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Schwimmsport im Saarland - Teil c) Freibäder

 


 

 Zum Thema Schwimmen gibt es folgende drei Kapitel auf Saar-Nostalgie:

 

 a) "Saarspektakel" in den 50er-Jahren     b) Der Schwimm-Verein SV08 Saarbrücken     c) Freibäder (diese Seite)

 


 

Bisher sind die Freibäder folgender Orte hier in alphabetischer Reihenfolge der Städte und Gemeinden aufgeführt:

 

Altenkessel - Altenwald - Brebach-Fechingen - Dillingen - Dudweiler - Ensdorf - Fenne - Fischbach - Friedrichsthal - Geislautern - Heinitz - Heusweiler - Holz - Klarenthal - Losheim am See - Merzig - Ottweiler - Püttlingen - Quierschied - Neunkirchen - Rehlingen-Siersburg - Saarbrücken - Saarlouis - St. Ingbert - St. Wendel - Sulzbach - Überherrn - Völklingen - Wallerfangen - Weiskirchen

 

Da einige saarländische Orte erst nach 1959 ein Freibad erhielten, müssten wir diese hier eigentlich unbeachtet lassen. Der Vollständigkeit halber machen wir bei den Freibädern eine Ausnahme vom Prinzip der Saar-Nostalgie, die ja im Grundsatz über die Zeit von 1945 bis 59 berichtet.

 

Zur Ergänzung suchen wir Bilder u. Infos v. weiteren Freibädern im Saarland, möglichst aus den 40/50/60er-Jahren! (> Kontakt)

 

 

Vorwort: Erinnerungen ans "Schwimmengehen" in den 50er-Jahren rund um Neunkirchen  (von Rainer Freyer)   

 

Ganz am Anfang, also kurz nach dem Krieg, fuhren unsere Eltern gerne mit uns per Straßenbahn zum Heinitzer Weiher. Wenn wir später in den 50ern - zuerst mit, später lieber ohne unsere Eltern - schwimmen gehen wollten (in dieser Zeit war es im Hochsommer meistens viele Wochen lang sehr heiß!) hatten wir die Wahl zwischen dem Kasbruchbad (siehe Bild rechts!) oder der  Lakaienschäferei. Da wir am unteren Hüttenberg wohnten, war es für uns zur "Lakai" etwas näher.

 

Aber wir mussten trotzdem über eine gute halbe Stunde laufen, um über den Oberen Markt und am Heusnersweiher vorbei auf die Scheib und dann weiter zum Schwimmbad zu kommen. Zum Kasbruch brauchten wir noch eine gute Viertelstunde länger. Bis zur Scheib (bzw. zum Steinwald) hätten wir natürlich auch mit der Straßenbahn fahren können, aber dafür reichte unserTaschengeld damals leider nicht aus. Und später sind wir mit unseren Rädern in die Schwimmbäder gefahren.

 

Wenn es richtig warm war, herrschte in den Bädern immer viel Betrieb, besonders in den Nichtschwimmerbecken. Im Kasbruch- bad (Bild rechts!) habe ich ganz alleine schwimmen gelernt, aber ein, zwei Jahre lang konnte ich nur auf dem Rücken schwimmen, bis ich endlich auch das Brustschwimmen raus hatte. Schon bald habe ich dann zuerst mein Frei- und etwas später auch das Fahrtenschwimmer-Abzeichen erworben (siehe unsere Seite Dokumente im Punkt 9).

 

In den Jahren 1950/51 waren im Saarland wegen der spinalen Kinderlähmung nicht nur die Schulen einige Wochen lang geschlossen, sondern auch die Schwimmbäder.

 

Gegen Ende der 50er-Jahre, also während unserer Teenagerzeit, konnten wir aus wenigen Kofferradios, die einige Besucher damals schon ins Schwimmbad mitbrachten, Musik hören. Anfangs war dort meistens Radio Saarbrücken eingeschaltet, aber später kam fast nur noch das deutsche Programm von Radio Luxemburg aus den Lautsprechern, und von 1958 an lauschten wir auf der Liegewiese sonntags ab 17 Uhr der damals neu eingeführten Hitparade mit Camillo (Felgen).

 

Der Rückweg aus dem Schwimmbad ist mir noch gut in Erinnerung. Wenn wir gegen Abend todmüde nach Hause trotteten, hatten wir meistens einen Sonnenbrand auf dem Rücken, denn so etwas wie Sonnenschutz-Mittel kannten wir anfangs nicht; erst später konnte uns unsere Mutti ein bisschen Nivea zum Eincremen mitgeben...

 

Essen oder Getränke im Schwimmbad zu kaufen war viel zu teuer, aber wir hatten meist eine Kleinigkeit von zu Hause mitgebracht. Bald hatte ein cleverer Wirt fast am höchsten Punkt von Neunkirchen oben auf der Scheib eine tolle Idee: Er bot uns müde heimkehrenden Kindern eine wunderbare Erfrischung an: Nur 10 Francs kostete ein Glas mit kühlem Wasser (aus der Leitung!) und etwas köstlichem Waldmeistersirup darin... wir liebten es!

 


 

Altenkessel

 

In der Saarstaatzeit gab es in Altenkessel noch kein öffentliches Freibad. Aber die Badefreudigen wussten sich zu helfen. Friedrich Fess berichtet:

 

Nach dem Krieg haben wir Kinder aus den Ortsteilen 'Colonie Altenkessel' (hieraus entstand später der Name der Gemeinde) und 'Luisenthaler Hütte' (damit war die Glashütte gemeint) den damals noch sauberen Frommersbach in Höhe der ehemaligen Grube Gerhard gestaut und darin geplantscht. Anfang der 50iger-Jahre bin ich mit meinen Freunden immer zu Fuß über die bis nach Völklingen verlaufende Gerhardstraße nach Heidstock und von dort zum Stadionbad der Stadt Völklingen gewandert (siehe dazu auch weiter unten auf dieser Seite im Abschnitt über Völklingen!).

