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Schwimmsport im Saarland  - Teil c) Freibäder

 

 


 

 Zum Thema Schwimmen finden Sie derzeit folgende drei Kapitel auf Saar-Nostalgie:

 

 a) "Saarspektakel" in den 50er-Jahren     b) Der Schwimm-Verein SV08 Saarbrücken     c) Freibäder (diese Seite)

 


 

 

c) Freibäder  (Öffentliche Schwimmbäder)

 

 

Die Bäder sind in alphabetischer Reihenfolge der Städte und Gemeinden aufgeführt. Folgende Orte sind bisher berücksichtigt:

 

Altenkessel - Altenwald - Dillingen - Dudweiler - Ensdorf - Fenne - Fischbach - Geislautern - Heinitz - Holz - Klarenthal - Merzig - Ottweiler - Püttlingen - Quierschied - Neunkirchen - Rehlingen-Siersburg - Saarbrücken - Saarlouis - St. Ingbert - Sulzbach - Überherrn - Völklingen - Wallerfangen - Weiskirchen

 

Zur Ergänzung suchen wir weitere Bilder und Infos von saarländischen Freibädern, möglichst aus den 40/50/60er-Jahren! (> Kontakt)

 


 

Erinnerungen ans "Schwimmengehen" in den 50er-Jahren rund um Neunkirchen  (von Rainer Freyer)   

 

Ganz am Anfang, wenige Jahre nach dem Krieg, fuhren unsere Eltern gerne mit uns per Straßenbahn zum Heinitzer Weiher. Wenn wir später in den 50ern (meist ohne unsere Eltern) schwimmen gehen wollten - in dieser Zeit war es im Hochsommer meistens viele Wochen lang sehr heiß! - hatten wir die Wahl: Kasbruchbad oder Lakaienschäferei. Da wir am unteren Hüttenberg wohnten, war es für uns zur "Lakai" etwas näher. Aber wir mussten trotzdem über eine gute halbe Stunde laufen, um über den Oberen Markt und am Heusnersweiher vorbei auf die Scheib und dann weiter zum Schwimmbad zu kommen. Zum Kasbruch brauchten wir noch etwa eine gute Viertelstunde länger. Bis zur Scheib (bzw. zum Steinwald) hätten wir auch mit der Straßenbahn fahren können, aber dafür reichte unser Taschengeld damals leider nicht aus. Etwas später konnten wir mit unseren Rädern in die Schwimmbäder fahren.

 

Wenn es richtig warm war, herrschte in den Bädern immer viel Betrieb, besonders in den Nichtschwimmerbecken. Im Kasbruch habe ich schwimmen gelernt, aber ein, zwei Jahre lang konnte ich nur auf dem Rücken schwimmen, bis ich endlich auch das Brustschwimmen raus hatte. Später habe ich dort zuerst mein Frei- und etwas später das Fahrtenschwimmer-Abzeichen erworben (siehe Seite Dokumente unter Punkt 9).

 

Gegen Ende der 50er-Jahre, also in unserer Teenagerzeit, konnten wir aus den Kofferradios, die einige Besucher schon mitgebracht hatten, im Schwimmbad Musik hören. Anfangs war meistens noch Radio Saarbrücken eingeschaltet, aber später erklang fast nur noch das deutsche Programm von Radio Luxemburg aus den Lautsprechern; von 1958 an lauschten wir auf der Liegewiese ab 17 Uhr der damals neu eingeführten Hitparade mit Camillo (Felgen)!

 

Der Rückweg aus dem Schwimmbad ist mir noch gut in Erinnerung - wenn wir gegen Abend todmüde nach Hause trotteten. Meist hatten wir etwas Sonnenbrand auf dem Rücken, so etwas wie Sonnenschutzmittel kannten wir anfangs nicht; erst später gab uns unsere Mutti ein bisschen Nivea zum Eincremen mit... Essen oder Getränke im Schwimmbad zu kaufen, war viel zu teuer, aber wir hatten meist eine Kleinigkeit von zu Hause mitgebracht. Bald hatte ein cleverer Wirt fast am höchsten Punkt von Neunkirchen oben auf der Scheib eine tolle Idee: Er bot uns müde heimkehrenden Kindern eine wunderbare Erfrischung an. Nur 10 Francs kostete ein Glas mit kühlem Wasser (aus der Leitung!) und etwas köstlichem Waldmeistersirup darin... und wir liebten es!

 



 

 Altenkessel  -  in Kürze hier!

 

Altenwald

 

Das Schwimmbad im Ruhbachtal hatte der Geschäftsmann Max Baum aus Altenwald 1935 in einem Weiher erbaut, den zeitweilig auch die Brauerei Walsheim als Eisweiher nutzte.

 

Dieses Ruhbachbad wurde mittels eines permanenten Wasser- durchlaufs aus dem Ruhbach alimentiert und enthielt dementsprechend ziemlich kaltes Badewasser, das aber von hoher Qualität war. - In letzter Zeit ist das Bad renaturiert worden. Das angrenzende Gasthaus Bayrischzell ist noch heute ein beliebtes Wanderer- und Ausflugsziel.

 

Foto von 1962 (Altenwalder Dorfkalender 2016 der Dorf-Interessengemeinschaft Altenwald). Vielen Dank an Werner Klee und Norbert König für ihre Infos!

