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Faasenaachd / Faasend

 

 

im Saarland von sellemòòls

 

 

           Inhald:  a)  Faasenaachd im Saarland    

 

      b)  Pre-Ma-Bü-Ba in Saarbrigge 

 

     c)  Umziesch in de 50er-Jòòre:  

 

 

1) Neinkerje                   6) Rohrbach

    

2) Saarbrigge                  7) Velklinge

 

3) Ludwiller                    8) Weeskirchen   

 

4) Piddlinge                    9) Fraulaudere

 

5) Dengmerd (St. Ingbert)  

 

 

 

 

 

a) Faasenaachd im Saarland

 

Im Saarland feiert man nicht "Karneval" (wie in Düsseldorf und Köln), auch nicht "Fasching" wie in Bayern und Österreich, sondern Faasenaachd, in vielen Orten auch Faasend oder Foasend. Der Narrenruf heißt bei uns nicht Helau oder Alaaf, sondern Alleh-hopp bzw. (besonders in Neinkerje) Heijo!

 

Ende der 40er- und in den frühen 50er-Jahren gründeten sich in verschiedenen saarländischen Städten und Gemeinden die ersten Karnevalsvereine (zum Beispiel in Saarbrücken die "Mir sin do" und "M'r sin nit so" oder in Neunkirchen die "Plätsch" und die "Roten Funken" - siehe auch weiter unten im Abschnitt b 1). Schon früh knüpften zwei Saarbrücker "Obernarren", nämlich Ludwig Bruch, seines Zeichens Brauereibesitzer, und Heino Wolf, Kontakte zu der "Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalsvereine". Diese mündeten in eine Verbindung mit dem "Bund Deutscher Karneval". 1952 gründete sich auf einer Tagung in Merzig der "Verband Saarländischer Karnevalsvereine". Dessen Präsident wurde 1953 Herbert Lenz und 1955 Ludwig Bruch. Letzterer betrieb die Aufnahme des Saar-Verbandes in den "Bund Deutscher Karneval", die 1955 erfolgte.

 

An den "drei tollen Tagen" gab es im Saarland, wie in den anderen deutschen Hochburgen, Kappensitzungen, Rosenmontagsumzüge und Maskenbälle. Neben der Kirmes (oder Kerb) war die Fastnacht damals überall - besonders aber in unserem überwiegend katholischen Saarland - die einzige öffentliche Festlichkeit des Jahres mit Tanz, Vergnügen und viel Alkohol. Vielleicht deshalb ließen sich die Katholiken als Zeichen der Buße am folgenden Tag, dem Aschermittwoch, in einer Messe ein Aschenkreuz auf die Stirn malen.

 

Ein Lied, das wir als Kinder gerne sangen, war "S is Faasenaachd, 's is Faasenaachd, die Kischelcher werre gebagg; eraus demidd, eraus demidd, isch schdegge se in de Sagg." Manchmal sangen wir weiter: "Unn wenn die Ald kää Kischelscher baggd, dann is fier uns kään Faasenaachd", usw. Damit waren natürlich die "Faase(naachds)ki(e)schelscher" gemeint, hochdeutsch Berliner (Pfannkuchen), in Teilen von Mitteldeutschland, z.B. in Mainz und in Hessen, auch Kreppel genannt (im Saarland meint man mit Grebbel aber nur ungefüllde Kieschelscher). Zur Herstellung muss man einen süßen Hefeteig ausgiebig kneten und anschließend lange gehen lassen, bevor er (z.B. mit einem Glas) zu Teigballen ausgestochen wird. Diese werden in heißem Fett schwimmend gebacken und danach, am besten noch warm, mit Marmelade aus einem Spritzbeutel gefüllt und meist mit Puderzucker bestreut. Unsere Mutti hat jedes Jahr welche gebacken; und wenn wir zur Oma kamen, kriegten wir dort natürlich auch noch unseren Teil davon ab.

 

Fasend 1948

Nur drei Jahre nach dem Krieg: Kinder feiern Fastnacht auf der Straße. Sie dürften heute zwischen 70 und 80 Jahre alt sein...

Vielleicht erkennt jemand von unseren Besuchern, in welchem Ort dieses Bild aufgenommen wurde?

