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2 g) Der Mittelwellensender Heusweiler

  

 


 

> Zu unserer Bilderseite über die Sendeanlage

 

Info:  Ein Verantwortlicher des Saarländischen Rundfunks soll mitgeteilt haben, die Antennen des Mittelwellensenders Heusweiler würden zwischen Spätherbst 2017 und Anfang 2018 abgerissen werden (siehe unsere Seite AKTUELL vom Samstag, 12. August 2017).


    

Weitere Seiten im Rundfunk-Kapitel:  Rundfunkgeschichte - Radio Saarbrücken - Radio-Erinnerungen - Reporter & Ü-Wagen - Weissenbachs - Saarlandbrille - Wartburg - - TELESAAR - Europe No 1 - Radio-Geräte

 


 

Vorbemerkung: Am 31. Dezember 2015 wurde der Sender Heusweiler - wie alle MW-Sender in Deutschland - endgültig abgeschaltet. Mehr darüber finden Sie ganz unten auf dieser Seite.

 

Hinweis: Über die allgemeine Entwicklung des Radios an der Saar von den Anfängen bis heute lesen Sie bitte unsere Seite Geschichte des Rundfunks im Saarland. Dort finden Sie (ganz unten) auch eine ausführliche Tabelle mit einer Übersicht über die Entwicklung sämtlicher saarländischer Rundfunksender.

 

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Zu dem Foto: Zwischen den Sendemasten sieht man das Sendergebäude, dahinter das noch in Betrieb befindliche Heusweiler Schwimmbad (bis es 2007 geschlossen wurde, spielte es auch für den Sender eine wichtige Rolle - siehe weiter unten!). Man erkennt auch die sehr nahe beim Sender gelegenen Wohnhäuser der Straßen Am Schwimmbad, Am Sender und Albertstraße.

 

Unser Leser H.P. Mensch hat diese Luftaufnahme bei ebay ersteigert und uns zur Verfügung gestellt; der Rechte-Inhaber des Werks ist uns leider nicht bekannt.

 

 

 Die 80-jährige Geschichte des Mittelwellensenders Heusweiler (in Betrieb von Dezember 1935 bis Dezember 2015)

 

 Der nachfolgende Text berücksichtigt auch den neuesten Stand der Entwicklung des Senders bis zum 16. März 2016.

 

Der erste Radiosender im Saarland ging im September 1935 mit einer Leistung von 700 Watt (0,7 kW) in Altenkessel in Betrieb [wahrscheinlich im Gebiet "Am Dachsbau"; mehr dazu: Seite Rundfunkgeschichte unter 1), 4. Absatz]. Er sendete auf Mittelwelle 240,2 m = 1249 kHz und übernahm zunächst Programmausschnitte der Reichssender Frankfurt und Stuttgart. Vom 29. 9. 1935 an strahlte er auch die ersten Programbeiträge des neu gegründeten Reichssenders Saarbrücken aus. Dessen offizielle Eröffnung wurde am 4. Dezember 1935 im großen Festsaal der Wartburg gefeiert und auch von allen anderen Reichssendern übertragen.

 

Während das Funkhaus in Saarbrücken verblieb, verlagerte man einige Tage später den Standort der Sendestation auf den Kahlenberg bei Heusweiler (siehe Bild rechts). Die Reichspost soll nach eingehenden Messungen diesen Standort ausgewählt haben, weil von dort aus eine Abstrahlung auch bis weit ins Innere Frankreichs zu erwarten war.

 

Mittelwellen-Sendeanlage in Heusweiler nach 1936

Außerdem versprach das Gelände optimale Voraussetzungen für eine gute Mittelwellen-Abstrahlung, weil es auf einem alten Hochmoor liegt und daher über eine gute Bodenleitfähigkeit verfügt. Diese hat man beim späteren Aufbau der metallenen Sendemaste noch zusätzlich verbessert, indem man etwa 60 cm unter der Erdoberfläche ein äußerst aufwändiges elektrisches "Gegengewicht" in Form eines engmaschigen Kupferdrahtnetzes verlegte. So liegen dort bis heute, von jedem der beiden Maste ausgehend, jeweils 120 Drähte sternförmig im Boden (alle 3° einer); jeder von ihnen ist etwa 120 m lang (= 5/8 lambda). Die gesamte Mittelwellen-Sendeanlage des saarländischen Radios verblieb bis 2015 an dieser Stelle; die Antennenmasten stehen heute noch.

 

Am 23. Dezember 1935 nahm man in Heusweiler einen Telefunken-Sender in Betrieb, der bei der Station Langenberg I (im heutigen Nordrhein-Westfalen) ausgemustert worden war. Mit 15 kW verfügte er schon über eine erheblich höhere Leistung als der erste Sender in Altenkessel.

 

Als Antenne diente eine dreifache T-Antenne, die zwischen zwei 31 und 35 m hohen Holzmasten aufgespannt war (siehe Bild oben). 1938 wurde der Sender mit einer Quarzstufe auf den neuesten Stand der Technik gebracht, um die Frequenzstabilität zu erhöhen. Seine Ausgangsleistung konnte auf 17 kW angehoben werden.