 

Dillingen    

 

Gabriel Peifer berichtet:

In den 20er/30er-Jahren gab es das erste Schwimmbad in Dillingen, das ich natürlich nur aus den Erzählungen meiner Vorfahren kenne. Es lag an einem Seitenarm (dem sogenannten "toten Arm") der Prims und verfügte über einen kleinen Sprungturm. In der Nachkriegszeit wurde es 1958 ersetzt durch das heutige Dillinger Freibad an der Steinritsch, das neben weitläufigen Liegewiesen auch über ein Planschbecken mit einer kleinen gefliesten Insel und einer sprudelnden Quelle verfügte, sowie über ein Nichtschwimmerbecken mit zwei Rutschbahnen (die so manche Badehose zerissen), ein Schwimmerbecken, dessen Ausmaße internationalen Wettbewerben genügten, und ein gesondertes Sprungbecken mit einem 10 Meter hohen Sprungturm. Später kam noch ein Hallenbad hinzu.

   

 

Dudweiler

 

Das ursprünglich aus einem natürlichen Quellfluss gespeiste „Licht-, Luft- und Sonnenbad“ wude 1924 von der damaligen Großgemeinde Dudweiler - damals schon das größte Dorf Europas mit annähernd 28.000 Einwohnern - unter Bürgermeister Otto Jost im Bereich des Wald- und Wiesengeländes am Endpunkt der St. Ingberter Straße gebaut.

 

Es hatte sich als Licht-, Luft- und Sonnenbad bis in die Jahre des 2. Weltkrieges den Ruf bewahrt, zu den schönsten Freibädern der näheren und weiteren Umgebung zu gehören. Die in sich abgeschlossene Anlage mit weiträumigen Liegeflächen, einem schattigen 1 ha großen Waldgelände, schönem Badebecken, Pergola und Trinkhalle sowie einer Anzahl von Umkleidekabinen machte auf die Besucher immer den besten Eindruck. Die einmalig schöne Lage im Winterbachtal rundete das gute Gesamtbild ab.

 

 

In den 1950er- und 60er-Jahren musste man feststellen, dass die Anziehungskraft des Freibades aufgrund des Baus neuer Bäder in der näheren Umgebung zurückging, was sich auch auf die Besucherzahlen auswirkte.

 

           

Außerdem entsprachen die Technik und die Anordnung der Schwimmbecken nicht mehr den damaligen Anforderungen. Deshalb wurde das Freibad 1967 von Grund auf renoviert. 2014 feierte es sein 90-jähriges Bestehen.

 

Aufgrund seiner Lage und Ausstattung war das Freibad weit über die Gemeindegrenzen hinweg bekannt und beliebt. Unzählige Kinder aus Dudweiler und Umgebung lernten hier das Schwimmen.

 

Manche Liebschaft nahm hier Ihren Anfang auf der oberen Liegewiese, die deshalb auch scherzhaft „Liebeswiese“ genannt wurde.

 

 

(Dieser Text entstand nach Angaben von der Gemeinde Dudweiler und http://www.saarbruecker-baeder.de/baeder/freibad_dudweiler)

 

 

Ensdorf  

 

 

(Text u. Bild aus einer Veröffentlichung des Automobilclubs Saar aus den 50ern)   

 

 

 

Fenne

 

Schwimmbecken der Bergmännischen Berufsschule

 

Dieses Bad ist nahezu vergessen. Es war nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und wurde ausschließlich für den obligatorischen Sportunterricht der Berg-Schüler benutzt. Es lag am Ende des Sportplatzes der Schule (siehe Foto) unmittelbar an der Eisenbahnunterführung der Saarbrücker Straße und einer Zufahrt zu den Saarwiesen unter dem Anschlussgleis des Kraftwerks Fenne hindurch.

 

Das Foto ist aus dem Jahr 1950. Damals wurde die Bergmännische Berufsschule gerade eingeweiht; man sieht sie im Hintergrund. (Text: Karl Presser)

 

 

Fischbach

 

Über kein Freibad haben wir so viele Infos gefunden oder erhalten wie über das Fischbachbad! Eine vorläufige Stoffsammlung dazu finden Sie unten auf dieser Seite (unterhalb von "Weiskirchen"). Sie soll demnächst zu einem "Ganzen" zusammengefügt werden.

 

 

Geislautern

 

Das Freibad im Eberbachtal wurde 1934 eröffnet. Es hatte ein 50m-Sportbecken mit sechs Bahnen. Auf der einen Schmalseite befanden sich die Startblöcke und ein Ein-Meter- und ein Dreieinhalb-Meter-Sprungbrett. Nur durch eine Mauer getrennt, schloss sich daran unmittelbar ein um acht Meter schmaleres Nichtschwimmerbecken an.

 

Geislautern gehörte bereits ab 1937 zur Stadt Völklingen. Das Schwimmbad wurde 1987 geschlossen und 1992 verfüllt. Die damals angelegten Tennisplätze befinden sich heute noch dort.   (Text: Karl Presser; Foto oben rechts: Torsten Gatzke)   

 

 

 Heinitz

 

 

 

1) Das wahrscheinlich kleinste öffentliche Freibad des Saarlandes ist das Freibad Neunkirchen-Heinitz in der Moselschachtstraße. Es wurde 1949 erbaut und steht als Nachkriegsbau unter Denkmalschutz. Es enthält ein Kombibecken mit den Ausmaßen 25 x 12,5 m, ein Planschbecken und einen Spiel- sowie einen Basketballplatz. (Foto: G. Peifer)

 

2) Heinitzer Weiher  (Bericht und Fotos folgen)

Holz  

 

Klaus Roth berichtet:

 

Auf der Suche nach "verschollenen" Schwimmbädern bin ich anhand eines Luftbildes von 1953 auf ein solches in der Gemeinde Holz gestoßen. Es befindet sich am unteren rechten Bildrand und war etwa 25x14 Meter groß.

