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Inhalt des Kapitels VERKEHR:

a) Allgemeines / Autofahren im Saarstaat

b) Die Kfz-Kennzeichen des Saarlandes

c) Was bedeutete das "OE"?

d) PKW: französische Fabrikate

     Extraseiten:  Renault 4 CV  -  Citroën Traction Avant

e) PKW: deutsche & ausländische Marken

f ) Motorräder und Motorroller

g) Fahrzeuge mit "SAAR"-Kennzeichen

h) Nutzfahrzeuge:  LKW 1, LKW 2,  Kombis, Sonderfahrzeuge, Omnibusse, Straßenbahn, Obusse, Eisenbahn, Feuerwehr, Fliegen, Schiffe

 

 

Sonderseite zu d) PKW - französische Fabrikate:

 

 

Das Crèmeschnittchen (der Renault 4 CV)

 

 


 

Auf unserer Seite PKW (französisch) sehen Sie die wichtigsten französischen PKW-Modelle, die damals im Saarland gefahren wurden. Dort gibt es auch eine kurze Einführung zum Renault 4 CV, die wir hier am Anfang dieser Seite noch einmal wiedergeben. Zusätzlich finden Sie hier weitere detaillierte Informationen zu dem Fahrzeugtyp und zahlreiche Fotos von saarländischen Crèmeschnittchen, zum Teil mit persönlichen Geschichten dazu.

 


 

Das wohl beliebteste Auto war in der Saarstaatzeit Zeit das "Crèmeschnittchen". Mit "bürgerlichem Namen" hieß es RENAULT 4 CV. Seine Besonderheit waren der wassergekühlte Heckmotor und vordere Türen, die hinten angeschlagen waren (an der B-Säule); sie öffneten sich also nach vorne (solche Türen nennt man auch "Selbstmördertüren"; im unteren Teil dieser Seite sehen Sie mehrere Bilder von 4 CVs mit geöffneten Vordertüren). Die hinteren Türen waren ebenfalls an der B-Säule angeschlagen und gingen daher nach hinten auf.

 

Der 4 CV wurde nur als viertürige Limousine gebaut, war 3,66 m lang und 1,43 m breit. Er verfügte über einen Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor mit einem Hubraum von 751 ccm und einer Leistung von zunächst 17, später 19 PS (bei 4000 U/min), die ihn dann auf bis zu 100 km/h beschleunigten. 1950 wurde die Leistung auf 21 PS erhöht. Das Crèmeschnittchen war mit einem Dreigang-Getriebe, vier Sitzplätzen und einzeln aufgehängten Hinterrädern ausgestattet.

 

Das Bild rechts zeigt eine Zeichnung, die seit 1953 auf der Hauswand des damaligen Renault-Händlers in Tholey ist. (Foto von Eduard Schneider)

 

Technische Hinweise:

a) Mit den PS-Angaben in dieser Abhandlung sind SAE-PS gemeint.

b) Die Abkürzung "CV" bedeutete nicht "chevaux vapeur", wie man oft hört (dafür verwendet man im Französischen die Abkürzung "ch"), sondern sie stand für "chevaux fiscaux", zu deutsch "Steuer-PS". Diese gaben nicht wie unsere DIN-PS die Motorleistung an, sondern dienten nur zur Bemessung der Kraftfahrzeugsteuer. Die Berechnung der CV erfolgte nach einer ziemlich komplizierten Formel, bei der u.a. die Anzahl der Zylinder und der Hubraum eine Rolle spielten. Sie wurde bis 1998 angewendet. (Info von Karl Presser)

 

 

Der Werdegang des Renault 4 CV

 

Louis Renault hatte schon seit 1940 den Bau eines neuen Kleinwagens für eine breitere Käuferschicht geplant. Da die Vichy-Regierung während der deutschen Besetzung Frankreichs Entwicklung und Bau von zivilen Fahrzeugen untersagt hatte, begann man bei Renault ab etwa 1941 in aller Heimlichkeit damit, den späteren 4 CV zu entwickeln (sogar Louis Renault soll nichts davon gewusst haben!) So konnte man schon unmittelbar nach dem Kriegsende die ersten Prototypen des 4 CV testen. 1946 wurde der neue Wagen mit 17 PS-Motor auf dem Pariser Autosalon vorgestellt.