(> Kontakt)

 

 b)  PreMaBüBa

   Presse-

      Maler-

         Bühnen-

             Ball

 

Oben: Faasebòòze der Familie Ziebuhr beim Besuch des Pre-Ma-Bü-Ba 1955 im Stadttheater Saarbrücken. (Fotos: Familie Ziebuhr, Saarbrücken)

 

Das Saarbücker Stadttheater (damals hieß es noch Gautheater Saar-Pfalz, heute Saarländisches Staatstheater) wurde 1942 und 1944 durch Bombardierungen stark beschädigt. Kurz nach dem Krieg breitete sich das Gerücht aus, das Gebäude solle gesprengt und nicht wieder aufgebaut werden, weil es ein "Geschenk" der Nazis war*). Daraufhin wurde es von der Bevölkerung geplündert: Die Menschen nahmen vor der vermeintlichen Sprengung alles heraus, was nicht niet- und nagelfest war. Später beschloss man aber, das Theater doch wieder aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Zunächst begann die Stadt damit, das Gebäude notdürftig herzurichten und nach den entwendeten Teilen der Ausstattung (Kostüme, Kulissen, Requisiten) zu suchen. Man fand aber nicht viel und musste die ersten Aufführungen 1946/47 mit sehr dürftiger Einrichtung bestreiten. Ein Aufruf an die Bevölkerung um Kleiderspenden blieb praktisch erfolglos. Deshalb griff man in der Fastnachtssession 1947/48 eine neue Idee auf und plante - nur drei Jahre nach Kriegsende - einen Faschingsball, dessen Erlös für den Wiederaufbau des Theaterfundus verwendet werden sollte. So ging am 7. und 8. Februar 1948 der erste Pre-Ma-Bü-Ba "über die Bühne" (er fand tatsächlich auf der Bühne statt, und in der Theaterkantine).

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*) Hitler hatte als Dank für den Ausgang der Volksabstimmung vom 13. Januar 1935 der Stadt Saarbrücken das Theater "geschenkt", aber nur teilweise finanziert. Es wurde 1938 eröffnet.

Die Durchführung des Balls übernahmen Mitglieder der Berufsgruppen, die ihm seinen Namen gaben: Presse, Bühnenmaler und Absolventen der Schule für Kunst und Handwerk, sowie das hnenpersonal. Der Reingewinn sollte ausschließlich für den Wiederaufbau des stark zerstörten Theaters genutzt werden.

 

Die Finanzierung des Theater-Neubeginns war aber nicht der einzige Grund für die Veranstaltung. Man wollte mit dem Ball auch an die "guten Traditionen einer glücklicheren Friedenszeit anknüpfen" (SZ im Januar 1948), denn schon vor und zwischen den Weltkriegen hatte man ähnliche Bälle durchgeführt: Im alten "Thalia-Theater" (später umgebaut zum "Neuen Theater") in der Stengelstraße fand 1914 das "Saarbrücker Presse- und Künstlerfest" statt und im Saalbau am Neumarkt 1927 der "Presse- und Bühnenball" (oder "Prebüh"; die Maler waren noch nicht im Boot). Auch damals schon wurden die erlösten Gewinne für den Erhalt des Theaters verwendet.

 (Karte: Ludwina Gürzenich, Saarbrücken)

 

Im Winter 1948 lagen die Städte noch weitestgehend in Trümmern. Aber wirtschaftlich ging es nun langsam aufwärts. Nach der Einführung des Franken konnte man im Saarland wieder vieles kaufen, worauf man so lange hatte verzichten müssen. Die Lebenslust erwachte, und so kam den Leuten der geplante Fastnachtsball gerade recht. Nicht einmal das schlimme Hochwasser, dessen Folgen die Saarländer im Winter 1947/48 ertragen mussten, hielt sie davon ab. Das Theater konnte rechtzeitig trockengelegt werden, und die Eintrittskarten waren bald ausverkauft - obwohl sie für die Zeit recht teuer waren: 250 Franken musste man dafür ausgeben, das entsprach etwa dem sechsfachen Stundenlohn eines einfachen Arbeiters oder dem Preis von sechs Pfund Brot.

 

Beim ersten Pre-Ma-Bü-Ba 1948 spielten das Radio-Tanz- und Unterhaltungsorchester Heinz Gebhardt (Orchester-Foto siehe hier auf der Seite Wartburg) und eine Original-Blaskapelle zum Tanz. Die Saarbrücker Zeitung schrieb am Rosenmontag von einem Ball, der doch...

 

"... schon um ein Beträchtliches dem Karnevalstrubel früherer Jahre ähnelt; denn manchen hören wir in glücklicher Stimmung ausrufen: 'Herrje, das is widder emol Faasenacht!'

 

Auch wir haben am Samstag- und Sonntagabend einen kleinen Bummel durch die verschiedenen Lokalitäten, in denen Prinz Karneval Einzug gehalten hat, gemacht. Dabei sind wir natürlich auch ins Stadttheater geraten, wo sich die Presse, Schule für Kunst und Handwerk, Maler und Künstler des Stadttheaters zu ihrem - im wahrsten Sinne des Wortes - großartigen Ball, dem Pre-Ma-Bü-Ba, zusammengefunden hatten.