 

Zwischen der links oben zu erkennenden Saarstraße und dem Bad verläuft heute die Autobahn. In Recherche zu einem Pressebericht habe ich in den 90er-Jahren die Überbleibsel des Bades aufgesucht und tatsächlich eine betonierte Ecke gefunden. Der Rest befindet sich wahrscheinlich unter dem alten Holzer Schuttplatz.

 

Klarenthal

 

  

 

 

Fotos oben: Torsten Gatzke

 

Wer kann uns Infos oder Berichte über dieses Schwimmbad zur Verfügung stellen?

 

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Auf der Website www.opencaching.de fanden wir dieses Foto (Bild rechts; danke an Stefan Haas!).

 

Es zeigt das Schwimmbad "Am Bruch" Klarental.

 

mit folgendem Text: "Bis Mitte der 40er-Jahre befand sich hier ein Naturwasser-Schwimmbad. Gespeist wurde das Schwimmbad aus einem kleinen Bach, dem Gehlenbach."

 

Ob es auch nach dem Krieg noch benutzt wurde, ist uns nicht bekannt. Wer weiß etwas darüber?

(Dieses Bild steht unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND 3.0 DE) 

 

Carmen Manderscheid teilt dazu mit: Als es1932 eröffnet wurde, war es mit 150 x 50 Metern das größte Schwimmbecken an der Saar! In dem 2015 erschienenen Bildband "Klarenthal und Krughütte im Wandel der Zeit" sind mehrere Bilder und ein SZ-Artikel über die Einweihung abgedruckt. Zu der Frage, ob es nach dem 2. Weltkrieg noch genutzt wurde: Leider nein! Es wurde während des Krieges zerstört.

 

Merzig  

 

 

Strandbad "Heilborn"

 

 

Das Freibad Heilborn wurde 1935 errichtet. Das erste Bild und der nachfolgende Text stammen aus dem Jahr 1953.

 

 

  

 

 

Das zweite Bild wurde von der anderen Ecke des Beckens aufgenommen und ist wahrscheinlich einige Jahre jünger als das obere.

 

 

Neunkirchen  

 

 

a) Prießnitzbad (oder Lakaienschäferei bzw.

          Volkssonnengarten)  von 1935 bis 2011

 

Vincenz Prießnitz (1799 – 1851) aus Schlesien war ein autodidaktischer Naturheiler. Er gilt als Erneuerer der Kaltwasserkur und machte mit seinen Wasserkuren und Luftbädern die Hydrotherapie populär.

 

1931 wurde dem Neunkirchener "Prießnitz-Verein für naturgemäße Lebens- und Heilweise" das Gelände "an der Schäferei" zur Errichtung eines Licht-, Luft- und Sonnenbades verpachtet. Das 4,2 Hektar große Gelände erhielt die offizielle Bezeichnung "Volkssonnengarten".

 

 

Mit Hilfe von Wünschelrutengängern wurde eine ertragreiche Wasserader aufgespürt; die Bohrung erbrachte einen Brunnen, der Brausen und ein Planschbecken mit Wasser versorgte. 1933 baute man ein Schwimmbecken, 1935 konnte das Licht-, Luft- und Sonnenbad eröffnet werden. Das Becken hatte die Ausmaße 32 x12 m und eine Tiefe von 1,80 m. Das Bad stand nicht nur Vereinsmitgliedern, sondern auch der Bevölkerung zur Verfügung. 1936 errichtete der Verein ein Wirtschaftsgebäude mit Umkleidehalle und Vereinszimmer.


Während des 2. Weltkrieges ruhte der Vereinsbetrieb, das Bad wurde von der Stadt betrieben. 1948 nahm der Verein seine Tätigkeit wieder auf. 1957 errichtete er eine Sauna im Unteren Friedhofsweg, die bis 2013 geöffnet war. 1968 wurde ein kleiner Campingplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Prießnitzbad errichtet, der noch heute in Betrieb ist. Der Bäderbetrieb musste Ende 2011 eingestellt werden. Campingplatz, Kneippanlage und Grillhütte an der Lakaienschäferei stehen der Öffentlichkeit weiterhin zur Verfügung.

 

Diesen Text haben wir nach Angaben in dem Artikel "Prießnitz-Bad und Volkssonnengarten" im Stadtmagazin "es Heftche" erstellt. Siehe dessen Website (nk.es-heftche.de): Das Foto oben rechts stammt von einer alter Postkarte.

(Danke an den HVSN Neunkirchen)

 

 

b) Kasbruchbad Neunkirchen

 

Dieses riesengroße Bad war mitten im Steinwald gelegen. Ab etwa 2009 wies es leider erhebliche Mängel auf. Da es in einem Gewässerschutzgebiet lag, musste es im September 2009 geschlossen werden.

 

Wer kann uns weitere Bilder und Infos über die beiden alten Neunkircher Freibäder zur Verfügung stellen? 

Die Fotos sind aus d. Jahr 1956 (HVSN Neunkirchen)

 

 

Ottweiler

 

 

Ludwig-Jahn-Bad

 

Die Bilder sind etwa aus dem Jahr 1950.

 

Heute verfügt das Bad über ein Schwimmerbecken mit 25-Meter-Bahn und ein "Attraktionsbecken" mit 60- Meter-Riesen-Rutsche sowie Elefanten-Kinder-Rutsche, und ein Kinderplanschbecken mit Breitrutsche und Wasserpilz.

