)

91,3 MHz (2. Programm)

95,5 MHz (2. Programm)

Göttelborner Höhe

100 kW ERP

100 kW ERP

30 kW; ab 6.4.1963 100 kW

 

Neue Programm-Namen:

Europawelle Saar

StudiowelleSaar

Saarl. Rundf. 3. Progr.

 

ab 1964 (bisher "1. Progr.")

ab 1967 (bisher "2. Progr.")

ab 1964 (neues 3. Programm)

 

MW 1421 kHz und UKW 88

UKW  91,3 MHz

UKW  95,5 MHz

 

MW: ab 21.4.1964: 400 kW

alle UKW-Sender: wie bisher

 

 

 

18.3.1965: bessere Antenne

Mittelwelle  1421 kHz

Heusweiler:  2 x 120m-

Zweimast-Richtantenne

 

 

4.12.1972

Mittelwelle  1421 kHz

Heusweiler: 600 kW

 

Europawelle Saar

4.6.1973

Leistungserhöhung am Tag

Mittelwelle  1421 kHz

Heusweiler: Tag 1200 kW,

                  Nacht 600 kW

 

SR1 - Europawelle Saar

23.11.1978:  neue Frequenz

Mittelwelle  1422 kHz

unverändert

 

SR 3 Saarlandwelle

 

ab 7.Jan.1980: neuer Name für das 3. Programm

UKW  95,5 MHz (wie bisher)

Göttelborner Höhe

100 kW ERP  (wie bisher)

 

SR 4

neues Programm

vom 6.11.1989 bis 30.3.2001

UKW  103,7 MHz   >

und zusätzliche Füllsender >

> Schoksberg, 100 kW ERP.

> mit geringerer Leistung

 

Deutschlandfunk (DLF)

 

 

von 1994 bis 31.12.2015

[SR 1 sendet seit 1994 nur noch über UKW, später auch über DAB bzw. DAB+]

Mittelwelle  1422 kHz

Heusweiler:  600 kW

Berlin

Der SR hatte Frequenz und Sendeanlage an das Deutschland- radio vermietet. Die Mittelwellenausstrahlung aller Sender in Deutschland wurde am 31.12.2015 eingestellt.

SR 2 Kulturradio

ab 1.1.1995 neuer Name für bisherige Studiowelle

UKW  91,3 MHz (wie bisher)

Göttelborner Höhe:

100 kW ERP  (wie bisher)

Schloss Halberg

UnserDing

 

 

 

103.7 UnserDing

 

ab 1.3.1999 neues Progr. f. junge Hörer; auch Offener Kanal u. Live-Übertragungen

 

ab 2004: Änderung der Hauptfrequenz & des Namens

105,0 und 106,2 MHz und Füllsender an verschiedenen Orten (alle mit geringer Leistung)

 

 

UKW  103,7 MHz:  Schoksberg, 100 kW ERP

und zusätzliche Füllsender mit geringerer Leistung

 

 

Saarland (bis 30.3.2002) und Live-Übertragungen Saarmesse/Welt der Familie und Landtagsdebatten

 

Antenne Saar

(deutsch-französisches

Informationsprogramm)

12.12.2005 bis 31.12.2015

sowie DAB, jetzt DAB+ (auch nach 2015)

MW  1179 kHz = 254,5 m

 

 

Heusweiler, 10 kW, 50-m-Mast (vorher Reserveantenne

     für den 1422 kHz-Sender)

 

Sendername

Datum

Sendefrequenz

Senderstandorte, Sende-

leistungen, Antenne

Studios

   

2) Privatsender

   

Europe No. 1 (Ausführliche Einzelheiten über diesen Sender finden Sie auf der Seite Europe No. 1)

ab Ende 1954

LW 235 / 239,5 kHz

Berus, 400 kW

Paris

(Europe No.1 ist ein französischer Privatsender, der aus dem Saarland sendet)

seit 1. April 1955

LW 182, später 183 kHz

400 kW, ab 1964 700 kW,

von 1973 bis Juli 2012: 2 MW

seit 2013: 1 MW *).

Radio Salü

seit 31. Dezember 1989

UKW  101,7 MHz

+ weitere UKW-Frequenzen >

Schoksberg, 100 kW ERP

>... mit geringer Leistung

Saarbrücken, Richard-Wagner-Straße

*) Ab August 2012 wesentlich geringere Leistung (über Reserveantenne), weil einer der vier Hauptsendemaste abbrach und danach abgerissen werden musste; einige Zeit später wurde ein weiterer Hauptmast gesprengt. Seit 2013: 1 MW über die verbliebenen zwei Hauptmaste. (Siehe Seite Europe 1 - Unfall.)

 

Hinweis: Bei UKW-Sendern bedeutet ERP: Effektive Strahlungsleistung der Antenne.

 

 (Tabelle: Rainer Freyer nach Angaben in verschiedenen Publikationen und einer internen SR-Liste)             

 

 


 

Rundfunkgebühren  und  Gebührenpflicht

 

 

 

Auch in den fünfziger Jahren musste man Rundfunkgebühren fürs Radiohören bezahlen. Eine GEZ gab es noch nicht; man musste seine Gebühren an die Post entrichten.

 

 

Radio Saarbrücken bzw. Saarländischer Rundfunk GmbH erinnerten die Hörer u.a. mit ihren Post-Freistempelmaschinen an die Gebührenpflicht.