 

 

Bild oben links: Teile des Senders Langenberg I wurden mit der Bahn angeliefert und auf Lastwagen verladen.

 

Oben rechts: Die abenteuerliche Montage eines

der beiden Holzmasten der T-Antenne.

 

Links: Die Techniker, die den Sender in der Sen-

de-Baracke aufbauten. In der Mitte steht Rudi Bluel, 9S4AL. (Foto: Rudi Bluel jr.)

 

 

 

Der Heusweiler Sender wurde von der Deutschen Reichspost betrieben. Eine besondere Bedeutung kam ihm während der Olympischen Spiele von 1936 zu. Die NS-Propaganda legte großen Wert auf die sichere Übertragung der Spiele im Radio. Wie Zeitzeugen berichten, wurden die Reportagen von vielen Hörern verfolgt. Beim Heusweiler Sender gab es jedoch Probleme mit der Kühlung. Die mangel- hafte Versorgung mit Kühlwasser führte bei Beginn der Spiele zu einem Ausfall des Senders, weshalb die Gemeindewerke nach einer schriftlichen Aufforderung durch die Reichspostdirektion eine besondere Pumpstation installieren mussten (siehe Abbildung rechts).

 

In den folgenden Jahren erfuhr der Rundfunk im Saarland - wie im ganzen Reich - einen großen und schnellen Aufschwung, da er einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der NS-Propaganda leisten musste.

 

In den letzten Kriegsjahren plante man für das Saarland einen neuen, 100 kW starken Sender

- interessanterweise schon damals - auf dem Sauberg bei Felsberg-Berus (auf dem später der Sender Europe No. 1 entstand). Wegen der Kriegsereignisse musste man dieses Vorhaben aber aufgeben. Am 10. März 1945 wurde die Senderanlage in Heusweiler von alliierten Jagdbombern beschossen und völlig zerstört. Das war das Ende des Reichssenders Saarbrücken.

 

Nach dem 2. Weltkrieg besetzten zunächst die Amerikaner unser Land; im Juni 1945 wurden sie von französischen Truppen abgelöst. Deren Militärregierung wollte in Saarbrücken einen Radiosender zur Verfügung haben, der sie bei der Durchsetzung ihrer Ziele im Saarland unterstützen sollte. Da vom alten Reichssender keine Studios und Sendeanlagen mehr vorhanden waren, setzte sie in monatelanger Arbeit und mit Unterstützung der Rundfunkabteilung der französischen Armee einige Räume der im Krieg stark beschädigten Wartburg notdürftig wieder instand. Sie sollte als Funkhaus für den neuen Rundfunksender dienen.

 

Die Eigentumsverhältnisse der bisherigen Sendestelle Heusweiler waren mit der Postverwaltung noch nicht geklärt, deshalb errichtete man zunächst auch die Sendeanlage auf dem Gelände der Saarbrücker Wartburg. Die Rundfunkabteilung der französischen Armee stellte einen fahrbaren, zwei Kilowatt starken amerikanischen Marconi-Militärsender leihweise zur Verfügung. So konnte man bereits am 7. Dezember 1945 mit Versuchssendungen auf der Mittelwellen-Frequenz 1348 kHz = 223 m beginnen. Dafür hatte man eine T-Antenne auf dem Wartburg-Gelände aufgebaut. Als elektromagnetisches Gegengewicht vergrub man ein ausgedientes Schankbuffet aus Metall 1,50 m tief unter der Erde neben dem Gebäude. Am 17. März 1946 wurde der neue Sender unter dem Namen Radio Saarbrücken in der Wartburg feierlich eingeweiht. Er war der erste Mittelwellensender der französischen Zone; die Station in Baden-Baden sendete damals noch auf Kurzwelle. Die Reichweite des Wartburg-Senders endete allerdings wegen seiner geringen Leistung schon in der näheren Umgebung von Saarbrücken.

 

Mitte 1946 wurde die Senderanlage von der Wartburg wieder nach Heusweiler verlegt, nachdem die Besitzfrage des Geländes mit der Post geklärt worden war. Der Sender nahm seinen Betrieb dort am 19. Juni auf und speiste wiederum eine T-Antenne (ähnlich dem zweiten Bild ganz oben), die zwischen zwei provisorischen etwa 30 m hohen Holzmasten aufgespannt worden war. Im Juli 1946 errichtete man einen 50 m hohen selbststrahlenden, abgespannten Mero-Stahlgittermast mit Rundstrahlcharakteristik. Die Reichweite des Senders erhöhte sich dadurch bereits beträchtlich, obwohl weiterhin nur die geringe Sendeleistung des Marconi-Senders von 2 kW zur Verfügung stand. Zwischen dem 14. und 21. Februar 1948 wurde die Sendefrequenz mehrfach geändert (nacheinander auf 1321, 1348, 1267 und 1276 kHz).

 

Ab Februar 1948 konnte man einen leistungsstärkeren Sender einsetzen; der bisher benutzte fahrbare Marconi-Sender wurde in Kaiserslautern weiterverwendet. Den neuen Thomson-Houston-Sender hatte die französische Rundfunkgesellschaft RDF Nancy leihweise zur Verfügung gestellt.