 

Dominos flanierten über das Parkett, Toreros in Samt und Seide stolzierten einher, Rokokodamen füllten den Raum mit Duft und Schönheit, Caballeros tanzten mit prallbäckigen Rotkäppchen, Indianer schaukelten Mexikanerinnen, Chinesen "galoppierten" Arm in Arm mit reizenden Piretten [sic! - gemeint waren wohl "Pierretten"?]. In den geschmackvoll hergerichteten Bars und Mokka-Stuben, in Wandelgängen und Sälen herrschte wahrhaft: Stimmung, Frohsinn und Humor!" [1]

 

Das Bild zeigt einen Plakatentwurf von Bruno Koppelkamm ©  für 1958; Motto: "Endstation Venus".

 

 

Die Bälle wurden vom Publikum von Beginn an sehr gut angenommen, und der Erlös sorgte zusammen mit den Spenden einiger Geschäftsleute dafür, dass der Kostüm- und Requisitenfundus ergänzt werden konnte. So wurde die Theatertätigkeit wieder kräftig angekurbelt. Die Gewinne aus der Durchführung der Bälle wurden etwa zehn Jahre lang für den Wiederaufbau des Theaters verwendet, danach flossen sie noch über Jahre den Sozialkassen der Bühnenkünstler und -techniker, der Maler und Journalisten zu [2].

 

Bald wurde die Veranstaltungsdauer der Bälle von zwei auf drei Tage ausgedehnt (Samstag bis Montag), und man benutzte nun neben Bühne und Kantine auch alle anderen Räume, Treppen und Flure des Hauses.

 

Ein Zeitzeuge berichtet, dass im gesamten Gebäude des Stadttheaters immer ein riesiges Treiben und eine tolle Stimmung herrschten. Mehrere Bands spielten zum Tanz auf, und es wurde viel getrunken. Reichlichen Nachschub gab es an den zahlreichen Biertheken im Keller oder auch an den schicken Champagnerbüffets in den kleinen Sälen. Auch der Wein floss in Strömen.

 

Viele Gäste fanden, dass die Preise für die Getränke sehr hoch waren. Trotzdem begegnete man zu vorgerückter Stunde überall zahlreichen Besuchern, die dem Alkohol schon tüchtig zugesprochen hatten.

 

Der Eintrittspreis stieg im Laufe der Jahre stark an. 1956 betrug er 1560 Franken (siehe Eintrittskarte oben auf dieser Seite), das entsprach rund sechzehn D-Mark. Deshalb sollen ein paar junge Männer einmal durch ein Kellerloch an der Saarseite ins Theater eingestiegen sein: Das Kellerfenster war kein Hindernis, denn einer der Freunde riss es über ein Seil mit Hilfe des 8-Zylinder-PKW seines Vaters (es soll ein Matford gewesen sein) aus seiner Verankerung. Ein Mitglied der Clique soll in einem Jahr unter dem Jubel der Besucher sogar mit einem Pferd in die Vorhalle des Theaters geritten sein. - Viele Ballgäste fuhren damals noch - reichlich alkoholisiert - mit dem eigenen Auto nach Hause; Angst vor Polizeikontrollen brauchten sie, wenigstens in den ersten Jahren, nicht zu haben.

Bild oben: Veranstaltungsplakat 1956, gezeichnet von Bob Strauch©  

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[1] Saarbrücker Zeitung vom 9. Februar 1948          [2] Info aus einem Werbefaltblatt zum Premabüba 2008

 

 

Ferdi Kleineick berichtet: Ich hatte damals einen Lehrlingskollegen, dessen Vater im Theater-Orchester mitspielte. Dieser hat sie 1957 oder 58 ohne Eintrittskarten durch den Personaleingang hineingelotst. An jenem Abend spielten die Orchester Kurt Edelhagen und Max Greger zum Tanz auf. Die Musiker trugen aber nicht wie heute lockere Narrenkleidung, sondern festlich dunkle Anzüge.

 

Andere Besucher von damals erzählen, dass die Stimmung bei den Bällen immer ausgezeichnet war. Doch sei oft ein solches Gedränge entstanden, dass man sich nur noch mitschieben lassen konnte. Die Treppen und Gänge seien so eng gewesen, dass bei den vielen Menschen die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Deshalb schritt die Bauaufsichtsbehörde ein, und 1967 wurde die Veranstaltung in die Kongresshalle*) verlegt. Die Besucher gewöhnten sich aber schnell an den neuen modernen, architektonisch nüchternen Austragungsort, und so ist der Pre-Ma-Bü-Ba bis heute ein nicht mehr wegzudenkendes Element der Saarbrücker Fastnacht geblieben.