 

Altenkessel gehört seit 1974 zum Stadtverband Saarbrücken. Das heutige Alsbachbad (siehe Foto) wurde ab 1968 von der damals selbstständigen Gemeinde geplant; Baubeginn war im Mai 1973. Das Bad wurde 1975 vom damaligen Bürgermeister der Stadt Saarbrücken, Oskar Lafontaine, mit einem Kopfsprung ins Becken eröffnet. Die heutige Anlage in Altenkessel ist ein ganzjährig geöffnetes Hallen- und Freibad. Es verfügt über ein Mehrzweckbecken (25 x 12,5 Meter), ein Sprungbecken (10,5 x 10,5 Meter) und ein Kleinkinderbecken.

 

Altenwald

 

Das Schwimmbad im Ruhbachtal hatte der Geschäftsmann Max Baum aus Altenwald 1935 in einem Weiher erbaut, den zeitweilig auch die Brauerei Walsheim als Eisweiher nutzte.

 

Dieses Ruhbachbad wurde mittels eines permanenten Wasser- durchlaufs aus dem Ruhbach alimentiert und enthielt daher ziemlich kaltes Badewasser, das aber von hoher Qualität war. - In letzter Zeit ist das frühere Bad renaturiert worden. Das angrenzende Gasthaus Bayrischzell ist noch heute ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel.

 

Foto: Altenwalder Dorfkalender 2016 der Dorf-Interessengemein-schaft Altenwald. Vielen Dank an Werner Klee und Norbert König für ihre Infos!

 

 

 

Bildstock

 

Als 1937 das Friedrichsthaler Freibad eröffnet wurde (s. unter Friedrichsthal weiter unten) hat man das schöne alte Bildstocker Schwimmbad kurzerhand geschlossen, weil man keine zwei Schwimmbäder in unmittelbarer Nähe haben wollte. Deshalb gab es in der Saarstaatzeit - und gibt es auch heute-  in Bildstock selbst kein Freibad mehr.

 

Brebach-Fechingen

 

Schon 1930 dachte man hier an den Bau eines Freibades, es konnte aber erst am 3. Juni 1939 in Betrieb gehen. Während des 2. Weltkrieges war es geschlossen, wurde aber 1949 wieder eröffnet. In den 70er-Jahren entstand das heutige kombinierte Frei- und Hallenbad in Brebach-Fechigen, das am 13. Mai 1972 seine Pforten öffnete.

 

Dillingen    

 

Gabriel Peifer berichtet:

In den 20er/30er-Jahren gab es das erste Schwimmbad in Dillingen, das ich natürlich nur aus den Erzählungen meiner Vorfahren kenne. Es lag an einem Seitenarm (dem sogenannten "toten Arm") der Prims und verfügte über einen kleinen Sprungturm. In der Nachkriegszeit wurde es 1958 ersetzt durch das heutige Dillinger Freibad, das neben weitläufigen Liegewiesen auch über ein Planschbecken mit einer kleinen gefliesten Insel und einer sprudelnden Quelle verfügte, sowie über ein Nichtschwimmerbecken mit zwei Rutschbahnen (auf der so manche Badehose zerissen), ein Schwimmerbecken, dessen Ausmaße internationalen Wettbewerben genügten, und ein gesondertes Sprungbecken mit einem 10 Meter hohen Sprungturm. Später kam noch ein Hallenbad hinzu.

   

Dudweiler

 

Das ursprünglich aus einem natürlichen Quellfluss gespeiste

„Schwimm- Licht-, Luft- und Sonnenbad“ wude 1924 von der damaligen Großgemeinde Dudweiler - damals schon das größte Dorf Europas mit annähernd 28.000 Einwohnern - unter Bürgermeister Otto Jostim Bereich des Wald- und Wiesengeländes am Endpunkt der St. Ingberter Straße gebaut.

 

Es hatte sich als Freibad bis in die Jahre des 2. Weltkrieges hinein den Ruf bewahrt, zu den schönsten Bädern der näheren und weiteren Umgebung zu gehören. Die in sich abgeschlossene Anlage mit weiträumigen Liegeflächen, einem schattigen 1 ha großen Waldgelände, schönem Badebecken, einer Pergola und einer Trinkhalle sowie einer Anzahl von Umkleidekabinen machte auf die Besucher immer den besten Eindruck. Die einmalig schöne Lage im Winterbachtal rundete das gute Gesamtbild ab.

 

In den 1950er- und 60er-Jahren musste man feststellen, dass die Anziehungskraft des Freibades in Dudweiler aufgrund des Baus neuer Bäder in der näheren Umgebung abnahm, was sich natürlich auf die Besucherzahlen des hiesigen Bades auswirkte.

  

 

                

Außerdem entsprachen die Technik und die Anordnung der Schwimmbecken nicht mehr den damaligen Anforderungen. Deshalb wurde das Freibad 1967 von Grund auf renoviert. Jetzt wurde 2014 sein 90-jähriges Bestehen gefeiert.

 

Aufgrund seiner Lage und Ausstattung war das Freibad weit über die Gemeindegrenzen hinweg bekannt und beliebt. Unzählige Kinder aus Dudweiler und Umgebung lernten hier das Schwimmen.

 

Manche Liebschaft nahm hier Ihren Anfang auf der oberen Liegewiese, die deshalb auch scherzhaft „Liebeswiese“ genannt wurde.

