Wie bereits zwischen 1920 und 1935, als das
Saargebiet unter Völkerbundsmandat stand, gab es auch nach dem Zweiten
Weltkrieg wieder eigene Briefmarkenausgaben für das Saarland. Sie dokumentieren in besonderer Weise den Sonderweg
des Landes in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht.
Da sich diese Marken bei Sammlern seinerzeit und
heute großer Beliebtheit erfreuen, sind sie für viele Menschen der erste Zugang
sich mit der Geschichte der Saar zu befassen.
Die Marken sind meist aufwändig und ansprechend
gestaltet, sollten sie doch „Botschafter“ des Saarstaates sein und dessen
Eigenständigkeit unterstreichen.
Über die Markenausgaben ist viel geschrieben
worden. Eine rührige Sammlergemeinde bemüht sich möglichst viele Details
hinsichtlich der Entstehung, der Gestaltung und der Verwendung der
Postwertzeichen zusammenzutragen und zu dokumentieren.
So entstand eine Fülle einschlägiger Literatur.
Wenn hier im Rahmen der „Saar-Nostalgie“ der
Versuch unternommen werden soll die Marken wenigstens in einem knappen
Überblick vorzustellen, so sind sich die Verantwortlichen dessen bewusst, dass
dies angesichts der Fülle des zu berücksichtigenden Materials nur
bruchstückhaft geschehen kann.
Zunächst ist zu unterscheiden zwischen 1) den
Marken, die während der Zeit der französischen Besatzung (1945 bis 1947)
erschienen, 2) denen, die während der Zeit der Eigenstaatlichkeit verausgabt
wurden (1947 bis 1956), und schließlich 3) denen, die von der Deutschen
Bundespost für die OPD Saarbrücken in Umlauf gebracht wurden (1957 bis 1959).
Außerdem lassen sich sogenannte „Dauermarken“, die
für den normalen Postbedarf bestimmt waren, von „Sondermarken“ und
„Wohlfahrtsmarken“ unterscheiden.
„Sondermarken“ erschienen zum Gedenken bestimmter
Anlässe, auf „Wohlfahrtsmarken“ wurde zusätzlich zum Nennwert (Frankaturwert)
ein Aufschlag erhoben, der jeweils bestimmten Zwecken zugeführt wurde.
Daneben benutzten staatliche Stellen zwischen dem
1. Oktober 1949 und dem 31. August 1953 besondere „Dienstmarken“.
Manche Marken erschienen als Einzelwerte, andere in
Serien.
Im Folgenden sollen die Markenausgaben in aller
gebotenen Kürze vorgestellt werden:
1)
Dauermarken:
Philatelisten unterscheiden insgesamt sieben
Serien. Die ersten fünf werden zur Unterscheidung mit römischen Zahlen
bezeichnet, die beiden letzten – aus der Zeit der OPD Saarbrücken der Deutschen
Bundespost – weisen das Porträt des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuß
auf und werden als „Heuß I“ und „Heuß II“ bezeichnet.
- Serie „Saar I“
Die 20 Einzelwerte dieser Serie erschienen zwischen
dem 20. Januar und dem 7. März 1947. Zuvor waren die Marken der allgemeinen
Ausgabe der Französischen Besatzungszone auch an der Saar zu verwenden, sofern
nicht aus Markenmangel auf die Barfrankierung zurückgegriffen wurde.
Die Entwürfe zur Serie „Saar I“ stammen von dem
litauischen Künstler Jonynas – wie auch die entsprechenden Serien der übrigen
Regionalmarken der Französischen Zone (Baden, Rheinland-Pfalz und
(Süd-)Württemberg-Hohenzollern), die zur selben Zeit erschienen.
Gedruckt wurden sie ebenfalls bei der Firma Burda
in Offenburg.
Die Nominale ist jeweils in Reichsmarkwährung
angegeben.