 

Er verfügte über eine Leistung von 20 kW und wurde in einer Baracke auf dem Sendegelände in Heusweiler aufgebaut. Am 14. Juli 1948, dem französischen Nationalfeiertag, setzte man ihn in Betrieb und schloss ihn an einen neuen, 120 Meter hohen Antennenmast an, den man inzwischen errichtet hatte (siehe Bilder rechts); sein Fußpunkt lag auf 288 m Meereshöhe. (Dieser Mast wurde bis zur Abschaltung der Anlage 2015 verwendet.)

 

Durch eine sogenannte Doppelspeisung verbesserte man die Schwundminderung im mittleren Nahbereich des Senders. Dessen Reichweite erhöhte sich nun nachts auf bis zu 500 km.

 

Der bisherige 50-m-Mast blieb ungenutzt bzw. als Reserveantenne bis 1962 stehen, dann wurde er abgebaut. 1964 errichtete man etwa 300 m nördlich von dem 120-m-Mast einen neuen 50-m-Hilfsmast.

 

Beim Aufbau des Mastes war 1948 u.a. Guido Schillo von der Heusweiler Klempner- und Installationsfirma Weingart dabei (Bild links).

 

Im September 1948 wurde dem saarländischen Sender auf der europäischen Mittelwellen-Konferenz durch Intervention des französischen Vertreters M. Mayer eine neue Frequenz zugeteilt. Als am 15. März 1950 der Kopenhagener Wellenplan in Kraft trat, wechselte Radio Saarbrücken auf die Frequenz 1421 kHz = 211 m.

 

1958 konnte man die Sendeleistung durch den Aufbau eines stärkeren Senders, ebenfalls von Thomson-Houston, auf 100 kW verfünffachen. Er wurde in einem inzwischen neu errichteten Sendergebäude aufgebaut und an den 120-m-Antennenmast angeschlossen. Die Einweihung des neuen Senders feierte man am 24. Oktober 1958.

Schon fünf Jahre später, nämlich am 18. Dezember 1963, erfolgte die nächste Leistungserhöhung. Dafür baute man in der zu diesem Zweck erweiterten Sendehalle einen neuen Thomson-Houston-Sender mit 300 kW auf. Vier Monate später, am 21. April 1964, wurde er mit dem bisherigen 100-kW-Sender gekoppelt. Die Gesamtleisung stieg damit auf 400 kW an, und die Reichweite erhöhte sich beträchtlich. In den Nachtstunden konnte man ihn schon in großen Teilen Europas empfangen.

 

Inzwischen war (am 2. Januar 1964) aus "Radio Saarbrücken, 1. Programm" die neue "Europawelle Saar" mit einem innovativen Sendungskonzept geworden. Um dem neuen Namen der Station gerecht zu werden, sollte er möglichst in ganz Europa zu empfangen sein. Deshalb baute man 1965 die bisherige Ein-Element-Antenne zu einer Zwei-Mast-Richtantenne aus, deren Hauptstrahlrichtung bei etwa 60° lag. Dazu wurde ein zweiter gleich hoher Stahlfachwerkmast in etwa 50 m Entfernung ostnordöstlich von dem ersten errichtet. Er übernahm nun die Funktion des Strahlers, während der alte Mast fortan als passiver Reflektor diente und so die Abstrahlung in Richtung Westen dämpfte, nach Osten hin aber verstärkte (siehe Karte weiter unten).

 

Im August 1972 erweiterte man das Sendegebäude in Heusweiler, um im Dezember einen neuen, größeren Sender der Firma Thomson-CSF aufbauen zu können. Dieser sendete nun mit 600 kW, aber nur während des Tages. Da die Reichweite eines Mittelwellensenders in der Nacht wegen der günstigeren Ausbreitungsbedingungen wesentlich größer ist als am Tag, reduzierte man täglich mit Einbruch der Dunkelheit die Leistung wieder auf 400 kW. So konnten Störungen anderer Sender, die in größerer Entfernung auf derselben oder einer dicht benachbarten Frequenz arbeiteten, verringert werden.

 

Aber damit nicht genug, beschaffte man im Frühjahr 1973 noch einen zweiten 600-kW-Sender des gleichen Typs und betrieb ihn vom 4. Juni an mittels einer Brückenschaltung tagsüber parallel mit dem ersten. So wurde das Programm der Europawelle nun bei Tag mit der sagenhaften Leistung von 1200 kW (= 1,2 MW) ausgestrahlt. Damit war der Sender Heusweiler zum leistungsstärksten Mittelwellensender in ganz Deutschland geworden.

 

 

Er hatte bereits am Tag eine erstaunliche Reichweite von etwa 500 km. Und obwohl bei Einbruch der Dunkelheit die Leistung auf die Hälfte reduziert wurde, konnte man ihn nachts nun fast in ganz Europa empfangen, von Skandinavien bis Süditalien und sogar in Nordafrika (siehe Bild links). Aufgrund der Richtstrahlwirkung nach Ostnordost konnte die Europawelle auch in der DDR und in weiten Teilen Osteuropas gut gehört werden.