 

(Dieser Text entstand nach Angaben von der Gemeinde Dudweiler und http://www.saarbruecker-baeder.de/baeder/freibad_dudweiler)

Das Foto rechts zeigt das Freibad Dudweiler im Jahr 1956 (Foto: H.P.Mensch)  

 

Ensdorf  

(Text u. Bild aus einer Veröffentlichung des Automobilclubs Saar aus den 50ern)

 (beide Fotos unten von  H.P. Mensch)

 

 

Fenne

 

Schwimmbecken der Bergmännischen Berufsschule

 

Dieses Bad ist nahezu vergessen. Es war nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und wurde ausschließlich für den obligatorischen Sportunterricht der Berg-Schüler benutzt.

Es lag am Ende des Sportplatzes der Schule (siehe Foto) unmittelbar an der Eisenbahnunterführung der Saarbrücker Straße und einer Zufahrt zu den Saarwiesen unter dem Anschlussgleis des Kraftwerks Fenne hindurch. (Text: Karl Presser)

 

Das Foto ist aus dem Jahr 1950. Damals wurde die Bergmän-nische Berufsschule gerade eingeweiht; man sieht sie hier im Hintergrund. Rechts unten ist eine Ecke des Schwimmbeckens.

 

 

Fischbach

 

Reiner Schwarz aus Dudweiler berichtet:

 

Das Freibad im Fischbachtal wurde von der Landeshauptstadt Saarbrücken 1926 auf einer Waldwiese unter dem Namen "Fischbachbad" eröffnet. Es lag zwischen der Linie der Fischbachbahn und der Verbindungsstraße von Rußhütte nach Fischbach (L 127). Dort waren Bus-Haltestellen der Deutschen Bundesbahn (oder vom "Illtal-Verkehr"?) in beide Fahrtrichtungen eingerichtet. Bis weit in die 1960er Jahre hinein war die "Schachtanlage Neuhaus" noch in Betrieb, die man von dort aus über einen weiteren Fußweg erreichen konnte.

 

Wir Kinder haben das Bad gerne besucht. Eine Gefahr bei der Wanderung durch den Wald bestand nicht für uns, weil wir stets eine größere Kinderschar waren und außerdem auch immer ganz viele Bergleute aus Dudweiler, Herrensohr und Jägersfreude diese Wege zur "Neuhausgrube" benutzten.

 

Zum Bild rechts: In diesem Luftbildausschnitt von 1953 erkennt man links unten das Fischbacher Schwimmbad mit den Liegewiesen und dem lang- gestreckten Becken. Am rechten Bildrand ist der Bahnhof der Grube Franziska zu sehen, am linken Rand verläuft in der oberen Hälfte fast parallel zur Bahntrasse die Straße von Saarbrücken-Rußhütte nach Fischbach.

Das Fischbachbad war relativ groß und wurde durch den Bach in zwei Bereiche geteilt. Vom Eingang her lag in dem linken Teil (Richtung Rußhütte) das "große" Schwimmbecken mit einem kleinen Nichtschwimmerbereich und einer Rutsche. Die Becken lagen oft im Schatten des Waldes; deshalb war ihr Wasser recht kalt, und das Bad wurde von uns Kindern gerne als "Eiskeller" bezeichnet. Das Wasser kam aber nicht aus dem Fischbach, denn dieser war damals durch die Gruben Franziska und Camphausen sehr stark verschmutzt. Die Umkleide- und Sanitärräume waren nicht auf dem neuesten Stand der Schwimmbadtechnik. So mussten sich die Kinder grundsätzlich in - natürlich nach Geschlechtern getrennten - Gemeinschafts-Umkleiden umziehen; das Wasser in den Schwimmbecken wurde noch von Hand gechlort.

 

Um den zweiten Teil des Bades zu erreichen, musste man über eine Fußgängerbrücke den Fischbach überqueren. Links der Brücke stand ein Kiosk. Dieser Teil des Bades war geprägt von dem relativ großen Kinderbecken und den ganz vielen Spielgeräten, die dort aufgestellt waren. Mindestens zwei der größeren Spielgeräte (Karussells, die von Hand angetrieben werden mussten) wurden auch von Jugendlichen und Erwachsenen benutzt. Ganz toll war natürlich auch die riesige Liegewiese, die für alle Ballspiele geeignet war. Viele junge Pärchen haben diese Liegewiese oftmals auch als Rückzugsgebiet zum "Knutschen" genutzt. Das Kinderbecken hatte einen Brausepilz, dessen Hut von einer Ringleitung umgeben war, aus der Wasser kam.

Dieses Farbbild zeigt den bis heute stehen gebliebenen Brausepilz (Foto: Reiner Schwarz) >

 

Das Bad wurde etwa 1970 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Teile dieses Beckens und des Badepilzes waren vor ein paar Jahren noch vorhanden, ebenso die Drehtüre, mit der man das Bad in Richtung Bahnhof Neuhaus verlassen konnte. Leider ist von den übrigen Badeanlagen heute nichts mehr zu finden.

 

Stefan (von http://www.rastpfuhl.info) schrieb uns zum Fischbachbad:  In den Sommermonaten waren wir Kinder mit unseren Müttern oft dort. Wir sind vom Saarbrücker Rastpfuhl aus hingelaufen (immerhin ca. 4 km) und den ganzen Tag dort geblieben. Abends hat uns dann mein Vater mit seinem 2 CV abgeholt. Ich kann mich noch gut an die weiten Liegewiesen erinnern. Es gab ganz anders als später im Totobad nie Platzprobleme. An das kalte Wasser, von dem schon berichtet wurde, kann ich mich auch noch gut erinnern. Ich meine, die Wassertemperatur lag meist bei nur 17 Grad!