 

 

 

 

 

 

Püttlingen

 

Das alte Püttlinger Schwimmbad (Bild rechts) wurde 1932 auf die private Initiative von Josef Müller hin erbaut, dem damaligen Gastwirt der Bahnhofsgaststätte. Zum Bad kam man, wenn man von der Bahnhofstraße am Gasthaus Müller in den Schlenderweg einbog. Heute ist dort die Straße Zum Alten Schwimmbad.

 

1957 übernahm die Gemeinde Püttlingen das Freibad. Sie gönnte ihm gegen Ende der Sechziger-Jahre eine gründliche Renovierung und Erweiterung. Es verfügte nun über ein Sportbecken mit acht Bahnen, ein Sprungbecken und ein Nichtschwimmerbecken (s. Bilder unten).

 

Als 1987 das Püttlinger Trimmtreff mit Hallen- und kleinem Freibad eröffnet worden war, hat man das alte Püttlinger Schwimmbad leider schließen müssen. Nach 2001 wurde das Gelände des alten Püttlinger Schwimmbades in ein Baugebiet für Wohnhäuser umfunktioniert.

(Infos und Bilder: Stadt Püttlingen)

 

 

Quierschied

 

 

 

Dies ist ein sehr altes Foto vom        

 

Schwimmbad Im Herrengrund,        

 

Quierschied        

 

 

 

 

 

Rehlingen-Siersburg

 

Hessmühle

 

An der Hessmühle in Rehlingen-Siersburg war ein wunderbares nostalgisches Freibad. Es hatte am südlichen Ufer einen flachen Badestrand, ideal für kleine Kinder, und im Schwimmer-Bereich am nördlichen Ufer einen überdachten Badesteg, der wohl noch aus den 20er-Jahren stammte.

 

Mitte der 70er-Jahre ist ein großer Teil der Hessmühle abgebrannt. Das Feuer brach im Pferdestall aus, wobei mit Ausnahme von einem armen Wallach, der später im Reitverein Dillingen eine Bleibe fand, alle Pensionspferde ums Leben kamen. Als die Hessmühle dann wieder eröffnete, gab es keinen Pferdestall und auch kein Freibad mehr - nur noch die Gaststätte.

 

(Text: Gabriel Peifer; Bild "Hessmühle mit Schwimmbad" von einer alten Postkarte)

 

 

 

Saarbrücken       

 

 

 

1) Schwarzenbergbad oder "Totobad"

 

Bild rechts: Eröffnung 1959

 

Das Schwarzenbergbad auf dem Saarbrücker Rotenbühl wurde im Jahr 1959 von den Architekten Albert Dietz und Bernhard Grohe geplant und durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Saarland Sporttoto GmbH als "repräsentative Pflegestätte edlen sportlichen Wettstreits" finanziert. Deshalb wird es im Volksmund bis heute "Totobad" genannt.

 

Seitdem verbringen unzählige Schwimmfreunde aus Saarbrücken und Umgebung viele Sommertage in diesem größten und bekanntesten Freibad der Stadt Saarbrücken. Es kommen aber auch zahlreiche Badegäste aus grenznahen Gemeinden jenseits der französischen Grenze hierher.

 

Das Totobad verfügt über mehrere Schwimmbecken und eine ausgedehnte Grünfläche, eine Minigolfanlage, einen Kleinkinderspielplatz und viele andere Attraktionen. So ist es schon Ende der 50er-Jahre zu einem beliebten Treffpunkt für Sonnenanbeter und Wasserratten jeden Alters geworden.

 

 

Foto: Landesarchiv Saarbrücken. Presse-Foto-Actuelle

 

2) Deutschmühlenbad

 

 

 

 

 

Dieses Saarbrücker Freibad lag im Deutschmühlental und reichte vom Gelände des heutigen Calypso-Bades bis fast zum unteren Eingang der späteren Deutsch-Französischen Gartenschau (DFG; heute Deutsch-Französischer Garten).

 

Das Bad wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg gegründet und existierte bis 1988. Es verfügte u.a. über ein riesiges Sportbecken (im Bild oben im Hintergrund zu sehen). Die beiden Bilder links zeigen es in den späten 30er-Jahren, rechts sehen wir es in den 50ern (oder frühen 60ern).

 

(Die beiden Fotos oben sind von H. P. Mensch, Saarbrücken, das Bild links hat Ernst Becker aus Heckendalheim ausgegraben.)

 

3) Schwimmbad auf dem Gelände des "Ruderclub Saar"

    (mitgeteilt von Dr. Dietrich Arbenz)

 

In Saarbrücken gab es in der Alleestraße auf dem Gelände des "Ruderclubs Saar", der ja auch ein recht mitgliederstarker Tennisclub war, ein kleines, gut frequentiertes Schwimmbad. Auch wenn es nur für Mitglieder nutzbar war, so erfreute es sich doch allgemeiner Beliebtheit, und es heißt, so mancher wäre dort nur Mitglied gewesen,um das Freibad benutzen zu können. Ich selbst habe in ihm unter Anleitung des Schwimmlehrers Mettel schwimmen gelernt.

 

 

4) Dieses kleine Planschbecken am Saarufer...

 

 

... gehörte möglicherweise zum Schwimmschiff "Vaterland" - siehe unsere

Seite Schwimmsport, unter b) SV 08, im Abschnitt "1948 bis 1960".

 

(Danke für das Foto an François Touret)       

 

      

Saarlouis  

 

Freibad am Stadtgraben

 

Das Foto zeigt das Bad im Sommer 1955.