(Bild: Weinetikett aus einem Fotoalbum der Familie Ziebuhr, Saarbrücken)

 

Nur dreimal in seiner Geschichte musste der Pre-Ma-Bü-Ba ausfallen: 1962 nach dem schweren Grubenunglück in Luisenthal am 7. Februar, 1991 aufgrund des zweiten Golfkriegs und 2007 wegen größerer Umbaumaßnahmen am Großen Saal der Congresshalle*).

*) bis 1995 wurde der Name mit K geschrieben, erst danach mit C 

Ab 1949 standen die Bälle unter einem besonderen Motto, das sich meistens von einem gerade populären Schlager- oder Filmtitel ableitete:

  

1949: Komm mit nach Tahiti  (Kilima Hawaiians)

1950: - wer weiß das Motto noch? (>Kontakt!)

1951: Ball der Nationen  (Film mit Zsa-Zsa Gabor)

1952: Hoppla, wir leben!!  (siehe Eintrittskarte unten)

1953: - wer weiß das Motto noch? (>Kontakt!)

1954: Blaue Nacht im Hafen   (Lale Andersen)

1955: Ich hab mich so an dich gewöhnt  (Bully Bulahn)

1956: Ein Blumenfest in Peru (Bibi Johns)

1957: Komm ein bißchen mit (Caterina Valente

und Peter Alexander)   

1958: Endstation Venus (evtl. waren die ab 1961 ge-

planten russischen Venusmissionen Namensgeber?)

1959: Das ganze Haus ist schief  (Peter Alexander)

1960: Laß den Kopf nicht hängen

(es war der erste Ball nach dem Tag X!)  

 

 

Die ersten drei Seiten aus dem zehnseitigen Eintrittsausweis

zum PreMaBüBa 1952, Motto

"Hoppla - wir leben!!

 

Es spielte Ernst Seyffert mit seinen 15 Solisten.

 

Eintrittspreise:

 

Samstag u. Montag

je 1.500 Frs.,

Sonntag 600 Frs.,

Dauerkarte 3000 Frs.

Zeichnung: Bob Strauch

 


 

Sechs wunderschöne stimmungsvolle Bilder vom PreMaBüBa im Stadttheater, die unser leider viel zu früh verstorbener Saar-Nostalgie- Freund Gerd Schulthess (St. Ingbert), in den 50ern aufgenommen und uns vor einigen Jahren zur Verfügung gestellt hat. (Weitere Fotos von ihm und sogar ihn selbst sehen wir weiter unten im Abschnitt "

(Weitere Fotos von ihm und sogar ihn selbst sehen wir weiter unten im Abschnitt "Rosenmontagszug 1957 in Saarbrücken".)

 

  

 

  

 

 

Fotos: Gerd Schulthess


 

 

c) Faasenaachdsumziesch

 

 

1) Rosemondaachszuuch 1953 in Neunkirchen

 

 

Schon 1948 begannen die Neinkerjer zaghaft damit, einen kleinen Rosenmontagszug zu organisieren. In und um die Talstraße hatten sich Freunde der Fastnacht unter dem Namen ,,Mer senn net so" zusammengeschlossen. Obwohl an ihrem Umzug hauptsächlich Kinder teilnahmen, wurde von der Militärbehörde eine Strafe von 60 frs. (!) für die Verantwortlichen verhängt. 1950 organisierten sich die "Daaler" (Karnevalisten von der Talstraße) neu unter dem Namen ,,Do machschte ebbes mit". Jetzt wurde auch endlich ein Rosenmontagszug offiziell genehmigt. Er bestand in der Hauptsache aus Fußgruppen phantasievoll kostümierter Narren.

 

In der Unterstadt waren ebenfalls schon seit 1948 Karnevalisten aktiv. Sie gehörten zum Turnverein 1860 und zur Kolpingfamilie. Aus deren jeweiligen Karnevalsabteilungen gründeten sich zur Jahreswende 1951/52 die "Plätsch" bzw. die "Roten Funken".

Rechts: Der Elferrat der Neinkerjer Plätsch auf einem Berliet der Holzhandlung Ruess

 

1952 veranstalteten die "Daaler" ihren ersten großen Rosenmontagszug und zogen schon bis in die Stadt hinunter.

 

1953 schlossen sich die drei Gruppen schließlich zum "Neunkircher Karnevalsausschuß" (NKA) zusammen.

Am 16. Februar 1953 fand der erste gemeinsame Umzug des NKA statt (siehe Bilder!).

 

In den Jahren zuvor war der Zug von der Neunkircher Oberstadt aus den Hüttenberg hinunter in die Unterstadt gezogen. Ab 1953 wurde die Zugrichtung umgekehrt. Deshalb sieht man auf den Bildern die Wagen, vom Bahnhof durch die Bahnhofstraße kommend, über die Bliesbrücke in Richtung Stummplatz ziehen. Im Hintergrund sieht man auf das Gelände des Neunkircher Eisenwerks.