 

Weitere Infos zum Fischbachbad gibt es in der Broschüre „Saarkohlenwald – Geschichte und Zukunft“, herausgegeben vom Stadtverband Saarbrücken, als PDF-Datei (0,83 MB) hier herunterzuladen: (Danke für die Infos an Stefan (stoem@gmx.de!):

http://www.saarland.de/dokumente/thema_stadt_und_land/ SKW_Broschuere _Geschichte_und_Zukunft.pdf  

sowie: Broschüre „Der Haldenrundweg“, hgg. v. Min. f.Umwelt und v. Stadtverband Saarbrücken, Amt für Bauen,Umwelt&Planung, Aug.2006, S.44f: http://www.saarland.de/dokumente/thema_stadt_und_land/SKW_Haldenrundwegbroschuere(1).pdf

 

Friedrichsthal

 

Bild rechts: So sah das Freibad in Friedrichsthal in früheren Zeiten aus. (Das Bild haben wir einer alten Postkarte entnommen.)

 

Das Friedrichsthaler Freibad wurde im Jahr 1937 für eine Tageskapa-

zität von 3.000 Badegästen nach dem Vorbild des Olympiabeckens in Berlin erbaut und am 25. Juli 1937 eingeweiht. Wie dieses wurde es im so genannten "Petunia-Reinigungsverfahren" gesäubert: Das Wasser wurde mit Chemikalien aufbereitet und durch eine Filteranlage keimfrei gehalten. Der Wasserbedarf war damit denkbar gering, denn es musste nur verdunstetes Wasser ersetzt werden. Es war ein Vor-zeigeobjekt der Hitlerregierung und galt, schon wegen seiner Lage mitten im Grünen (heute ist es total zugebaut) als eines der schönsten und modernsten Bäder in Deutschland.

Da man keine zwei Schwimmbäder in unmittelbarer Nähe haben wollte, wurde das schöne alte Bildstocker Schwimmbad kurzerhand geschlossen. In den 50er-Jahren zahlten Jugendliche nur einen ganz geringen Eintritt, so daß sich auch die nicht so Begüterten das kühle Nass leisten konnten. 1966 wurden die Umkleideeinrichtungen erneuert.

Das Friedrichsthaler Hallenbad wurde 1973 erbaut und im Dezember desselben Jahres eingeweiht.

(Vielen Dank für Infos über facebook zu den Bädern in Friedrichsthal an Patrick Weydmann, Helmut John und Wolfgang Domma!)

 

Geislautern

 

Das Freibad im Eberbachtal wurde 1934 eröffnet. Es hatte ein 50m-Sportbecken mit sechs Bahnen. Auf der einen Schmalseite befanden sich die Startblöcke und ein Ein-Meter- und ein Dreieinhalb-Meter-Sprungbrett. Nur durch eine Mauer getrennt, schloss sich daran unmittelbar ein um acht Meter schmaleres Nichtschwimmerbecken an.

 

Geislautern gehörte bereits ab 1937 zur Stadt Völklingen. Das Schwimmbad wurde 1987 geschlossen und 1992 verfüllt. Die damals angelegten Tennisplätze befinden sich heute noch dort.   (Text: Karl Presser; Foto oben links: Urheber unbekannt; rechts: Torsten Gatzke)

 

 Heinitz

 

1) Das wahrscheinlich kleinste öffentliche Freibad des Saarlandes ist das Freibad Neunkirchen-Heinitz in der Moselschachtstraße. Es wurde 1949 erbaut und steht als Nachkriegsbau unter Denkmalschutz. Es enthält ein Kombibecken mit den Ausmaßen 25 x 12,5 m, ein Planschbecken und einen Spiel- sowie einen Basketballplatz. (Fotos: G. Peifer)

 

2) Heinitzer Weiher  

 

 

Dieses Foto stammt vermutlich aus der Mitte der 1920er-Jahre.

 

(Mehr zum Heinitzer Weiher: siehe ganz unten auf dieser Seite!)

 

Heusweiler  

 

Schon vor dem 2. Weltkieg wollte man in Heusweiler ein Freibad errichten. Aber auch nach dem Krieg, also während der Saarstaatzeit, konnten diese Pläne nicht verwirklicht werden. Es gab lebenswichtigere Aufgaben: Man musste zunächst Wohnhäuser, Straßen und Schulen wieder auf- oder neu bauen. Und so konnte die Gemeinde erst ab 1971 ihr neues Hallen-freibad errichten. Es entstand auf dem Gelände unterhalb der Anlagen des SR-Mittelwellensenders und wurde 1973 eröffnet. Das Wasser des Bades wurde von der Abwärme des benachbarten Heusweiler Rundfunsenders aufgeheizt (mehr darüber auf unserer Seite über den Mittelwellensender Heusweiler im Abschnitt B).

 

Das Bad musste 2007 geschlossen werden, weil seine Filteranlage die für einen geregelten Weiterbetrieb notwendige Wasserqualität nicht mehr erbringen konnte. Für Herbst 2019 ist der Abriss des alten Bades geplant.

 

Das Bild oben wurde entweder aus einem Flieger (Hubschrauber?) aufgenommen, oder - wahrscheinlicher - von einem Antennenmonteur, der auf einen der beiden Mittelwellen-Sendemasten geklettert war und ein Stück von dessen Partner-Mast mit dem Schwimmbad als Hintergrund fotografierte. (Siehe auch unsere Seite über die MW-Sendemasten).

 

Holz  

 

Klaus Roth berichtet:

 

Auf der Suche nach "verschollenen" Schwimmbädern bin ich anhand eines Luftbildes von 1953 auf ein solches in der Gemeinde Holz gestoßen. Es ist am rechten Bildrand unten zu sehen und war etwa 25x14 Meter groß.