 

Es war 1934 eröffnet worden.

Sein Becken lag im Hauptgraben des Hornwerks.

 

(Foto rechts - aus unbekannter Quelle)

   

 

 

St. Ingbert  

 

 

 

Altes Freibad  (oben links)

 

Das Alte Freibad im Mühlwald war bis 1956 in Betrieb, als auf demselben Gelände, aber etwas versetzt, das neue Freibad Mühlwaldsiedlung erstanden war:

 

Freibad Mühlwaldsiedlung (beide Bilder rechts)

 

Im Juni 2000 wurde - wiederum etwas versetzt - das heutige Freibad eröffnet. Das neue Hallenbad  wurde unter dem Namen "das blau" an der Stelle des Freibades von 1956 errichtet und 2005 eröffnet.

 

(Danke an Heiner Theobald für seine Mitteilungen!)

 

Sulzbach

 

Die Stadt Sulzbach eröffnete 1924 bei Neuweiler ein Freibad und versprach den Einwohnern von Altenwald und Hühnerfeld, ihnen ein eigenes Schwimmbad zu bauen. Dieses Vorhaben konnte sie aber wegen finanzieller Engpässe nicht verwirklichen. Stattdessen durfte der Unternehmer Max Baum 1934 im Ruhbachtal auf einem Gelände, das der Stadt gehörte, ein privates Schwimmbad errichten, das schon ein Jahr später fertiggestellt wurde.

 

1952 übernahm die Stadt Sulzbach das Bad in ihren Besitz. Die Becken wurden ursprünglich mit Wasser befüllt, das aus einem Brunnen im Ruhbachtal kam. Um dieses ständig kalte Wasser wenigstens ein wenig durch Sonnenenergie anzuwärmen, hatte der Bademeister Helmut Prinz die Idee, es vor seiner Einleitung in die Becken durch ein Rohrsystem zu führen, das man auf dem Dach der Umkleidekabinen verlegte. Da das Brunnenwasser stetig zufloss, brauchte man sich keine Sorgen darum zu machen, dass es immer frisch war. Allerdings wurde der Wasserzufluss im Laufe der Jahre immer geringer, und die Kosten für den Ankauf von Fremdwasser stiegen immer höher. Außerdem hätten die veralteten Hygieneanlagen dringend erneuertwerden müssen. Aus diesen Gründen beschloss der Stadtrat Mitte der 1990er-Jahre, das Ruhbachbad zu schließen. Heute befindet sich an seiner Stelle nur noch ein kleiner Weiher.

 

(Infos zu diesem Text und das Foto haben wir der Website der Stadt Sulzbach entnommen.)

 

 

 

Überherrn - Bisten

 

 

Das Parkbad  Überherrn-Bisten wurde 1957 eröffnet und liegt heute zwischen dem Clasenweg und der Straße Am Kulturhaus.

 

 

Die Bilder rechts wurden aus alten Bild-Postkarten entnommen.

 

Das Bild unten ist von einer alten Postkarte etwa aus dem Jahr 1950 (danke an H.P.Mensch)

 

 

                           

  

 

 

 

 

Völklingen  (von Karl Presser)  

 

Freibad "Am Stadion" im Köllerbachtal

 

Erbaut 1913 von der Gemeinde, wurde es 1933 nach Umbau und Erweiterung an den Schwimmverein 09 in Verwaltung gegeben. Für den Bademeister wurde in der Nähe sogar eigens ein Wohnhaus errichtet. Vorhanden waren ein Planschbecken an Stelle des ursprünglichen Schwimmbeckens und ein neues 50m-Sportbecken mit acht Bahnen sowie Ein-Meter- und Dreieinhalb-Meter-Sprungbrett. Die Wassertiefe betrug 1,80 m bis 4,50 m.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg betrieb die Stadt das Bad. Vereine, auch der Schwimmverein, waren ja zunächst verboten.

 

In den 50er-Jahren wurde ein weiteres Becken als Nichtschwimmerbecken gebaut. Wegen seiner Form erhielt es den Namen ‘‘Nierenbecken“ (siehe hinten rechts im Bild). Es war damals die Attraktion für Jugendliche. Die Wassertiefe betrug maximal 1,50 m. Damit war das Becken bestens zum Herumtoben im Wasser geeignet - natürlich unter den wachsamen Augen der Bademeister. Die Wasserfläche von fast 1000 Quadratmetern war nur um 20 Prozent kleiner als die des Sportbeckens; allerdings wurde das Wasser des Nierenbeckens bei Sonneneinstrahlung wegen der geringeren Wassertiefe viel schneller warm.

 

Die sommerliche Leibesertüchtigung für die schwimmkundigen Schüler des Realgymnasiums fand, auch bei nur 16 Grad Wassertemperatur, grundsätzlich im Sportbecken statt. Sehr zum Leidwesen der Gymnasiasten blieb hingegen den Schülerinnen des nahegelegenen, neu erbauten Lyzeums das Schwimmen während ihres Sportunterrichts weitestgehend versagt. Sie konnte man an heißen, freien Nachmittagen dafür im warmen Wasser des Nierenbeckens antreffen.

 

Eine Umwälzanlage gehörte schon früh zur technischen Ausrüstung. Erst ab 1971 konnte das Wasser vorgewärmt werden. Auch heute noch ist das Bad, zum Spaß- und Freizeitbad umgebaut, weiter in Betrieb.

 

Wallerfangen

 

 

Das Wallerfanger Freibad "Am Blauloch" war eine kleinere Anlage mit einem Nichtschwimmerbecken (in dem ich dann dank meiner Cousine endlich schwimmen lernte), einem Schwimmerbecken und einer wunderschönen Aussicht auf den Hanselberg.