 

So war sie auch zu einer ernsten Konkurrenz für die „Fröhlichen Wellen“ von Radio Luxemburg geworden. Eine von diesen war tagsüber die benachbarte Mittelwellen-Frequenz 1439 kHz (208 m).

 

RTL-Stationsansage von Camillo Felgen:   

 

Bald gab es Kofferradios zu kaufen, auf denen man die Europawelle mit Hilfe einer so genannten "Goldenen Europa-Taste" direkt anwählen konnte. Eine solche Taste gab es bei manchen Kofferradio-Geräten auch für Radio Luxemburg.

 

Als 1978 der Genfer Wellenplan von 1975 in Kraft trat, musste man die Frequenz des Heusweiler Mittelwellensenders geringfügig von 1421 auf 1422 kHz anheben.

 

Zur weiteren Entwicklung des Heusweiler Senders und seiner Antennenanlage siehe weiter unten in: Der Heusweiler Sender ab 1994

 

 

Die Auswirkungen des Heusweiler Senders auf seine Umgebung

 

 

 

a) Bei hohen Sendeleistungen werden die Endröhren eines Funksenders im Betrieb glühend heiß und müssen mit Wasser gekühlt werden. Für die Ableitung und Nutzung der Sendewärme ließ man sich in Heusweiler etwas Besonderes einfallen. Man entzog dem Wasser in einem Wärmetauscher die Abwärme und führte diese viele Jahre lang über eine Fernheizleitung dem ganz in der Nähe gelegenen Heusweiler Schwimmbad zu.

 

Damit wurden Schwimmbecken und Brauchwasser für das Hallen- und Freibad aufgeheizt, wodurch die Energiekosten des Bades bis zu seiner Schließung im Jahr 2007 verringert werden konnten.

 

Unser Bild zeigt das geschlossene Heusweiler Schwimmbad im Jahr 2013.

 

b) Eine weitere Besonderheit des Senders Heusweiler stellt das stählerne Abschirmgitter dar, das Ende der 70er Jahre vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) über eine Strecke von ca. 600 m über die Bundesautobahn A8 gespannt wurde. Diese führt an den Sendemasten vorbei und nähert sich ihnen an einer Stelle in einem Abstand von weniger als 150 Metern an.

 

Das Drahtseilnetz ist an massiven Betonpfosten befestigt, die metertief in der Erde verankert sind. Es wirkt wie ein Faradayscher Käfig und schirmt die Fahrbahn gegen gefährliche Hochfrequenzeinstrahlungen des Senders von beiden Seiten und von oben ab. So wollte man Störungen an der damals aufkommenden modernen Elektronik der Kraftfahrzeuge verhindern und möglicherweise auch an medizinischen Geräten, die die Insassen trugen (z. B. Herzschrittmacher). Allerdings wurde auch an den zahlreichen Fahrzeugen, die jahrzenhntelang täglich außerhalb des Gitternetzes auf einer Straße verkehrten, die direkt an der Sendeanlage vorbeiführt, zu keiner Zeit irgendwelche Schäden an ihrer Elektronik verursacht.

 

Da der Sender bereits vor dem Bau der Autobahn existierte, war nicht sein Betreiber, der SR, sondern die Straßenbaubehörde für die Kosten der Anlage zuständig. Eine solche Konstruktion ist in dieser Form wohl einmalig auf der Erde, weshalb der Name "Sender Heusweiler" bei Radiofans in aller Welt bekannt ist.

 

 

c) Die hohe Sendeleistung verursachte aber auch Störungen bei den in der Nachbarschaft des Senders lebenden Anwohnern. Im Telefon war z.B. das Radioprogramm manchmal lauter zu hören als der Gesprächspartner, sogar noch dann, wenn man mehrere Kilometer vom Sender entfernt wohnte. In der näheren Umgebung des Senders tönten aus allen möglichen elektrischen Geräten Musik und Sprache, sogar aus Kühlschränken und Elektroherden. Man musste nur einen Topfdeckel auf die Herdplatte legen, schon konnte man den Weissenbachs oder später Dieter Thomas Heck zuhören. Wenn man einen anderen Sender als den SR im Radio eingestellt oder eine eigene Schallplatte aufgelegt hatte, hörte man parallel im Hintergrund den SR mitlaufen.

 

Örtliche Rundfunk- und Fernsehtechniker (bei Störungen im Telefon Techniker der Post, später Telekom) konnten zwar durch den Einbau von teuren Netzfiltern meist Abhilfe schaffen, aber die Kosten dafür musste der „Entstörte“ selbst tragen. Beim Sender sagte man, dieser sei nicht zuständig, weil seine Aussendungen amtlich genehmigt waren. Ein früherer Rundfunk- und Fernsehtechniker aus Heusweiler berichtete uns, dass diese Störsituation wohl auf der ganzen Welt einzigartig war, weil fast überall strengere Vorschriften in Bezug auf die Leistung von Sendern und deren Mindestabstand zu Wohngebieten herrschen.

 

Lesen Sie zu diesem Thema ganz unten auf dieser Seite die - wahre! - Anekdote eines Heusweiler Globetrotters, dessen zu Hause gebliebene Gattin "senderbedingte" Probleme beim Empfang von Faxen aus Vietam hatte.