 

Zwischen der links oben zu erkennenden Saarstraße und dem Bad verläuft heute die Autobahn. In Recherche zu einem Pressebericht habe ich in den 90er-Jahren die Überbleibsel des Bades aufgesucht und tatsächlich eine betonierte Ecke davon gefunden. Der Rest befindet sich wahrscheinlich unter dem alten Holzer Schuttplatz.

 

Wer hat weitere Infos über das Holzer Schwimmbad? Wann eröffnet, wann geschlossen?

Klarenthal

 

 

 

 Fotos oben: Torsten Gatzke

 

Wer kann uns Infos, Fotos oder Berichte über das Schwimmbad in Klarenthal zur Verfügung stellen?

 

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Auf der Website www.opencaching.de fanden wir dieses Foto (Bild rechts; danke an Stefan Haas!).

 

Es zeigt das Schwimmbad "Am Bruch" in Klarenthal

 

mit folgendem Text: "Bis Mitte der 40er-Jahre befand sich hier ein Naturwasser-Schwimmbad. Gespeist wurde das Schwimmbad aus einem kleinen Bach, dem Gehlenbach."

 

Ob es auch nach dem Krieg noch als Schwimmbad benutzt wurde, ist uns nicht bekannt. Wer weiß etwas darüber?

(Dieses Bild steht unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND 3.0 DE) 

 

Carmen Manderscheid teilt dazu mit: Als es1932 eröffnet wurde, war es mit 150 x 50 Metern das größte Schwimmbecken an der Saar! In dem 2015 erschienenen Bildband "Klarenthal und Krughütte im Wandel der Zeit" sind mehrere Bilder und ein SZ-Artikel über die Einweihung abgedruckt. Zu der Frage, ob es nach dem 2. Weltkrieg noch genutzt wurde: Leider nein! Es wurde während des Krieges zerstört.

 

 

Losheim am See  (Text und Bilder in Vorbereitung)

 

Badestelle Losheimer Stausee, Strandbad Süd. Umgeben ist der See von einem 4,1 km langen Rundwanderweg und einem großen Freizeitzentrum mit Minigolfanlage, Strandbad, Bootshafen und Gastronomie.

 

 

Merzig  

 

 

Strandbad "Heilborn"

 

 

Das Freibad Heilborn wurde 1935 errichtet. Das erste Bild und der nachfolgende Text stammen aus dem Jahr 1953.

 

 

 

 

Das zweite Bild wurde wahrscheinlich vom Sprungturm aus aufgenommen worden, der im oberen Bild rechts zu sehen ist.

 

 

Neunkirchen  

 

 

a) Prießnitzbad (oder Lakaienschäferei bzw.

    Volkssonnengarten): von 1935 bis 2011

 

Vincenz Prießnitz (1799 – 1851) aus Schlesien war ein autodidaktischer Naturheiler. Er gilt als Erneuerer der Kaltwasserkur und machte mit seinen Wasserkuren und Luftbädern die Hydrotherapie populär.

 

1931 wurde dem Neunkirchener "Prießnitz-Verein für naturgemäße Lebens- und Heilweise" das Gelände "an der Schäferei" zur Errichtung eines Licht-, Luft- und Sonnenbades verpachtet. Das 4,2 Hektar große Gelände erhielt die offizielle Bezeichnung "Volkssonnengarten".

 

Foto: Stadtarchiv Kreisstadt Neunkirchen   

Mit Hilfe von Wünschelrutengängern wurde eine ertragreiche Wasserader aufgespürt; die Bohrung erbrachte einen Brunnen, der Brausen und ein Planschbecken mit Wasser versorgte. 1933 baute man ein Schwimmbecken, 1935 konnte das Licht-, Luft- und Sonnenbad eröffnet werden. Das Becken hatte die Ausmaße 32 x12 m und eine Tiefe von 1,80 m. Das Bad stand nicht nur Vereinsmitgliedern, sondern der ganzen Bevölkerung zur Verfügung. 1936 errichtete der Verein ein Wirtschaftsgebäude mit Umkleidehalle und Vereinszimmer.

 


Während des 2. Weltkrieges ruhte der Vereinsbetrieb, und das Bad wurde von der Stadt betrieben. 1948 nahm der Verein seine Tätigkeit wieder auf. 1957 errichtete er eine Sauna im Unteren Friedhofsweg (sie war bis 2013 geöffnet). 1968 ist ein kleiner Campingplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Prießnitzbad errichtet worden, der noch heute in Betrieb ist. Der Bäderbetrieb musste Ende 2011 eingestellt werden. Campingplatz, Kneippanlage und Grillhütte an der Lakaienschäferei stehen der Öffentlichkeit aber weiterhin zur Verfügung.

 

 

Den obigen Text haben wir nach Angaben in dem Artikel "Prießnitz-Bad und Volkssonnengarten" im Stadtmagazin "es Heftche" erstellt; siehe dessen Website: nk.es-heftche.de  (Danke an den HVSN Neunkirchen)

 

b) Kasbruchbad Neunkirchen

 

Dieses riesengroße Waldfreibad war schon 1927 im Kasbruch angelegt worden, einem Wiesental mitten im Steinwald, südöstlich der Innenstadt. Es verfügte über zwei große Becken, die aus Quellen mit Wasser versorgt wurden. In den fünfziger Jahren hat man das große Schwimmerbecken mit einer Holzbrücke zu einem normgerechten 50-Meter-Becken abgetrennt. Da das Bad ab etwa 2009 erhebliche Mängel aufwies und sich außerdem in einem Gewässerschutzgebiet befand, musste man es am 16. September 2009 schließen. Im November 2011 wurde das Bad zurückgebaut, um das Gelände zu renaturieren.