 

Text: Gabriel Peifer

Foto: Schwimmbad Wallerfangen in späteren Jahren

 

Weiskirchen  (von Stefan Haas)

 

 

 

Das erste öffentliche Freibad wurde in Weiskirchen im Jahre 1939 gebaut und eröffnet. Bis zu diesem Zeitpunkt diente im Sommer der gestaute Holzbach im Holzbachtal als Badegelegenheit, aber auch das Wehr der Köllenbruchmühle.Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Bad gründlich renoviert werden, bevor es dann Ende der 50er-Jahre wieder für den öffentlichen Badebetrieb freigegeben wurde.

 

Im November 1957 wurde im Gemeinderat eifrig um das Schwimmbad diskutiert. Das Bad in der Nähe von Jugendherberge und Schullandheim war in den vorausgegangenen Jahren stark vernachlässigt worden, wohl auch weil man insgeheim einen Neubau im Ortszentrum im Zuge des Sportplatz-Neubaus plante. Das alte Bad war marode, galt als undicht und war daher nie ganz mit Wasser gefüllt; es hätte dringend modernisiert werden müssen. Dies hätte bis zu 30 Mio. Frs. gekostet.

Es tauchte zwar in jedem Haushaltsplan der Gemeinde auf, doch das dafür vorgesehene Budget wurde schließlich immer anderweitig verplant und ausgegeben.

 

Aber ein Neubau im Brühl wäre noch kostenintensiver gewesen. Gemeinderatsmitglied Franz Luy - er war Architekt und gehörte auch zum DLRG-Vorstand - erhielt vom Gemeinderat den Auftrag,den Neubau zu planen. Er legte natürlich auch großen Wert auf Wettkampfmöglichkeiten und dafür notwendige Mindestmaße des Beckens.

 

 

 

Einige Teenager tummeln sich zu Beginn der 50er-Jahre im

Weiskircher Schwimmbad. Sie gehörten dem Jahrgang 1938 an.

 

Schließlich wurde das Bad modernisiert und im Jahre 1964 nach umfassenden Renovierungsarbeiten wieder eröffnet (Bild unten). Weil keine Mindestmaße hinsichtlich Wettkampfrichtlinien eingehalten wurden, war es offiziell nur ein „Badeweiher“. Er wurde etwa 30 Meter hinter dem alten Becken errichtet. Dieses dient seitdem nach einigen Modifikationen als Vorwärmbecken für den neuen Badeweiher. Die Holzbaracke, die man in der Mitte des ersten Fotos oben sieht, ist einem Planschbecken und einer Liegewiese gewichen.

 

 

 

 

 

 

Bild rechts: 1964 - der neue Badeweiher ist eröffnet. Das Kinderplanschbecken fehlt noch, und auch die Umkleidekabinen

sind noch im Bau. (Foto: SZ 1964)

 

 

 

 

 

 

Bilder oben:

Franz-Josef Willems, Weiskirchen, und Inge Theobalt, Rappweiler

 

 

 

 


 

geplante und noch unvollständige Beiträge zum Thema Freibäder:

 

Neunkirchen-Heinitz: Heinitzer Weiher  (Fotos folgen);  Freibad Heinitz: siehe oben unter Heinitz!

 

Fischbachbad  -  vorläufig nur Leserberichte und Stichworte

 

Über kein Freibad haben wir so viele Infos gefunden oder erhalten wie über das Fischbachbad!

Daraus entstand folgende vorläufige Stoffsammlung: (Sie soll demnächst zu einem "Ganzen" zusammengefügt werden.)

 

 

Stefan von http://www.rastpfuhl.info schrieb am 21. 3. 2016 in unser Gästebuch:

 

Wirklich eine tolle Sammlung von Informationen über das Saarland!

 

Vielleicht kann ich zum Fischbachbad einen kleinen Beitrag liefern:


In den Sommermonaten waren wir Kinder mit unseren Müttern oft dort. Wir sind vom Saarbrücker Rastpfuhl aus dorthin gelaufen (immerhin ca. 4 km) und den ganzen Tag dort geblieben. Abends hat uns dann mein Vater mit seinem 2CV abgeholt. Ich kann mich noch gut an die weiten Liegewiesen erinnern. Es gab ganz anders als später im Totobad nie Platzprobleme. An das kalte Wasser, von dem andere schon berichtet haben, kann ich mich auch noch gut erinnern. Ich meine, die Wassertemperatur lag bei 17 Grad!

 

Ein paar weitere Infos zum Fischbachbad finden Sie hier:


* Broschüre „Saarkohlenwald – Geschichte und Zukunft“, herausgegeben vom Stadtverband Saarbrücken, als PDF-Datei (0,83 MB) hier herunterladbar:
http://www.saarland.de/dokumente/thema_stadt_und_land/SKW_Broschuere_Geschichte_und_Zukunft.pdf
* Broschüre „Der Haldenrundweg“, herausgegeben vom Ministerium für Umwelt des Saarlandes und vom Stadtverband Saarbrücken, Amt für Bauen, Umwelt und Planung, 2. Auflage, August 2006, S. 44f, als PDF-Datei (2,44 MB) hier herunterladbar:
http://www.saarland.de/dokumente/thema_stadt_und_land/SKW_Haldenrundwegbroschuere(1).pdf


Aus dem "Exil" wünsche ich weiterhin gutes Gelingen!