Die kleinformatigen Pfennig-Werte weisen vier
Motive auf: Hauer vor Ort, Saarlandschaft (2, 3, 6, 8, 10 und 12 Pfennig);
Arbeiter bei Abstich eines Hochofens (15, 16, 20 und 24 Pfennig); Bäuerinnen
bei der Rübenernte, Industrieanlagen (25, 30, 40, 45 und 50 Pfennig); „Alter
Turm“ Mettlach (60, 75 und 80 Pfennig). Die Motive unterstreichen die wirtschaftliche
Bedeutung des Kohlebergbaus, der Hütten- und keramischen Industrie (Mettlach)
sowie der Landwirtschaft für das Saarland.
Großes Format weisen die Marken zu 84 Pfennig
(hoch; Motiv: Denkmal für Marschall Ney in Saarlouis) und 1 Mark (M) (quer; Motiv:
Saarschleife) auf. Während „des Landes schönste Stelle“ als Markenmotiv wohl
keiner Erklärung bedarf, weist das damals neue Denkmal für einen Marschall
Napoleons propagandistisch geschickt auf die Verflechtung der Saar mit
Frankreich hin.
Die Marken sind auf gelblichem Papier ohne
Wasserzeichen gedruckt; lediglich die Werte zu 12 und 75 existieren auch mit
Wasserzeichen (Wellenlinien).
Die Auflagen waren mit Zahlen zwischen 1.012.256
(50 Pfennig) und 10.557.895 (24 Pfennig) relativ hoch.
Diese erste Dauermarkenserie konnte bis zum 27.
November 1947 postalisch verwendet werden.
- Serie „Saar II“
Ab dem 16. Juni bis zum 19. November 1947 galt an
der Saar die Übergangswährung „Saarmark“. In dieser Zeit wurden die Marken der
Serie „Saar I“ weiterverwendet. Ein vorbereiteter Wert zu 1 Saarmark (SM)
erschien nicht.
Die Einführung des französischen Franken am 20.
November 1947 erforderte jedoch die Bereitstellung neuer Postwertzeichen.
So erschienen 13 Werte zwischen dem 20. November
und dem 6. Dezember 1947.
Da sie als Provisorium gedacht waren, überdruckte
die Malstatt-Burbacher Handelsdruckerei Restbestände der Markenserie „Saar I“
in der neuen Währung zunächst in geringer Auflage zwischen 5.700 (10 Fr. auf 50
Pfennig) und 35.600 (1 Fr. auf 10 Pfennig) Stück; die Marken dieses sogenannten
„Urdrucks“ sind heute in Sammlerkreisen besonders begehrt.
Da die so erreichte Markenmenge für den Bedarf
nicht ausreichte, fertigte man in Offenburg eine Neuauflage der „Saar I“ eigens
für weiteren Überdruck an (Auflage zwischen 571.643 (50 Franken auf 1 SM) und
über 3.000.000 (2 Fr. auf 12 Pfennig und 6 Fr. auf 24 Pfennig)); diese
Neuauflage unterscheidet sich durch Details der Markenbilder ebenso wird durch
die Wahl eines anderen (weißen) Papiers. Besonders auffällig ist die Änderung
der Währungsbezeichnung beim höchsten Wert des Satzes: „SM“ statt „M“.
Verwenden durften die Postkunden die Überdruckserie
„Saar II“ bis zum 31. Mai 1948.
Interessant sind die Nominale zu 10 und 60
Centimes: 60 Centimes kostete das Versenden einer Streifbandzeitung; da aber
die kleinste verfügbare Münze die zu 1 Franken war, bedurfte es des 10
Centimes-Wertes, um auf zu viel gezahlte Beträge am Schalter herausgeben zu
können. Sammlern dienten die 10 Centimes-Marken vielfach als billige Sonderstempelunterlage.
- Serie „Saar III“
Am 1. April 1948 endete die Zeit des
Überdruck-Provisoriums. An jenem Tag kam eine neue Dauermarkenserie zum
Einsatz, die ebenfalls 13 Werte in denselben Stufen wie die vorige aufwies.