 

Die Fotos oben sind aus dem Jahr 1956  (Franz Nessler, HVSN Neunkirchen)

 

Ottweiler

 

Ludwig-Jahn-Bad

 

Heute verfügt das Bad über ein Schwimmerbecken mit 25-Meter-Bahn und ein "Attraktionsbecken" mit 60- Meter-Riesen-Rutsche sowie Elefanten-Kinder-Rutsche, und ein Kinderplanschbecken mit Breitrutsche und Wasserpilz.

 

Die Bilder sind etwa aus dem Jahr 1950.

 

 

 

 

 

Püttlingen

 

 

 

Das alte Püttlinger Schwimmbad (Bild links) wurde 1932 auf die private Initiative von Josef Müller hin erbaut, dem damaligen Gastwirt der Bahnhofsgaststätte. Man gelangte zu dem Bad, wenn man von der Bahnhofstraße am Gasthaus Müller in den Schlenderweg einbog. Heute ist dort die Straße Zum Alten Schwimmbad.

 

1957 übernahm die Gemeinde Püttlingen das Freibad. Sie gönnte ihm gegen Ende der Sechziger-Jahre eine gründliche Renovierung und Erweiterung. Es verfügte nun über ein Sportbecken mit acht Bahnen, ein Sprungbecken und ein Nichtschwimmerbecken (s. Bilder unten).

 

Als 1987 das Püttlinger Trimmtreff mit Hallen- und kleinem Freibad eröffnet worden war, hat man das alte Püttlinger Schwimmbad leider schließen müssen. Nach 2001 wurde dessen Gelände in ein Baugebiet für Wohnhäuser umfunktioniert.

 

(Infos und Bilder: Stadt Püttlingen)

 

 

Quierschied

 

 

 Dies ist ein sehr frühes Foto vom                  

 

         Schwimmbad Im Herrengrund,            

 

                Quierschied                                     

 

                     (Bild von einer alten Postkarte)

 

Rehlingen-Siersburg

 

Hessmühle

 

An der Hessmühle in Rehlingen-Siersburg war ein wunderbares nostalgisches Freibad. Es hatte am südlichen Ufer einen flachen Badestrand, ideal für kleine Kinder, und im Schwimmer-Bereich am nördlichen Ufer einen überdachten Badesteg, der wohl noch aus den 20er-Jahren stammte.

 

Mitte der 70er-Jahre ist ein großer Teil der Hessmühle abgebrannt. Das Feuer brach im Pferdestall aus, wobei mit Ausnahme von einem armen Wallach, der später im Reitverein Dillingen eine Bleibe fand, alle Pensionspferde ums Leben kamen. Als die Hessmühle dann wieder eröffnete, gab es keinen Pferdestall und auch kein Freibad mehr - nur noch die Gaststätte.

 

 (Text links: Gabriel Peifer; das Bild "Hessmühle mit Schwimmbad" ist von einer alten Postkarte)

 

Saarbrücken       

 

1) Schwarzenbergbad  oder "Totobad"  

 

Das heutige Schwarzenbergbad auf dem Saarbrücker Rotenbühl wurde von den beiden Architekten Albert Dietz und Bernhard Grohe geplant und im Jahr 1959 als "eine repräsentative Pflegestätte edlen sportlichen Wettstreits"

im St. Johanner Stadtwald erbaut.

 

Wegen der großzügigen finanziellen Unterstützung der Saarland Sporttoto GmbH (sie schenkte der Stadt dafür fünf Millionen DM) wird es im Volksmund noch heute "Totobad" genannt.

 

Bild rechts: Eröffnung am 1. Mai 1959. Der halbfertige Sprungturm (im Bild unten zu sehen) ist noch eingerüstet und trägt den Richtkranz und das Fußballtoto-Glücksblatt.

 

 

 

< Gesamtansicht: links oben der Pavillon für Erfrischungen und Getränke (siehe kleines Bild unten) darunter die Schwimmbecken; rechts der Eingangsbereich und dazwischen die Liegewiesen.

Foto links: Azur-Luftbild; oben: Mittelstaedt

Seitdem verbringen unzählige Schwimmfreunde aus Saarbrücken und Umgebung viele schöne Sommertage in diesem größten (heute 70.000 m²) und bekanntesten Freibad der Stadt Saarbrücken. Zahlreiche Badegäste kommen auch aus den grenznahen Gemeinden jenseits der französischen Grenze hierher.

 

Das Totobad verfügt über mehrere Schwimmbecken und eine ausgedehnte Grünfläche, ein Restaurant, eine Minigolfanlage, einen Kleinkinderspielplatz und viele andere Attraktionen. So ist es schon Ende der 50er-Jahre zu einem beliebten Treffpunkt für Sonnenanbeter und Wasserratten jeden Alters geworden.

 

 

Foto oben und rechts: Landesarchiv Saarbrücken. Presse-Foto-Actuelle

 

 

2) Deutschmühlenbad

 

 

   

    

 

 

Dieses Saarbrücker Freibad lag im Deutschmühlental und reichte vom Gelände des heutigen Calypso-Bades bis fast zum unteren Eingang der späteren Deutsch-Französischen Gartenschau (DFG; heute Deutsch-Französischer Garten).

 

Das Bad wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg gegründet und existierte bis 1988. Es verfügte u.a. über ein riesiges Sportbecken (im Bild oben im Hintergrund zu sehen). Die beiden Bilder links zeigen es in den späten 30er-Jahren, rechts oben sehen wir es in den 50ern (oder frühen 60ern).