Stefan  (stoem@gmx.de)

 

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Reiner Schwarz, Dudweiler, teilte mit:

 

Das Freibad im Fischbachtal wurde von der Landeshauptstadt Saarbrücken betrieben und, soweit mir bekannt, offiziell als "Fischbachbad" bezeichnet. Wann es eröffnet wurde, ist mir leider nicht genau bekannt. Ich kann mich aber erinnern, dass meine Eltern erzählt haben, dass das Fischbachbad vermutlich Mitte der 1920er Jahren eröffnet wurde. In der Zeit von 1956 bis etwa 1968 war ich in diesem Schwimmbad regelmäßiger Badegast. Ich gehe mal davon aus, dass das Bad Ende der 1960er bzw. Anfang der 1970er Jahre aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen wurde.

 

Das Bad lag rechts an der Verbindungsstraße zwischen Rußhütte und Fischbach (L 127) in Fahrtrichtung Netzbachtal. Von dieser Straße aus konnte man den Eingang des Bades über eine ca. 50 m lange Einfahrt erreichen. Das Bad lag also zwischen der L 127 und der Bahnlinie der Fischbachbahn. Es war relativ groß in seiner Ausdehnung und wurde durch den Fischbach in zwei Bereiche geteilt. Stand man vor dem "Kassenhäuschen" dann wurde das Gelände des Bades zur linken Seite hin, also in Richtung Fischbach, von dem Weg zum zum Bahnhof Neuhaus begrenzt. Dieser Zuweg mündete etwa 200 m rechts hinter der Zufahrt zum Schwimmbad in Richtung Fischbach in die L 127 ein. Vor der Zufahrt zum Bad waren Bushaltestellen in beide Fahrtrichtungen, also Rußhütte und Fischbach, die soweit ich mich erinnern kann, entweder von der Deutschen Bundesbahn oder dem "Illtal-Verkehr" bedient wurden. Nicht zu vergessen ist, dass bis weit in die 1960er Jahre hinein noch die "Schachtanlage Neuhaus" in Betrieb war, die man über einen weiteren Fußweg erreichen konnte. Dieser Fußweg konnte man sowohl vom Eingang des Bades als auch von dem Zugweg zum Bahnhof Neuhaus erreichen. Ich selbst bin von meinem Heimatort Herrensohr (gehörte damals noch zur Gemeinde bzw. Stadt Dudweiler) immer zu Fuß ins Fischbachbad gewandert, insbesondere in den Ferien. Wir waren dann immer eine sehr große Anzahl von Kindern, denn das Fischbachbad war für uns günstige zu erreichen, als das Freibad Dudweiler. Gefahr für uns Kinder bei der Wanderung durch den Wald bestand nicht, da wir ja wie bereits gesagt, immer eine größere Kinderschar waren und weiterhin auch immer ganz viele Bergleute aus Dudweiler, Herrensohr und Jägersfreude diese Wege zur "Neuhausgrube" benutzten.

 

Aber nun wieder zurück zum eigentlichen "Fischbachbad". Wie bereits gesagt, wurde das Bad durch den Bachlauf in zwei Teile geteilt. Vom Eingang her gesehen lag in dem linken Teil (Richtung Rußhütte) das "große" Schwimmbecken mit einem kleinen Nichtschwimmerbereich und einer Rutsche. Da dieses Becken oftmals im Schatten des Waldes lag, war das Wasser entsprechend kalt und wurde von uns Kindern immer als "Eiskeller" bezeichnet. Das Schwimmbecken lag in unmittelbarer Nähe des Bachlaufes. Ich gehe aber mal davon aus, dass das Wasser nicht aus dem Bach kam, da der Fischbach zu diesem Zeitpunkt sehr stark verschmutzt war, insbesondere durch die Gruben Franziska und Camphausen. In Erinnerung ist mir noch, dass die Umkleide- und Sanitärräume nicht auf dem neusten Stand der Schwimmbadtechnik waren. So mussten sich die Kinder grundsätzlich in nach Geschlechtern getrennten Gemeinschaftumkleiden umziehen und das Wasser in den Schwimmbecken wurde noch von "Hand gechlort". Im Bereich des Schwimmbeckens und den Umkleiden gab es Holzpritschen, die man unentgeltlich nutzen konnte.

 

Um den zweiten Teil des Bades zu erreichen, musste man über eine Fußgängerbrücke den Fischbach überqueren. Links von dieser Brücke stand ein Kiosk. Dieser Teil des Bades war geprägt von dem relativ großen Kinderbecken und den ganz vielen Spielgeräten, die dort aufgestellt waren. Mindestens zwei der größeren Spielgeräte (Karussells die von Hand angetrieben werden mussten) wurden auch von

Jugendlichen und Erwachsenen benutzt. Ganz toll war natürlich auch die riesige Liegewiese, die für alle Ballspiele geeignet war. Viele jugendliche Pärchen haben diese Liegewiese oftmals auch als Rückzugsgebiet zum "Knutschen" genutzt. An das Kinderbecken kann ich mich noch besonders gut erinnern, da dieses Becken eine Badepilz hatte, dessen Hut mit einer Ringleitung umgeben war, aus der Wasser kam. Teile dieses Beckens und des Badepilzes waren vor ein paar Jahren noch vorhanden, ebenso die Drehtüre, mit der man das Bad in Richtung Bahnhof Neuhaus verlassen konnte. Ich habe vor ein paar Jahren die Reste des Bades mit meiner Tochter erkundet und ihr über das tolle Bad und die schöne Kinder- und Jugendzeit, die ich dort verbracht habe, vorgeschwärmt. Leider ist von den übrigen Badeanlagen nichts mehr zu finden.