Erstmals erfolgte der Druck durch die Französische
Postwertzeichendruckerei in Paris, was sich sowohl an der französischen
Editionen ähnlichen Gestaltung als auch dem dort üblichen Stichtiefdruck zeigt.
Der Entwurf stammte von dem französischen Entwerfer
Decaris – allerdings wohl teilweise (2, 3, 4, 5, 6, 9 Franken) nach Fotomotiven
der deutschen Künstlerin… Diese hatte eine Zustimmung zur Verwendung der Motive
nie erteilt und klagte deshalb gegen den jungen Saarstaat; sogar das Magazin
„Spiegel“ nahm sich seinerzeit des Falls an.
Die kleinformatigen Marken zeigen einen
symbolischen Händedruck (wohl zwischen Frankreich und der Saar (oder
Deutschland?): 10 und 60 C., 1 Fr.), das Porträt eines für die Saar typischen
Bergarbeiterbauern (2 und 3 Fr.), seiner Tochter (4 und 5 Fr.), eines Bergmanns
(6 und 9 Fr.), die großformatigen einen Hochofen (hoch; 10 Fr.), eine Gießerei
(hoch; 14 Fr.), Bauarbeiter (hoch; 20 Fr.) und die Abtei Mettlach (hoch; 50
Fr.).
Die Auflagen lagen zwischen 1.970.000 (60 C.) und
15.350.000 (6 Fr.).
Die Postgültigkeit der Marken endete am 30.
November 1953.
Bemerkenswert ist die noch etwas unklare
Bezeichnung „Saarpost“ auf allen Werten, die statt einer einer klareren wie
etwa „Saar“ gewählt wurde.
Zeitgleich erschienen drei Werte einer bildgleichen
Luftpostmarke (25, 50 und 200 Fr.) mit dem Motiv eines Flugzeugschattens über
der Saarschleife.
Diese ebenfalls von Decaris entworfenen und in
Paris gedruckten Marken wiesen Auflagen zwischen 426.711 (200 Fr.) und
1.019.999 (50 Fr.) auf und konnten auch
für normale Post verwendet werden.
Auch sie wurden mit Ablauf des Monats November 1953
ungültig.
- Serie „Saar IV“
Die inflationäre Entwicklung des Franken und die
damit verbundenen Portoerhöhungen machten die Ausgabe neuer Dauermarken nötig.
Als Vorbote der neuen Serie erschien am 2. April
1949 eine von Mees entworfene kleinformatige Marke zu 15 Fr. (Briefporto Inland
ab 12. Januar 1949) anlässlich des ersten Jahrestages der Gründung der
Saaruniversität.
Gedruckt wurde die Marke in Paris bei Vaugirard im
Rastertiefdruck in einer Auflage von 8.000.000 Stück.
Da diese Edition wohl nicht angekündigt war, sind
Belege vom Ersttag selten; an den meisten Postämtern wurde sie erst am Folgetag
(3. April 1949) ausgegeben.
Die 17 Werte der eigentlichen Serie „Saar IV“
erschienen sukzessive ab dem 1. Dezember 1949 bis zum 16. Juni 1951.
Verschiedene Entwerfer haben sie vorbereitet,
gedruckt wurde sie ebenfalls bei Vaugirard.
Die Motive der kleinformatigen Marken: Bauhandwerk
(10 C.; Entwurf: Winter; 1. Dezember 1949), Ludwig van Beethoven, Konservatorium
Saarbrücken (60 C.; Entwurf: Tschersovsky; 28. April 1951), Schwerindustrie (1
und 3 Fr.; Entwurf: Tschersovsky; 1. Dezember 1949 bzw. 16. Juni 1951),
Schlackenkipperzug auf der Halde (5 Fr.; Entwurf: Winter; 3. April 1950),
Steinkohlenindustrie (6 und 15 Fr.; Entwurf: Mees; 16. Juni 1951 bzw. 3. April
1950), Post- und Fernmeldewesen (8 Fr.; Entwurf: Entwurf: Mees; 15. Februar
1951), Pressewesen und Druckindustrie (10 Fr.; Entwurf: Schmidt; 3. April
1950), Keramik- und Steingutindustrie (12 und 18 Fr.; 1. Dezember 1949 bzw. 16.