 

Der Prinzenwagen mit dem ersten Prinzen Peter I. (Peter Geib, er dreht uns den Rücken

zu) und seiner Prinzessin Antje I. (Antje Müller). Der Wagen wird von Pferden gezogen.

 

Der Wagen auf dem Bild rechts war auf einem LKW der Firma Paul Heck, Großhandlung für Holz-, Baustoffe und Teerprodukte, aufgebaut. Er trägt den Titel "Tiere sehen dich an". Dessen Sinn erschließt sich uns nicht - geht es um Werbung für den Zoo oder um Tierschutz? Die Aufschrift auf den kleineren Schildern ist leider nicht lesbar.

 

Etwas Interessantes ist am oberen Rand des Bildes zu sehen: Ein Zug der NE-Roheisenbahn ist auf dem Weg von den Hochöfen - die erst 1950 wieder in Betrieb genommen worden waren und nun in überbordender Produktion standen - zum Stahlwerk.

 

Links von dem fotografierten Geschehen stand die damals noch nicht erweiterte Hauptverwaltung des Eisenwerkes.

 

Dieses Bild zeigt eine Fußgruppe mit echten (wohl aus dem Neunkircher Zoo entliehenen) Kamelen. Das an einem Höcker angehängte Schild definiert sie als die "Steuerzahler".

 

Dies war eine für die damaligen Verhältnisse wohl recht gewagte Aussage. Denn es wird berichtet, dass die Regierung unter Johannes Hoffmann auch für die Fastnacht nur einen beschränkten Themenkreis tolerierte, nämlich allgemeine, zeitgeschichtliche Themen ohne kritischen Bezug zum Saarstaat.

 

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Vielen Dank an Jürgen Cornely, Neunkirchen, für die obigen Bilder seines (1958 verstorbenen) Schwiegervaters Ludwig Schmidt, der sie damals aus dem Rohbau des Corona-

Hochhauses heraus aufgenommen hat.

In dem Text über die Entwicklung der Neunkircher Faasenaachd haben wir auch Informationen von der Website des "Neunkircher Karnevals Ausschuss e.V." verwendet (http://www.nka-neunkirchen.de).

 

 

2) Rosenmontagszüge in Saarbrücken in den 50-er Jahren

 

 

Der erste Rosenmontagszug nach dem Krieg fand in Saarbrücken (Innenstadt) 1952 statt, allerdings noch in sehr bescheidenem Umfang. Im Jahr 1953 fiel er wegen der vielen Flüchtlinge aus dem Osten und der Überschwemmungskatastrophe in Holland (siehe Seite Polizei unter e) noch einmal vollständig aus. Aber 1954 wurde am 1. März zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder ein großer Rosenmontagszug veranstaltet. Ein Appell vom "Festausschuß Saarbrücker Karneval" zur Unterstützung des Zuges fand im November 1953 bei vielen Karnevalisten und Teilnehmern früherer Umzüge sowie bei Firmen, Verbänden, Vereinen und Behörden starken Widerhall. Man erhoffte sich durch den Zug auch eine Ankurbelung des wirtschaftlichen Lebens, weil viele Menschen aus Saarbrücken und ihrer näheren und weiteren Umgebung in die Hauptstadt kommen würden (Saarbrücker Zeitung vom 30.11.1953). Die meisten Wagen der Umzüge stellten im Laufe der Jahre die bis zu zwanzig Karnevals-Vereine der Stadt.

Der Zug baute sich jeweils am Messegelände auf, lief von dort durch die Saaruferstraße (oder durch die Warndtstraße (heute Hohenzollernstraße) zur Eisenbahn- und Viktoriastraße, bog von da aus in die Bahnhofstraße ein, zog über den St. Johanner Markt und durch die Mainzerstraße, bog in die Arndtstraße ein und weiter in die Max-Braun- (heute Großherzog-Friedrich-) und die Rathaus- (heute Kaiser-)straße bis zum Café Menn, um wieder durch die Viktoria- und Eisenbahnstraße zu ziehen und sich schließlich am Neumarkt aufzulösen; in einigen Jahren zog er auch wieder zurück durch die Warndtstraße bis zum Milchhof (siehe Karte links).

(Danke für Infos zum Zugweg auch an Klaus-Peter Lux, Saarbrücken)

 

Etwa ab 1960 wurden die Rosenmontagsumzüge nicht mehr in der Innenstadt, sondern in Saarbrücken-Burbach veranstaltet. Sie laufen dort noch heute... (nur 2016 musste er wegen schlechten Wetters abgesagt werden).

 

 

Die beiden Fotos sind in der Warndtstraße*) entstanden. Das Gebäude hat die Hausnummer 47 und steht an der Ecke zur Roonstraße. Man sieht auch die Oberleitungen der Straßenbahn. (Danke an Kasimir Ehmke für Info über Fb)

Hier ziehen die Narren ein Stück weiter in der Warndtstraße*) an der französischen Botschaft vorbei (später Kultusministerium).