 

 

Der Heusweiler Sender ab 1994

 

1994 stellte der Saarländische Rundfunk die Ausstrahlung des SR1-Programms auf Mittelwelle ein (der Name "Europawelle" entfiel, weil er nicht mehr zutraf). Es ist (über Antenne) seitdem nur noch auf UKW zu empfangen (seit einigen Jahren auch im Internet und über DAB bzw. DAB+).

 

Seinen Mittelwellen-Sender in Heusweiler vermietete der SR zusammen mit der dazugehörigen Antennenanlage an das Deutschlandradio und übertrug von 1994 an dessen Programm des Deutschlandfunks (DLF) auf der bisherigen SR1 - Frequenz 1422 kHz. Die Sendeleistung wurde wieder auf 600 kW zurückgefahren.

 

Im Februar 2008 nahm der SR in Heusweiler für diese Ausstrahlung eine neue moderne Sendeanlage in Betrieb. Geliefert wurde sie von der TRANSRADIO SenderSysteme Berlin AG (die aus der TELEFUNKEN SenderSysteme AG Berlin hervorgegangen war). Die Anlage bestand aus zwei zusammengeschalteten 200-kW-Sendern und arbeitete aufgrund ihrer Dynamischen Amplitudenmodulation (DAM) stromsparend. Sie sendete ganztägig mit 400 kW und war auch für den ursprünglich geplanten Betrieb im DRM-Standard (Digital Radio Mondiale) mit 200 kW vorbereitet, der aber nicht mehr eingeführt wurde.

 

Seit 2005 betrieb der Saarländische Rundfunk in Heusweiler noch einen zweiten, kleineren MW-Sender. Er strahlte auf der Frequenz 1179 kHz mit 10 kW Sendeleistung das deutsch-französische Informations-Programm Antenne Saar aus. Als Antenne wurde der 50-m-Mast benutzt, der bis dahin als Reserveantenne für den „großen“ Sender diente; er ist auf dem Bild rechts oben ganz rechts zu sehen. Anfangs sendete "Antenne Saar" nur tagsüber; vom 2. November 2009 an lief er im 24-Stunden-Betrieb.

 

Wenn die 2x120 m hohe Zweimastantenne zu Reparatur- oder Wartungszwecken abgeschaltet werden musste, stand nun keine Reserveantenne für 1422 kHz mehr zur Verfügung, und der Sender musste solange pausieren. Dies war zuletzt Anfang 2014 an mehreren Tagen der Fall, als die Befeuerung des nordöstlich stehenden (Strahler-) Mastes für mehrere Wochen ausgefallen war (siehe Foto rechts) und repariert werden musste.

 

Ende 2015 wurden in der Bundesrepublik sämtliche Mittelwellensender außer Betrieb genommen, weil sie aufgrund der ständig abnehmenden Zahl von Hörern in diesem Wellenbereich und ihrer hohen Betriebskosten nicht mehr rentabel waren. Der Rundfunkbetrieb auf Mittelwelle endete in Deutschland am 31. Dezember 2015 gegen Mitternacht. Dabei wurden auch die beiden Heusweiler Sender endgültig abgeschaltet. Einige Menschen freuen sich darüber, weil nun keine Störungen mehr durch ihn erfolgen können, aber so manche "eingefleischte" Freunde der Mittelwelle bedauern die Abschaltung sehr.

 

(Alle Farbfotos auf dieser Seite: Rainer Freyer)    

 

Weitere Infos über die Abschaltung der Mittelwellensender finden Sie im Anhang etwas weiter unten auf dieser Seite!

 

 

> Zu unserer Bilderseite über die Sendeanlage Heusweiler

 

 


 

 

Übersicht über die Entwicklung der saarländischen Mittelwellensender:

 

ab

Frequenz/Wellenlänge

Antenne

Standort

Leistung

Programm

 

 

 

 

 

 

Sept. 1935

1249 kHz = 240,2 m

(unbekannt)

Altenkessel

700 Watt

Sendungen des Großdtsch. Rundfunks

23.12.1935

859 kHz bzw. 1249 kHz

T-Antenne

Heusweiler

17 kW

Reichssender Sbr.

7.12.1945

  8.3.1946

1465 kHz = 204.8 m

1348 kHz = 222,5 m

T-Antenne

Saarbrücken (Wartburg)

2 kW

Radio Saarbrücken

19.6.1946

1348 kHz = 222,5 m

T-Antenne

Heusweiler

2 kW

"

Juli 1946

 "

50-m-Mast

"

"

"

23.2.1948

1267 kHz = 236,8 m

"

"

20 kW

"

10.7.1948

 "

120-m-Mast

"

"

"

15.3.1950

1421 kHz = 211 m

"

"

"

"

4.10.1958

 "

"

"

100 kW

SR 1

18.12.1963

 "

"

"

300 kW

"

2.1.1964

 "

"

"

"

SR 1 Europawelle

21.4.1964

 "

"

"

400 kW

"

18.3.1965

 "

2-Mast-Ant.