Juni 1951).
Die großformatigen weisen folgende Motive auf:
Landwirtschaft (20 Fr.; hoch; Entwurf: Schnei; 27. April 1950), Eisen- und
Stahlindustrie (25 Fr.; hoch; Entwurf: Schnei; 1. Dezember 1949), St. Arnual
und Fabriken von Halberg (30 Fr.; quer; Entwurf: Winter; 15. Februar 1951),
Großer Stiefel bei Rentrisch (45 Fr.; quer; Entwurf: Mees; 15. Februar 1951),
Grube Reden mit Umgebung (60 Fr.; hoch; Entwurf: Winter; 16. Juni 1951),
Bliestal mit Wiebelskirchen (100 Fr.; hoch; Entwurf: Winter; 1. Dezember 1949).
Die Auflagenhöhe lag zwischen 2.650.871 (60 Fr.)
und 20.070.000 (15 Fr.).
Die Postkunden konnten die Marken dieser Serie, die
durchgängig die Landesbezeichnung „Saar“ aufweisen, bis zum 30. Juni 1957
verwenden, also über die Zeit des Saarstaats hinaus.
Serie „Saar V“
Bei der ab dem 1. Oktober 1952 begonnenen
großformatigen Serie mit Ansichten aus dem Saarland handelt es sich um eine
nach dem Vorbild damaliger französischer Freimarken gestaltete unvollständige
Ausgabe.
Dass weitere – letztendlich nicht verausgabte –
Werte geplant waren, ist aus den großen Abständen der Wertstufen einerseits und
den im Michel-Katalog nicht vergebenen Nummern andererseits ersichtlich.
Folgende Punkte sind bemerkenswert:
Die Serie weist keine Wertstufen im
Centimes-Bereich mehr auf.
Der Höchstwert (Ludwigskirche Saarbrücken) weist
mit 500 Fr. den höchsten Nennwert aller Saarmarken auf; zugleich ist dieser als
einziger der Serie „Saar V“ senkrecht statt waagerecht zu betrachten.
Der Wert zu 5 Fr. existiert in zwei
unterschiedlichen Varianten: zunächst ohne, später mit dem erläuternden Zusatz
„Hauptpostamt Saarbrücken“.
Der Wert zu 15 Fr. kommt gar in drei Varianten vor:
zunächst in schwarzer Farbe ohne erläuternden Zusatz „Industrielandschaft“,
später mit und schließlich in rot.
Die Farbänderung ist wohl
durch die auf dem schwarzen Markenbild sehr schlecht leserlichen Stempeldaten
zu erklären. Da die zweite Variante der Marken zu 5 bzw. 15 Fr. nach Aufbrauch
der ersten zunächst unangekündigt zum Einsatz kam, lässt sich dafür jeweils
kein Erstausgabetag angeben.
Die insgesamt 14 Werte dieser Serie erschienen
zwischen 1. Oktober 1952 und 18. März 1955. Gedruckt wurden sie im
Stichtiefdruckverfahren bei der Französischen Postwertzeichendruckerei Paris.
Die Motive, die sich teilweise wiederholen, stammen
von verschiedenen Künstlern:
Motiv „Schachtanlage“ (1 und 15 Fr. (drei
Varianten); Entwurf: Kratz; 12. März 1953 bzw. 1. Oktober 1952); Motiv
„Ludwigsgymnasium Saarbrücken“ (2 und 10 Fr.; Entwurf: Mees; 23. März 1953 bzw.
19. Dezember 1953); Motiv „Brücken in Gersweiler, Hintergrund: Burbacher Hütte“
(3 und 18 Fr.; Entwurf: Frantzen; 3. Mai 1953 bzw. 18. März 1955); Motiv
„Hauptpostamt Saarbrücken“ (5 und 12 Fr.; Entwurf: Geis; 1. Oktober 1952 bzw.