*) heute Hohenzollernstraße (Fotos: Thomas Maus-Holzer) 

 

Wahrscheinlich beim Zug 1952 fuhr dieser Wagen mit (er steht hier noch auf dem Messegelände).

 

Man freut sich mit den Einwohnern von Paris, dass es in ihren Wohnungen nicht mehr rußt und qualmt, seit man in Frankreich mit Saarkohle heizt. (Im vorderen Teil des Wagens sieht man eine verrußte Wohnung von gestern, hinten eine saubere von jetzt.)

 

Saarbrigger

 

 

Rosemondaaszuuch

 

 

1957

 

 

am 4. März unter dem Motto:

 

"Es leit ebbes in der Luft"

 

< Die Titelseite des Programmhefts (im Februar 2012 bei ebay ersteigert!)

  

Diese Fotos hat Gerd Schulthess aus St. Ingbert an der Ecke Viktoria-straße/Bahnhofstraße (an "Korn's Eck") am 4.3.1957 aufgenommen.

  

Ein Wagen der Karnevalsgesellschaft "M'r sin nit so" mit dem Motto:

"Hier wird scharf geschossen" (siehe auch weiter unten!)

 

  

"Der letzte Gewerbetreibende" fährt in seinem Fahrzeug mit, um auf die Verschlechterung des sozialen Besitzstandes hinzuweisen.

  

    Am Heck des Wagens ist zu lesen: "Sozialer Besitzstand ist am A...".

   (Mit "und es weht der Wind" wird ein damals beliebter Schlager zitiert.)

 

  

Dieser Wagen mit der Aufschrift "Wasser-Polizei" sollte wohl auf

Missstände bezüglich der Saar aufmerksam machen?

  

Kurz nach der Angliederung des Saarlandes an die BRD beklagen die Karnevalisten, Adenauer melke nun die "saarländische Wirtschaftskuh".

 

Der "Luftkurort" Kleinblittersdorf hatte unter der extremen Luftverschmutzung

zu leiden, die "vom Westen" her auf die Gemeinde einwirkte:

  Anfang der 50er war in Grosbliederstroff (Frankreich), auf der anderen

Saarseite, ein riesiges kohlebetriebenes Dampfkraftwerk erbaut worden.

 

  

Der Wagen des Prinzen Bernhard I. und seiner Prinzessin.

  

Ein weiterer Wagen der Karnevalsgesellschaft "M'r sin nit so".

 

 

Hier wurde zweimal "scharf geschossen"

 

Was für ein Zufall - nach 53 Jahren entdeckt!

 

Auf einigen der Fotos oben, die Gerd Schulthess 1957 geschossen hat, sieht man ein paar Männer, die auf dem Dach der GOTTLIEB-Filiale Ecke Viktoria-/Kohlwaagstraße Position bezogen haben, um sich von dort aus den Zug anzuschauen. Einer davon war Fritz Francke, der damalige Gottlieb-Chef (auf dem Dach der zweite von links). Er hält eine 8 mm-Schmalfilmkamera in den Händen und filmt den Zug von oben in Farbe. Gerd Schulthess fotografiert währenddessen von der Straße aus in Schwarz/ Weiß. Die beiden folgenden Bilder wurden offensichtlich kurz hintereinander aufgenommen, und so sehen wir den Wagen der "M'r sin nit so" gleichzeitig von beiden Seiten im "Schuss" und "Gegenschuss":

 

 

Wie es dazu kam, dass wir diese beiden Versionen hier nebeneinander zeigen können, ist eine typische "Saar-Nostalgie-Story". Nachdem wir die zehn Schulthess-Fotos veröffentlicht hatten, meldete sich Fritz Francke jun. aus Mainz und sagte, er habe auf einigen der Bilder seinen (inzwischen verstorbenen) Vater erkannt, der damals einen Schmalfilm vom Rosenmontagsszug gedreht habe. Er schickte mir den Film, und ich konnte einige Standbilder herauskopieren, die Sie hier sehen können. Dabei kam mir der Verdacht: Wenn Fritz Francke sen. auf den Fotos von Gerd Schulthess erscheint, dann müsste doch eigentlich auch Gerd S. auf den Bildern aus dem Farbfilm von Fritz F. zu sehen sein. Volltreffer! Er ist tatsächlich in mehreren Szenen des Films sichtbar - mit seiner Kamera in der Hand, seinem kurzen grauen Mantel und (wahrscheinlich) "Knickerbockern" (siehe die vier folgenden Filmbildchen!) - (Näheres über die im Bild oben links zu sehende L.Gottlieb-Filiale finden Sie hier.)