"

"

"

4.12.1972

 "

"

"

600 kW

"

4.6.1973

 "

"

"

1200 kW

"

23.11.1978

1422 kHz = 211 m

"

"

"

"

1994

 "

"

"

600 kW

DLF

2005

1179 kHz = 254 m

50-m-Mast

"

10 kW

zusätzliches Programm

"Antenne Saar"

2008

1422 kHz = 211 m

2-Mast-Ant.

"

400 kW

DLF

31.12.2015

23:57 Uhr

Endgültiger Sendeschluss für die beiden Mittelwellensender des Saarländ. Rundfunks

 

Eine ausführliche Tabelle über alle Ton-Rundfunksender im Saarland von 1935 bis heute finden Sie am Ende unserer Seite Rundfunkgeschichte.

 

 

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Kleine Anekdote: Störungen durch den Sender Heusweiler bis nach Vietnam! 

 

(zum Thema weiter oben "Der Einfluss des Heusweiler Senders auf seine Umgebung")

 

Ich war Ende der 90er Jahre beruflich in Vietnam unterwegs und wollte meine in Heusweiler lebende Frau über meine Aufenthalte und die damit verbundenen Eindrücke auf dem Laufenden halten. Hierzu stellte ich ihr ein Faxgerät an der im Haus vorhandenen Telefonleitung bereit. Ich meldete mich, wie versprochen, nach meiner Ankunft in Hanoi mit einem Fax. Der Spaß war nicht billig, aber effektiv. Auf meiner Reise nach Ho-Chi-Minh-Stadt (früher Saigon) produzierte ich Reiseberichte, die ich vom jeweiligen Hotel aus absenden wollte. Dort teilte man mir immer freundlich mit, dass die Fax-Übertragung nicht zustande käme. Da aber jedes Mal eine Telefonverbindung aufgebaut wurde, fielen Gebühren an und ich musste immer zahlen (Hoteltarif bei Mindestzeit 3 Minuten, alles zusammen weit über 100 DM - und das für nichts!)

 

Ich glaube nur, was ich selbst sehe, und bat, mich das mal selbst machen zu lassen. Ich nahm den Telefonhörer des Faxgerätes und wählte die Heusweiler Nummer - und siehe da, was hörte ich: laut und deutlich die Musik des Deutschlandradios, dem MW-Sender in Heusweiler. Damit war mir klar, dass eine ordentliche Faxübertragung über eine dermaßen belegte Leitung auf dem analogen Übertragungsweg nicht möglich war. Auf die Schnelle konnte ich von Vietnam aus nicht veranlassen, dass zu Hause ein Filter eingebaut wurde. Also blieb mir nur die Zeit der nächtlichen Sendepause beim Heusweiler Sender, und das war dann in Vietnam am Vormittag (abends blies ja der Sender ins Netz!) Das funktionierte dann auch wie geplant.

 

Zuhause angekommen, fragte ich beim Deutschlandradio in Berlin nach, wer für die Störung des Telefonnetzes zuständig sei (und mich ggf. entschädigen würde). Die verwiesen mich an den SR als Betreiber, dieser an die Telekom als Telefonnetzbetreiber, und diese stellte mir als maximale Geste einen kostenfreien Filter zur Verfügung (da an der Leitung noch ein altertümliches „posteigenes“ Telefon betrieben wurde und kein auf dem freien Markt gekauftes).

 

Da heute alle Kommunikation über IP läuft, kann dies nicht mehr vorkommen, leider zu spät... Und die Funkwellen aus Heusweiler gibt es nun auch nicht mehr, die zu mancher Tageszeit den Kochtopf auf dem E-Herd zum Tanzen brachten. Hartwig Asbrock (hasbrock@aol.com)

 

 

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Fotonachweise: Rainer Freyer (alle Farbfotos) sowie Verein für Industriekultur und Geschichte Heusweiler-Dilsburg.

 

Verwendete Literatur:

 

Saarländischer Rundfunk (Hrsg.) 25 Jahre Saarländischer Rundfunk - Die Entwicklung seit Wiederbeginn. Dokumentation (Bild und Text): Altmeyer, Klaus. Saarbrücken 1971.

Saarländischer Rundfunk (Hrsg.) Unser Sender an der Saar. 50 Jahre Rundfunk im Saarland. Text: Hans Bünte. Saarbrücken 1985.

Bünte, Hans u.a. Hrsg.: Buchholz, Axel. Raff, Fritz. Geschichte und Geschichten des Senders an der Saar - 50 Jahre Saarländischer Rundfunk. Freiburg, Basel, Wien 2007.

 


 

 

Anhang: Abschaltung der Mittelwellen-Sender am 31. 12. 2015

 

Am 31. Dezember 2015 wurde um 23:57 Uhr der MW-Sender Heusweiler - wie alle MW-Sender des Deutschlandfunks - endgültig abgeschaltet. Ab 23:45 Uhr lief - wohl um nicht die Übertragung der laufenden Sendung des Deutschlandfunks abbrechen zu müssen (die von da an nur noch über UKW und DAB+ ausgestrahlt wurde) für ca. 12 Minuten das Pausenzeichendes DLF. Eine Absage oder Abschiedsworte gab es nicht. - Der Aktuelle Bericht des SR brachte am Neujahrstag eine kleine Reportage über die Abschaltung (>direkter Link; dort die 2. Meldung)

 

Das Bild zeigt den Tastendruck zur Abschaltung des DLF-Mittel- wellensenders in Heusweiler am 31. Dezember 2015 um 23:57 Uhr.