 


 

 

Weitere Infos von anderen Saar-Nostalgie-Besuchern zum Fischbachbad:

 

Gästebucheintrag Harald Gehse vom 6.10.13: "Zum Fischbachbad fällt mir ein! Eiskaltes Wasser und herausstehende Nieten an der Rutsche."

 

Mail von Ernst Gilcher:

 

Hallo Herr Freyer, auf Ihrer Hilfe-Seite bei Saar - Nostalgie wird nach dem Fischbachbad gefragt. Ich selbst war in den 50er-Jahren dort hin und wieder schwimmen. Das Wasser war sehr frisch, da das Becken (ca. 50 m lang, aber schmal) vom Fischbach gespeist wurde. Heute kann man noch die Reste sehen und zwar am Ausgang der Rußhütte in Richtung Fischbach, dort auf der rechten Seite.

 

Mein Cousin wohnt auf der Rußhütte und ist im Besitz einer älteren Broschüre des TV Rußhütte. Die Broschüre enthält einen kleinen Bericht über das Bad, sowie zwei Bilder. Gebaut wurde das Bad 1925. Die Broschüre hat ein Herr Wilke vom TV Rußhütte geschrieben.

 

An die Broschüre komme ich zur Zeit leider nicht, vielleicht kann jemand vom Turnverein weiterhelfen.

 

Viele Grüße, Ernst Gilcher

 

SZ 14.5.2011:

 

Fischbach. In einem weitgehend unbekannten Teil des Saarkohlenwaldes / Fischbachtal  /  Parkplatz Netzbachtalweiher /  Absinkweiherlandschaft zwischen Fischbach und der Rußhütte  /  Biotope aus zweiter Hand, die aus den alten Schlammweihern der Grube Jägersfreude hervorgegangen sind  /  ein untergegangenes Schwimmbad  /   eine Tallandschaft, die in Gänze von der Industrie umgestaltet worden ist.

 

Mail von Karsten Reuter:

 

Durch ein Gespräch mit einer guten Freundin, die nach Saarbrücken-Rußhütte umgezogen ist und nun die Umgebung erkunden möchte, erinnerte ich mich plötzlich an das verschwundene Schwimmbad/Freibad im Fischbachtal.

 

Ich selbst (Jahrgang 1968) habe das Schwimmbad nicht mehr in Betrieb erlebt, aber als "Fischbacher Bub" (und langjähriger Pfadfinder) kenne ich dessen Standort und die dort befindlichen Überreste.

 

Das Schwimmbad bzw. dessen Überreste befinden sich irgendwo rechts von der L127, zwischen der Abzweigung nach Riegelsberg (L259) und der Zufahrt zum ehem. Haltepunkt Neuhaus.

 

(Ein Relikt des Freibads im Fischbachtal, jetzt von Wald überwuchert, das Kinderbecken mit Wasserpilz und ein Drehkreuz, dort wo der Eingang war, sind noch zu sehen. Es gibt Fotos davon auf flickr.de.)  

 

Weitere Mail von Karsten Reuter:

 

Nun hat meine gute Freundin gestern tatsächlich die Überreste diese Schwimmbades gefunden und ich habe mich abermals erinnert (das menschliche Gehirn funktioniert recht rätselhaft, wenn es um Erinnerungen geht:) : Irgendwo und einmalig (Saarbrücker Zeitung?) habe ich vor Jahren Fotos dieses Schwimmbades aus den 1950er Jahren gesehen als es noch geöffnet war.

 

Außerdem glaube ich mich zu erinnern, dass meine Mutter (eine echte Riegelsbergerin) erwähnt hat, dass sie vor dem Krieg (oder auch unmittelbar danach; in der sog. "arm' Zeit") dort schwimmen war - aber da irre ich mich womöglich...

 

Das Bad wurde wohl vom Fischbach (in Fischbacher Mundart: die Fischbach) gespeist, was durch dessen zunehmende Verschmutzung wohl auch zum Aus geführt hat!?

 

Als treuer Fan Ihrer Saar-Nostalgie-Seite habe ich mich gefragt (da Sie ja unter der Rubrik "Kultur+Sport" auch das Kapitel "Schwimmen" angelegt haben), ob so etwas nicht auch irgendwie von Bedeutung wäre. Solche Schwimmbäder dienten zwar wohl eher dem Freizeitvergnügen, aber auch die saarländische Nachkriegsgesellschaft war von einem unerhörten Lebenshunger gepackt und schließlich

gab es damals ja auch heiße Sommer...

 

Sollte dieses Schwimmbad resp. diese Thematik für Ihre Webseite von Belang sein, könnten Sie evt. über einen "Hilfe-Aufruf" nach mehr Fakten und Fotos forschen... 

Mit freundlichen Grüßen

Karsten Reuter


 

Reiner Schwarz

 

Ich gehe aber mal davon aus, dass man im Stadtarchiv der Landeshauptstadt Saarbrücken mehr über das "Fischbachbad" erfahren kann und mir ist weiterhin bekannt, dass auch dort Fotos vorhanden sind. Ich selbst habe leider keine Fotos mehr.

 

Gruß aus Dudweiler

____________________________________

 

Fotos des Fischbach-Bades sind in dem Buch: "Gruss aus Russhütte"  (Stadtbibliothek Sbr., Buchsignatur: Dem 10 Rußhü Rußhü)  (R.F.)

 


Diese Seite wurdezuletzt bearbeitet am 11. Mai 2018

 

 

 

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