 

 

 

Die abgebildeten Freistempel des SR belegen den damaligen Abschnitt der Saar-Geschichte:

 

 

1) Juni 1955: "Radio Saarbrücken", 5 F (Drucksache), Post-Saar

 

 

2) Oktober 1955: "Saarländischer Rundfunk", 15 F (Brief), Post Saar

 

 

3) Oktober 1957: "Saarländischer Rundfunk", 15 F (Brief), Deutsche

    Bundespost Saarland

 

 

4) November 1962: "Saarländischer Rundfunk", 10 (Pf; Ortsbrief),     Deutsche Bundespost

 

(Die Briefausschnitte sind aus der Sammlung von Elmar Landwehr, St. Wendel)

 

 

 

Dokumente:  Rundfunk- und Fernseh-Genehmigungen und Gebühren-Quittungen von 1947, 1953, 1958, 1959

 

 

 

(Rundfunkgenehmigung zur Verfügung gestellt von Christian Kasper, Saarbrücken)

 

 

  Abbildung rechts: Empfangsbescheinigung für den Monat Juli 1953.

 

  Unten: Quittung für den Monat April 1947, ausgestellt noch in Reichsmark.

 

  (aus der Sammlung von Thomas Maus, Urexweiler

 

Rundfunkgenehmigungen für den Betrieb von Fernsehgeräten aus 1958 und 1959:

 

 


 

Literatur:

 

Bünte, Hans u.a. Autoren. Hrsg.: Buchholz, Axel. Raff, Fritz. Geschichte und Geschichten des Senders an der Saar - 50 Jahre Saarländischer Rundfunk. Freiburg, Basel, Wien 2007. In dieser ausführlichen Chronik des Rundfunks an der Saar finden sich unzählige Fakten und Geschichten über das Saar-Radio von den Anfängen bis 2007 sowie zahlreiche Fotos und Abbildungen.

 

Bünte, Hans. Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken 1937-1987. Saarländischer Rundfunk Saarbrücken, 1987

 

Berwanger, Dietrich. Massenkommunikation und Politik im Saarland 1945 - 1959.

 

Hudemann, Rainer unter Mitarbeit von Marcus Hahn, Gerhild Krebs und Johannes Großmann (Hrsg.). Stätten grenzüberschreitender Erinnerung – Spuren der Vernetzung des Saar-Lor-Lux-Raumes im 19. und 20. Jahrhundert. Lieux de la mémoire transfrontalière – Traces et réseaux dans l’espace Sarre-Lor-Lux aux 19e et 20e siècles, Saarbrücken 2002, 3., technisch überarbeitete Auflage 2009. Publiziert als CD-ROM sowie im Internet unter www.memotransfront.uni-saarland.de - Der Artikel über den Saarländischen Rundfunk ist unter folgender URL direkt zu erreichen: http://www.memotransfront.uni-saarland.de/saarlaendischer_rundfunk.shtml

 

Raff, Fritz. "Mein Land, mein Sender" - mehr als ein Slogan. 50 Jahre Saarländischer Rundfunk. In: ARD-Jahrbuch 07. Herausgeber ARD. Verlag: Hans-Bredow-Institut, Hamburg. Auslieferung: Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, 2007. Ab Seite 159. Im Internet: http://www.ard.de/download/537606/ARD_Jahrbuch_07_Mein_Land_mein_Sender.pdf

 

Saarländischer Rundfunk (Hrsg.) 25 Jahre Saarländischer Rundfunk - Die Entwicklung seit Wiederbeginn. Dokumentation (Bild und Text): Altmeyer, Klaus. Saarbrücken 1971

 

Saarländischer Rundfunk (Hrsg.) Unser Sender an der Saar. 50 Jahre Rundfunk im Saarland. Text: Hans Bünte. Saarbrücken 1985

 

Schwan, Heribert. Der Rundfunk als Instrument der Politik im Saarland 1945 - 1955. Berlin 1974

 

Zimmermann, Clemens. Hudemann, Rainer. Kuderna, Michael (Hrsg.). Medienlandschaft Saar von 1945 bis in die Gegenwart. Band 1: Medien zwischen Demokratisierung und Kontrolle (1945 - 1955). Band 2: Medienpolitik und mediale Strukturen. Band 3: Mediale Inhalte, Programme und Region (1955-2005). München 2010

 

Saarbrücken - Sarrebruck. Sitz der Montanunion - Siège du Pool Carbonnier Charbon-Acier. Bau-Anzeiger für das Saarland Nr. 8/9. Sonderausgabe zur Saar-Messe 1953. Saarbrücken, 24. April 1953, Seite 27

   

 

Inhalt des Kapitels RADIO UND FERNSEHEN:

 

1)  Geschichte des Rundfunks im Saarland (von 1929 bis 1959 und später)

  

2)  Radio Saarbrücken:

     a)  Der Heimatsender der Saarländer

     b)  Radio-Erinnerungen

     c)  Reporter und Übertragungswagen

     d)  Die Familie Weissenbach  (die beliebten Moderatoren Gerdi und Fritz)

     e)  Die Saarlandbrille  (beliebte Sonntagssendung mit "Zick, Zack & Marieche")     

     f )  Die Wartburg (das Funkhaus von Radio Saarbrücken)

     g)  Der Mittelwellen-Sender Heusweiler  /  Bilder vom Heusweiler Sender

 

3)  Fernsehen im Saarland der 50er Jahre: Von TELESAAR zum SR-Fernsehen

 

4)  Europe 1

     a)  Der private französische Langwellensender Europe No 1     

     b)  Die Antennen-Anlage von Europe 1 - Mastbruch 2012

  

5)  Radio- und Fernsehgeräte aus saarländischer Produktion

 

Diese Seite wurde begonnen 2008 und zuletzt bearbeitet am 8.2.2017

 

 

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