(Foto: SR, Aktueller Bericht vom 1.1.2016, im Internet unter: http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=37838)

 

Von der „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“(KEF) sollte es vom 1. Januar 2016 an keine Zuschüsse mehr aus dem Fonds der Rundfunkbeiträge für Mittelwellenprogramme geben. Damit ging die Mittelwellen-Ära in Deutschland zu Ende. Die Ausstrahlungen der letzten bundesdeutschen Rundfunkanstalten auf Mittelwelle endeten am 31. Dezember 2015. Auch der Mietvertrag zwischen dem Deutschlandradio und dem SR für den Sender Heusweiler war zu diesem Datum gekündigt worden. Seitdem sind die Programme des Deutschlandfunks (DLF) und von Antenne Saar nur noch über DAB+ (digital) und im Internet zu empfangen, DLF außerdem weiterhin auch über zahlreiche UKW-Sender.

 

Der SR benötigt nun die gesamte in Heusweiler befindliche Anlage nicht mehr. Die beiden jeweils 120 Meter hohen Antennenmasten und die 50 Meter hohe Reserve-Antenne sollen demnächst demontiert werden (siehe auch weiter unten in "Allerneueste Entwicklung"). Die Verwaltungs- und Technikgebäude wird der SR vermieten, falls er Interessenten dafür findet.

 

Schon im Jahr 2008 hatte man nach der Verminderung der Sendeleistung von 1200 auf 400 kW beim LfS (Landesbetrieb für Straßenbau) Überlegungen angestellt, das Gitternetz über der Autobahn (siehe oben im Abschnitt "Einfluss des Senders auf seine Umgebung") zu entfernen. Aus Sicherheitsgründen nahm man damals aber noch Abstand davon. Nach der Abschaltung des starken MW-Senders gibt es für das LfS keinen Grund mehr für eine weitere Erhaltung des Netzes. Man wird es also abbauen und damit die Kosten sparen, die durch seine regelmäßige Überprüfung und Wartung entstehen. [1]

 

 

Einige Zeit vor der Abschaltung unternahm der SR noch 'Rettungsversuche' für seinen Heusweiler Sender

 

Am 5. Mai 2015 berichtete die Saarbrücker Zeitung [2], dass das luxemburgische Unternehmen BCE (Broadcasting Center Europe), eine Tochtergesellschaft von RTL, sein Interesse an einer Anmietung der Heusweiler Sendeanlage bekundet habe, um von dort aus die Mittelwellen-Ausstrahlung deutschsprachiger Sendungen auf 1440 kHz fortzusetzen. Den Grund dafür entnahmen wir einer anderen Quelle: Die bisherige luxemburger Sendeanlage in Marnach sollte ihren Betrieb vollständig einstellen, weil das Großherzogtum Luxemburg das Gelände aufkaufen und dort ein Wirtschaftszentrum für Unternehmen im Bereich der audiovisuellen Medien und der Telekommunikation errichten wird. [3] (Dieses Vorhaben soll aber nach einer Meldung des Lëtzebuerger Tageblatts vom 11.1.2016 wieder aufgegeben worden sein; stattdessen soll dort nun ein Flüchtlingslager entstehen.) Da aber RTL-Radio inzwischen beschlossen hatte, seinen Mittelwellensender ebenfalls am 31.12.2015 endgültig abzuschalten, war die Angelegenheit hinfällig.

 

Die Bestrebungen von BCE, noch für einige Jahre den Mittelwellensender Heusweiler anzubieten, verliefen schließlich im Sande. Der zuständige Mitarbeiter von BCE bemerkte seinerzeit dazu, der potentielle Markt für diese Dienstleistung sei „im Laufe der letzten Zeit zu schnell geschrumpft“.

 

Kommentar dazu von Jürgen Dippe, Neunkirchen (vom 5. Mai 2015; er ist in Bezug auf die MW aber inzwischen überholt):  

 

Guten Tag, Herr Freyer, da sind Sie heute mit dem Beitrag zum Sender Heusweiler hochaktuell. Es stirbt mit dem Abschalten der MW- Sender - nachdem es in D schon seit 2011 keine KW-Sendungen mehr gibt - bedauerlicherweise die Ur-Technologie des Rundfunks. Leider wird hierbei auch die Informationssicherheit dieses Mediums für Krisenzeiten verkannt. Aktuell können Sie auch am Tage auf MW im Auto noch rund 300 km ab Grenze, am Abend bis ca. 1000 km (durch die Spiegelung an der Ionosphäre-Heaviside-Schicht) deutsche Sender (z.B. Heusweiler) empfangen. Demnächst wird dies nur noch per UKW im Nahbereich der Grenzen möglich sein. Insofern ist es positiv, wenn RTL die Sendeanlagen nutzen will. Das Saarland wäre dann im deutschsprachigen Raum alleiniger Standort zweier AM-Sender, Heusweiler und Europe 1.