 

(Die beiden Fotos oben sind von H. P. Mensch, Saarbrücken, das Bild links hat Ernst Becker aus Heckendalheim ausgegraben.)

 

3) Schwimmbad auf dem Gelände des "Ruderclub Saar"   (nach einer Mitteilung von Dr. Dietrich Arbenz)

 

In Saarbrücken gab es in der Alleestraße auf dem Gelände des "Ruderclubs Saar", der auch eine recht mitgliederstarke Tennisabteilung hatte, ein kleines, gut frequentiertes Schwimmbad. Auch wenn es nur für Mitglieder nutzbar war, so erfreute es sich doch allgemeiner Beliebtheit, und es heißt, so mancher wäre dort nur Mitglied geworden, um das Freibad benutzen zu können. Viele Kinder haben in ihm unter Anleitung des Schwimmlehrers Mettel schwimmen gelernt. 

 

              4) Dieses kleine Planschbecken am Saarufer...

     

              ... gehörte möglicherweise zum Schwimmschiff

              "Vaterland" - siehe unsere Seite Schwimmsport,

               unter b) SV 08, im Abschnitt "1948 bis 1960".

 

                    (Danke für das Foto an François Touret)      

 

5) Schwimmschiff

 

Dieses Schiff lag am Ufer der Saar etwa in Höhe des

 

Saarlouis  

 

 

Freibad am Stadtgraben

 

Das Foto zeigt das Bad im Sommer 1955, das 1934 eröffnet worden.

Sein Becken lag im Hauptgraben des Hornwerks.

Es wurde leider 2005 geschlossen und danach abgerissen

 

(Foto rechts - aus unbekannter Quelle)

   

 

St. Ingbert  

 

 

Altes Freibad  (oben links)

 

Das Alte Freibad im Mühlwald war bis 1956 in Betrieb, als auf demselben Gelände, aber etwas versetzt, das neue Freibad Mühlwaldsiedlung erstanden war:

 

 

Freibad Mühlwaldsiedlung (beide Bilder rechts)

 

Im Juni 2000 wurde - wiederum etwas versetzt - das heutige Freibad eröffnet. Das neue Hallenbad  wurde unter dem Namen "das blau" an der Stelle des Freibades von 1956 errichtet und 2005 eröffnet.

(Danke an Heiner Theobald für seine Mitteilungen zu dem Bad!)

 

St. Wendel

 

 

Das alte Wendelinus-Bad war 1926 erstellt worden. In den 60er-Jahren hat man es umgebaut und erweitert (siehe Bilder).

 

2014/15 wurde es wieder um- und ausgebaut, man hat die Becken erneuert und die Anlage auf Vordermann gebracht. Die alte Rutsche, die man auf den beiden Bildern rechts sieht, ist jetzt gegen eine neue Riesen-Rutsche von Aquarena ausgetauscht worden.

 

Vielen Dank für die Fotos an Elmar Landwehr!

 

Auf dem kleinen Bild unten sehen wir den hinteren Teil des großen Beckens mit den Sprungbrettern. Das Bild rechts zeigt dasselbe Becken von der anderen Seite aus gesehen.

 

 

 

Sulzbach

 

Die Stadt Sulzbach eröffnete 1924 bei Neuweiler ein Freibad und versprach den Einwohnern von Altenwald und Hühnerfeld, ihnen ein eigenes Schwimmbad zu bauen. Dieses Vorhaben konnte sie aber wegen finanzieller Engpässe nicht verwirklichen. Stattdessen durfte der Unternehmer Max Baum 1934 im Ruhbachtal auf einem Gelände, das der Stadt gehörte, ein privates Schwimmbad errichten, das schon ein Jahr später fertiggestellt wurde.

 

1952 übernahm die Stadt Sulzbach das Bad in ihren Besitz. Die Becken wurden ursprünglich mit Wasser befüllt, das aus einem Brunnen im Ruhbachtal kam. Um dieses ständig kalte Wasser wenigstens ein wenig durch Sonnenenergie anzuwärmen, hatte der Bademeister Helmut Prinz die Idee, es vor seiner Einleitung in die Becken durch ein Rohrsystem zu führen, das man auf dem Dach der Umkleidekabinen verlegte. Da das Brunnenwasser stetig zufloss, brauchte man sich keine Sorgen darum zu machen, dass es immer frisch war. Allerdings wurde der Wasserzufluss im Laufe der Jahre immer geringer, und die Kosten für den Ankauf von Fremdwasser stiegen immer höher. Außerdem hätten die veralteten Hygieneanlagen dringend erneuertwerden müssen. Aus diesen Gründen beschloss der Stadtrat Mitte der 1990er-Jahre, das Ruhbachbad zu schließen. Heute befindet sich an seiner Stelle nur noch ein kleiner Weiher.

 

(Infos zu diesem Text und das Foto haben wir der Website der Stadt Sulzbach entnommen.)

 

Überherrn - Bisten

 

 

Das Parkbad  Überherrn-Bisten wurde 1957 eröffnet und liegt heute zwischen dem Clasenweg und der Straße Am Kulturhaus.

 

 

Die Bilder rechts wurden aus alten Bild-Postkarten entnommen.

 

Das Bild unten ist von einer alten Postkarte etwa aus dem Jahr 1950 (danke an H.P.Mensch)

                           

 

 

  

 

Völklingen  (Text von Karl Presser)  

 

Freibad "Am Stadion" im Köllerbachtal

 

Erbaut 1913 von der Gemeinde, wurde das Völklinger Freibad 1933 nach Umbau und Erweiterung an den Schwimmverein 09 in Verwaltung gegeben. Für den Bademeister wurde in der Nähe sogar eigens ein Wohnhaus errichtet.