 

     

 

Weitere Schnappschüsse aus dem Farbfilm von Fritz Francke aus dem Jahr 1957:

 

   

 

  

Rechts: Vom Westen kummt zu uns viel Dreck. Regierung kumm unn bring ne weg!          

 

Links: Ein Feuerwehrauto mitten im Fastnachtsgewimmel. Dahinter eine Rostwurstbude. Rechts: Der Wagen ist weiter oben in S/W zu sehen.

 

Links: Uff die Bääm! Die Pälzer komme... (die Saarländer befürchten eine große Gefahr nach dem Anschluss...)

 


Alle S/W- Fotos vom Saarbrücker Rosenmontagsumzug 1957: Gerd Schulthess, St. Ingbert († im Mai 2013 - s. Seite Über uns)

Die Farbfotos sind Standbilder aus einem 8-mm-Schmalfilm der Familie Francke, Saarbrücken.

 

 

3) Faasendumzug in  Ludwiller

 

Fastnachtsumzug in Ludweiler in den 50er Jahren.

Der verboozte Opel gehörte zur Metzgerei Bradt.

Auf die Windschutzscheibe und auf die Fahrertür haben die Booze "Blemm_blemm" geschrieben.

 

 

Foto: Heimatkundlicher Verein Warndt.

 

 

 

4) Fastnachtsumzug 1954 Püttlingen Fotos: Günther Faust

 

 

 

Die Bilder wurden in der Püttlinger Schlehbachstraße aufgenommen. Auch die Püttlinger Karnevalisten beschäftigten sich mit Themen der damals aktuellen Politik. Es ging um die Diskussion über die Gründung der Bundeswehr in Deutschland (linkes Bild) und um den 1952 von Nasser u.a. abgesetzten ägyptischen König Faruk, der nun auf der Suche nach einem Exil war.

 

 

Bilder unten: Die Geißenreiter, so nannte man wohl damals die Anhänger des FV 08 Püttlingen; waren auch als die "Gelben Husaren" bekannt. Hier sehen wir die Hexen vom Püttlinger Hexenturm. Rechts: Ein gebeutelter Ehemann trägt ein schweres Kreuz.

 

     

Auf dem angehefteten Pappschild bei dem kreuztragenden Mann mit der aufsitzenden Hexe stand geschrieben: "Das Kreuz allein wär halb so schwer, wenn nur das böse Weib nicht wär." Unten links: Die Sieben Schwaben. Daneben: Auf dem Schild am Auto steht der Name "Silberkranz" - es war wohl eine Gesangsgruppe?

 

  

 

In diesen beiden Bildern geht es um die "Püttlinger Mühle":  

 

  

 

 

 

5) Faasenaachdsumzug in Dengmerd 1954   

 

 

                 (St. Ingbert)  Fotos: Gerd Schulthess (†)

 

    Hier ein Dengmerder Lied von 1957:Becker-Bier von H.J.Hering  (nach dem Klicken bitte einige Sekunden gedulden!)

 

Eine große Narrenschar in Faasenaachds-Stimmung in Dengmerd (St. Ingbert) auf dem Marktplatz. Auf dem Wagen rechts oben grüßt eine Schönheit, unten steht ein junges Mädchen und wirft aus einer großen Dose "Guddsjer" in die Menge.

 

Links: Die "Saufilus", rechts: Ministerpräsident Johannes Hoffmann thront als Galionsfigur auf dem Bug des Schiffes "Vater Staat". Am Heck flattert ein Segel mit der Aufschrift "Steuern, Steuern, Steuern: Fleiß wird bestraft". Die Aufnahmen entstanden in der Poststraße.

 

Ganz St. Ingbert ist auf den Beinen, um sich beim Umzug zu amüsieren. Viele Autos parken am Fahrbahnrand, als erstes sieht man die beiden beliebtesten Typen, den Peugeot 203 und das Crèmeschnittchen. Auf dem LKW reitet die bildhübsche "MISS EUROPA" (sie sieht allerdings eher einer alten Hexe ähnlich) auf einem riesigen Stier. Das Thema "Europa" war im Saarland sehr wichtig zu dieser Zeit.

 

Auf dem Wagen links wird 1954 "de Staatssäckel" gut bewacht, aber die Wächter schlafen. Er platzt offensichtlich aus allen Nähten?? - Die riesige Raupe im Bild rechts befördert wahrscheinlich den Elferrat der Karnevalsgesellschaft.

 

Hinter dem Pferdefuhrwerk stellt der schicke Horch 8 die Ankunft Molotows dar. Auf dem Anhänger ist eine Wochenschau-Kamera montiert. Der sowjetische Außenminister Molotow hatte im Januar 1954 gerade seine Vorstellungen für eine deutsche Wiedervereinigung verkündet.