 

Übles ist auch für die UKW-Sender geplant. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wird im Juni zu einer "Digital Radio Konferenz" einladen. Das Ergebnis scheint festzustehen; zwangsweise wird die Umstellung von UKW auf DAB+ kommen. Der Konsument Radiohörer wünscht dies nicht - ich habe bereits ein DAB+ Radio gekauft. Signifikante Vorteile kann ich nicht feststellen. Vorteile liegen allein bei den Sendern, dort werden Wartungskosten und Energiekosten gespart. Kleiner, offenbar unwesentlicher Nebeneffekt: Nach Abschaltung von AM ( KW, MW, LW) und UKW müssen in D - da nicht mehr funktionsfähig - rd. 330 Mio Radiogeräte entsorgt werden!!!

 

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Auch der MW-Sender von Radio Luxemburg (RTL) auf 208 m in Marnach hat kurz nach der Jahreswende 2015/16 (am 1. Januar 2016 um 1 Uhr) seinen Betrieb eingestellt. Er hatte nach 1955 eine der "Fröhlichen Wellen" des deutschen Programms (siehe dazu auch hier!) und täglich nach 19 Uhr die beliebten englischsprachigen Sendungen von Radio Luxemburg nach Großbritannien ausgestrahlt.

 

Nach einer Meldung des Lëtzebuerger Tageblatts vom 11.2.2016 wurden die letzten drei Sendemasten von RTL in Marnach abgebaut.

 

Ungeachtet der Mittelwellen-Abschaltungen bleiben die französischsprachigen Langwellen-Sender Europe I (183 kHz) auf dem Sauberg bei Berus und RTL (234 kHz) in Beidweiler/Luxemburg weiterhin in Betrieb.

 

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(21.12.2015)

Zum Thema der Abschaltung des Mittelwellensenders Heusweiler und seiner Historie hat SR 2 am 20. Dezember in seinem Medienmagazin "Medienwelt" eine Spezialausgabe ausgestrahlt. Hier der Link zu dieser Sendung:

http://sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=15788&pnr=0

 

Darin hört man auch O-Töne von einem Besuch beim Sender, z.B. Gespräche mit Sendertechnikern. In den letzten Minuten der Sendung sagt Intendant Thomas Kleist u.a., dass man den MW-Sender nicht einfach verschrotten könne, denn er sei "industrielles saarländisches Kulturgut". Er stehe im Gespräch mit einer Einrichtung im Saarland (welche?) und hoffe, daß einer der riesigen Röhrensender aus den 70-ern, der noch in dem Gebäude steht, den nachfolgenden Generationen erhalten bleibe. Wann die Antennen genau abgerissen werden sollen, wurde nicht bekanntgegeben.

 

Wer sich allgemein für das Thema der endgültigen Abschaltung der deutschen Mittelwellensender interessiert (ob auch Heusweiler darin erwähnt wird, haben wir nicht überprüft), kann sich unter diesem Link mit einer Aufstellung aller Sendungen, die der Deutschlandfunk gesendet hat, informieren:

http://www.deutschlandfunk.de/abschaltung-mittelwelle.2571.de.rss?dram:article_id=266956

(Vielen Dank für aktuelle Infos hierzu an Dieter Mahlfeldt, DC5BT, 24220 Flintbek)

 

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[1] Saarbrücker Zeitung, Ausgabe Völklingen vom 23. 1. und vom 6. 2. 2015, jeweils Seite C1.

[2] Saarbrücker Zeitung vom 5. 5. 2015: ausführlicher Bericht in den Ausgaben 'Köllertal' und 'Völklingen, Warndt & Köllertal', S. C1, sowie

     Kurzmeldung im Saarland-Teil, Seite B3

[3] Infos aus: http://www.radioszene.de

[4] Saarbrücker Zeitung vom 12.12.2015, Ausgabe 'Köllertal'

 


Diese Seite wurde begonnen am 26.7.2014 und zuletzt bearbeitet am 14.9.2017

 

> Zu unserer Bilderseite über die Sendeanlage Heusweiler

 

 

Inhalt des Kapitels RADIO UND FERNSEHEN:

 

1)  Geschichte des Rundfunks im Saarland (von 1929 bis 1959 und später)

  

2)  Radio Saarbrücken:

     a)  Der Heimatsender der Saarländer

     b)  Radio-Erinnerungen

     c)  Reporter und Übertragungswagen

     d)  Die Familie Weissenbach  (die beliebten Moderatoren Gerdi und Fritz)

     e)  Die Saarlandbrille  (beliebte Sonntagssendung mit "Zick, Zack & Marieche")     

     f )  Die Wartburg (das Funkhaus von Radio Saarbrücken)

     g)  Der Mittelwellen-Sender Heusweiler  /  Bilder vom Heusweiler Sender

 

3)  Fernsehen im Saarland der 50er Jahre: Von TELESAAR zum SR-Fernsehen

 

4)  Europe 1

     a)  Der private französische Langwellensender Europe No 1     

     b)  Die Antennen-Anlage von Europe 1 - Mastbruch 2012

  

5)  Radio- und Fernsehgeräte aus saarländischer Produktion

 

 

 

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