 

Vorhanden waren ein Planschbecken an Stelle des ursprünglichen Schwimmbeckens und ein neues 50m-Sportbecken mit acht Bahnen sowie Ein-Meter- und Dreieinhalb-Meter-Sprungbrett. Die Wassertiefe betrug 1,80 bis 4,50 m. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bad von der Stadt betrieben. Vereine, auch der Schwimmverein, waren in dieser Zeit ja zunächst verboten. In den 50er-Jahren wurde ein weiteres Becken gebaut, und zwar als Nichtschwimmerbecken. Wegen seiner Form erhielt es den Namen "Nierenbecken" (siehe hinten rechts im ersten Bild).

 

Es war damals die Attraktion für Jugendliche. Die Wassertiefe betrug maximal 1,50 m. Damit war das Becken bestens zum Herumtoben geeignet - natürlich unter den wachsamen Augen der Bademeister. Die Wasserfläche von fast 1000 Quadratmetern war nur um 20 Prozent kleiner als die des Sportbeckens; allerdings wurde das Wasser des Nierenbeckens bei Sonnen- einstrahlung wegen der geringeren Wassertiefe viel schneller warm.

 

Die sommerliche Leibesertüchtigung für die schwimmkundigen Schüler des Realgymnasiums fand, auch bei nur 16 Grad Wassertemperatur, grundsätzlich im Sportbecken statt. Sehr zum Leidwesen der Gymnasiasten blieb hingegen den Schülerinnen des nahegelegenen, neu erbauten Lyzeums das Schwimmen während ihres Sportunterrichts weitestgehend versagt. Sie konnte man an heißen, freien Nachmittagen dafür im warmen Wasser des Nierenbeckens antreffen.

 

Eine Umwälzanlage gehörte schon früh zur technischen Ausrüstung. Erst ab 1971 konnte das Wasser vorgewärmt werden. Auch heute noch ist das Bad, zum Spaß- und Freizeitbad umgebaut, weiter in Betrieb. Vielen Dank für das 2. Bild an Bernhard Metzen!

 

 

Wallerfangen

 

Freibad Am Blauloch

 

2018 feierten die Wallerfanger das 50-jährige Bestehen ihres Freibads, das 1968 eröffnet wurde. Es verfügt über ein 50m-Schwimmer- Becken und ein noch größeres sogenanntes Mehrzweckbecken. Dieses ist vorne für Nichtschwimmer vorgesehen und wird weiter hinten nach einer Absperrung tiefer.

 

Das Bad verfügt über ein Sprung- und ein Plansch-Becken und eine 18.000 m² große Liegewiese. Man hat von dem Bad aus eine wunderschöne Aussicht auf den Hansenberg.

 

Danke an Johannes Paul für Infos!

 

Weiskirchen  (von Stefan Haas)

 

 

 

Das erste öffentliche Freibad wurde in Weiskirchen im Jahre 1939 gebaut und eröffnet. Bis zu diesem Zeitpunkt diente im Sommer der gestaute Holzbach im Holzbachtal als Badegelegenheit, aber auch das Wehr der Köllenbruchmühle.Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Bad gründlich renoviert werden, bevor es dann Ende der 50er-Jahre wieder für den öffentlichen Badebetrieb freigegeben wurde.

 

Im November 1957 wurde im Gemeinderat eifrig um das Schwimmbad diskutiert. Das Bad in der Nähe von Jugendherberge und Schullandheim war in den vorausgegangenen Jahren stark vernachlässigt worden, wohl auch weil man insgeheim einen Neubau im Ortszentrum im Zuge des Sportplatz-Neubaus plante. Das alte Bad war marode, galt als undicht und war daher nie ganz mit Wasser gefüllt; es hätte dringend modernisiert werden müssen. Dies hätte bis zu 30 Mio. Frs. gekostet.

Es tauchte zwar in jedem Haushaltsplan der Gemeinde auf, doch das dafür vorgesehene Budget wurde schließlich immer anderweitig verplant und ausgegeben.

 

Aber ein Neubau im Brühl wäre noch kostenintensiver gewesen. Gemeinderatsmitglied Franz Luy - er war Architekt und gehörte auch zum DLRG-Vorstand - erhielt vom Gemeinderat den Auftrag,den Neubau zu planen. Er legte natürlich auch großen Wert auf Wettkampfmöglichkeiten und dafür notwendige Mindestmaße des Beckens.

 

 

 

Einige Teenager tummeln sich zu Beginn der 50er-Jahre im

Weiskircher Schwimmbad. Sie gehörten dem Jahrgang 1938 an.

 

Schließlich wurde das Bad modernisiert und im Jahre 1964 nach umfassenden Renovierungsarbeiten wieder eröffnet (Bild unten). Weil keine Mindestmaße hinsichtlich Wettkampfrichtlinien eingehalten wurden, war es offiziell nur ein „Badeweiher“. Er wurde etwa 30 Meter hinter dem alten Becken errichtet. Dieses dient seitdem nach einigen Modifikationen als Vorwärmbecken für den neuen Badeweiher. Die Holzbaracke, die man in der Mitte des ersten Fotos oben sieht, ist einem Planschbecken und einer Liegewiese gewichen.

 

 

 

 

 

 

Bild rechts: 1964 - der neue Badeweiher ist eröffnet. Das Kinderplanschbecken fehlt noch, und auch die Umkleidekabinen

sind noch im Bau. (Foto: SZ 1964)

 

 

 

 

 

 

Bilder oben:

Franz-Josef Willems, Weiskirchen, und Inge Theobalt, Rappweiler

 

 

 


Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 25.10.2019

 

 

 

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