12. März 1953); Motiv „Hängebrücke in Mettlach mit Fabrik Villeroy & Boch“
(6 Fr.; Entwurf: Grittmann; 1. August 1953); Motiv „Neue Bibliothek der
Universität Saarbrücken“ (30 Fr.; Entwurf: Mees; 3. Mai 1953); Motiv
„Wiederaufbau der Ludwigskirche Saarbrücken“ (500 Fr.; Entwurf: Frantzen; 1.
August 1953).
Die Auflagenhöhe lag zwischen 207.305 (500 Fr.) und
19.945.071 (5 Fr., Variante mit zusätzlicher Inschrift).
Wie auch die Marken der Serie „Saar IV“ waren
diejenigen der Serie „Saar V“ bis einschließlich 30. Juni 1957 für die
Freimachung von Sendungen gültig.
- Serie „Heuß I“
Die Serie „Saar V“ blieb unvollständig. Das
Ergebnis der Volksbefragung vom 23. Oktober 1955 machte die Fortsetzung
obsolet.
Stattdessen erschienen zwischen 1. Januar 1957, dem
Tag der Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland, und dem
25. Mai jenes Jahres eine neue Dauerserie mit dem von Bittrof entworfenen
Porträt des damaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Theodor Heuß (1884-1963) –
nach dem Vorbild seinerzeitiger bundesdeutscher Freimarken.
Die 20 Werte des Satzes weisen folgende Nennwerte
auf:
1, 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 18, 25, 30, 45, 50,
60, 70, 80, 90 Fr. (kleines Format, Buchdruck) sowie 100 und 200 Fr. (größeres
Format, Stichtiefdruck).
Alle Wertangaben verstehen sich zwar nach wie vor
in Frankenwährung - da dies aber durch keine Währungsangabe (F. oder Fr.)
kenntlich gemacht ist, kam es im Postbetrieb immer wieder zu Verwechslungen mit
Marken der Bundesrepublik in DM-Nominale.
Deshalb blieb auch diese Serie „Heuß I“ ein Torso:
Ein geplanter Höchstwert zu 300 Fr. erschien niemals. In zeitgenössischen
Vordruckalben findet sich bisweilen eine für ihn freigehaltene Stelle.
Die genannten Probleme führten auch zu einer extrem
kurzen Verwendungsdauer dieser Dauerserie: Mit Ablauf des 30. Juni 1958 wurden
die Marken ungültig.
Der Druck erfolgte durch bei der Bundesdruckerei
Berlin – und zwar in folgenden Auflagenhöhen: zwischen 805.563 (4 Fr.) und
39.566.819 (15 Fr.).
- Serie „Heuß II“
Bereits vom 2. November 1957 bis 20. Dezember 1957
wurde die Serie „Heuß I“ durch eine bildgleiche mit Währungsangabe „F“ („Heuß
II“) ersetzt.
Wieder erschienen die Werte über 100 Fr. im
Stichtiefdruck, die kleineren Werte allerdings diesmal im modernen Offsetdruck
– wiederum durch die Bundesdruckerei Berlin.
Die 20 Werte weisen folgende Nominale auf:
1, 3, 5, 6, 10, 12, 15, 18, 20, 25, 30, 35, 45, 50,
70, 80, 90, 100, 200 und 300 Fr..
Die Abweichungen der Nominale von denjenigen der
vorhergehenden Serie erklären sich aus geänderten Postgebührensätzen v. a. für
Sendungen nach Frankreich.
Die Auflagenhöhen sind insgesamt deutlich geringer
als die der vorigen Serie: zwischen 338.374 (300 Fr.) und 24.191.321 (15 Fr.).
Gültig war diese letzte eigenständige
Dauermarkenserie des Saarlands bis zum „Tag X“, dem 5. Juli 1959; vereinzelt
sind auch wenige Tage danach geduldete Frankaturen bekannt.