 

 

 


 

 

 

6) Faasenaachd in Rohrbach

 

 

in den 50-er Jahren. Alle Fotos: Karl Abel, Rohrbach

 

Mehr über die Rohrbacher Fastnacht gibt es mit ganz vielen tollen Fotos auf der Website Rohrbach Nostalgie

im Abschnitt "Faasenacht in den 50er Jahren in Rohrbach", direkter Link: www.rohrbach-nostalgie.de

 

Faasenaachd 1951:

 

 

 

 

Der erste große Faasenaachdsumzug in Rohrbach (1954)

 

 

Die Narren haben einen Peugeot DMA mit Becker-Werbung ausgeliehen.

 

Links: "Faruks Haremswächterinnen" mit einem Peugeot 203. Die Jahreszahl soll auf die nahe Zukunft verweisen (Info zu Faruk: s. oben unter 4. Püttlingen)

 

 

 

1955 und 1956: Närrisches Treiben in Rohrbach:

 

  

 

Oben: Auch die Ordnungshüter haben sich verkleidet. Rechts: Das Prinzenpaar fährt trotz Schneetreibens im offenen Cabriolet vorüber.

 

 

  

In 'Glasersch Saal' wurden Kappensitzungen abgehalten.

 

  

Junge Männer verkleideten sich damals gerne als Cowboys.

  

 

      

   Links: Elferratspräsident Albert Walch leitete die Sitzungen der Session 1955.

 


 

Alle Fotos aus Rohrbach: Karl Abel, Rohrbach.

 

Mehr über die Rohrbacher Fastnacht gibt es mit ganz vielen tollen Fotos auf der Website Rohrbach Nostalgie

im Abschnitt "Faasenacht in den 50er Jahren in Rohrbach", direkter Link: www.rohrbach-nostalgie.de

 


 

 

 

7) Völklinger

 

Karnevalsgesellschaft

 

Die Kreisler

 

1957

 

Besitzt jemand noch Fotos

von Völklinger Umzügen

in den 50er-Jahren?

 (> Kontakt)

 

 


 

8) Weeskircher Foasend 1954

 

 

Auch in Weiskirchen gab es 1954 schon einen "Foasend-Umzug". Das

Foto unten zeigt das Prinzenpaar Josef und Magda mit anderen Faaseboozen auf einem recht schlichten und einfachen Wagen. Alle Beteiligten hatten aber sichtlich Spaß dabei.

 

     

 

Die Weiskircher haben damals wie heute schon gerne und ausgiebig ihre "Foasend" gefeiert. Da es den heutigen Karnevalsverein zu jener Zeit noch nicht gab, veranstaltete der Kulturverein die Kappensitzung, den Foasend-Umzug sowie diverse Tanzveranstaltungen. Letztere fanden gleichzeitig in den damaligen Weiskircher Gaststätten "Antz", "Reuter" und "Josten" statt. Denn nur sie verfügten über entsprechende Säle. Das Feiern in großen Hallen, wie es heute üblich ist, gab es damals noch nicht. Man bezahlte nur einmal Eintritt und konnte im Laufe des Abends zwischen den einzelnen Sälen hin und her wechseln.

 

Auf den Fotos links und unten ist das damalige Prinzenpaar Prinz Jupp (Josef Josten) und Prinzessin Magda (Trampert) mit Gefolge zu sehen. Unten posieren sie vor dem Elternhaus des Prinzen Josef, dem damaligen Gasthaus Josten. Tolle Kostüme und sichtlichen Spaß hatten die Fastnachter in Weiskirchen auch damals schon.

 

(Texte und Fotos: Achim Josten, Morscholz)

 

 

   Weiskircher Fastnacht in späteren Jahren:  

 
   

   Links: Ein Opel-Blitz nimmt an einem Umzug teil. - Im rechten Bild mit dem "Muni(tions)-Wagen" geht es um die "ersten Soldaten des

   Saarlandes" - gemeint waren wohl die ersten Saarländer, die ab 1957 in die Bundeswehr als Freiwillige einziehen konnten (siehe unsere Seite

   Namen, Flaggen,Wappen im Abschnitt 2, vorletzter Absatz). Der LKW mit der OE2-Nummer war ein Ford BB.


 

9) Saarlouis - Fraulautern

 

 

1954 beim Fastnachtsumzug in Fraulautern

Mitglieder des Sängerbundes 1872 Saarlouis-Fraulautern e.V. hatten sich als "Städtische Kulturkapelle" und "Städtischer Massenchor" verkleidet und machten mit ihrem Wagen auf das gerade für viel Geld neu erbaute Saarlouiser Rathaus mit dem Glockenspiel aufmerksam.

 


Diese Seite wurde erstellt am 12.2.2010 und zuletzt bearbeitet am 25.3.2017

 

 

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