 

Ab 1947 verkaufte sich der 4 CV mit so großem Erfolg, dass Besteller mit Lieferzeiten von mehr als einem Jahr rechnen mussten. 1955 wies die Version R1062 ganze 27 SAE-PS aus. Damit konnte die 100km/h Marke für die Höchstgeschwindigkeit geknackt werden. 1959 warb man mit satten 30 SAE-PS, die 26 DIN-PS entsprechen sollten.

Erst im Jahr 1961 wurde die Produktion des 4 CV eingestellt, nachdem man fast 1,2 Millionen Exemplare davon abgesetzt hatte.

 

Im Foto oben sehen Sie einen 4 CV während seiner Autopflege zu Anfang der 50er-Jahre. Foto: Familie Bellmann

 

 Développement de la Renault 4 CV

 

Louis Renault avait planifié déjà en 1940 la construction d’une petite voiture pour une clientèle plus large. Mais comme le gouvernement de Vichy avait interdit pendant l’occupation allemande de la France la planification et la construction de voitures civiles, l’entreprise Renault commença en 1941 environ à planifier clandestinement la future 4 CV. Il paraît que même Louis Renault n’en savait rien. Cela fit que l’on put tester aussitôt après la guerre les premiers prototypes. En 1946 la nouvelle voiture fut présentée au Salon de l’automobile à Paris. A partir de 1947, la 4 CV se vendit avec un tel succès qu’on devait compter sur plus d’un an pour la livraison. C’est seulement en 1961 que la production fut arrêtée après la vente de presque 1,2 millions d’exemplaires.

 


 

Picknick mit Crèmeschnittchen am Waldesrand >>

 

Literatur und Links zum Thema Renault 4CV:

Von der Stunde 0 zum Tag X (Näheres siehe Lit.verzeichnis), Seite 425 ff.

http://de.wikipedia.org/wiki/Renault_4CV

http://www.kleinwagenfreunde.de/html/renault4cv.html

            

Vielfach wird vermutet, dass Ferdinand Porsche an der Entwicklung des 4 CV oder zumindest seines Motors mitgewirkt habe. Dafür sprechen gewisse Ähnlichkeiten zwischen den ersten Prototypen des 4 CV und des VW Käfer. Diese Vermutungen sind aber sehr umstritten. Über direkte Verbindungen von Porsche zur 4 CV-Konstruktion während der Zeit der deutschen Besatzung Frankreichs gibt es keinerlei Hinweise in den Quellen. Dass sowohl der Renault als auch der Volkswagen über einen Heckantrieb verfügten, ist wohl darauf zurückzuführen, dass dieses Antriebskonzept mit dem hinten liegenden Motor-Getriebe-Block die kostengünstigste Lösung darstellte. Die rundliche Grundform entsprach darüber hinaus dem Zeitgeschmack der 40er-Jahre; sie wurde weder von Porsche noch von Renault erfunden.

 

Nachdem Ferdinand Porsche im Dezember 1945 in Baden-Baden verhaftet worden war, verbrachte er die folgenden 22 Monate in französischer Gefangenschaft. Dort sollte er 1946 auf Verlangen des französischen Industrieministeriums anhand von Konstruktionsakten seine Meinung zum 4 CV äußern. Es gab insgesamt neun Begegnungen zwischen Porsche und den Renault-Konstrukteuren, wobei Porsche den 4 CV wohl auch zur Probe fahren konnte. Über sein Urteil gibt es unterschiedliche Informationen. In französischen Quellen wird gesagt, er habe lediglich vorausgesagt, dass das Fahrzeug etwa ein Jahr später auf den Markt gebracht werden könne. Sohn Ferry Porsche schreibt in der Biografie über seinen Vater hingegen, dass dieser gemäß seinen Erzählungen zahlreiche Verbesserungsvorschläge eingebracht habe. Wenn man sich vor Augen führt, daß zu diesem Zeitpunkt die Serienproduktion bereits vorbereitet wurde und die Renault-Konstrukteure die vorgeschriebenen Treffen mit Porsche nur sehr widerwillig wahrnahmen, dürften sie Porsches Vorschläge allerdings kaum berücksichtigt haben.

 

Die Infos zu diesem Text über Porsche sind von Dietrich Stark, Bochum. Er hat als Besitzer eines selbst restaurierten 1952er Renault 4 CV im Laufe der Jahre zahlreiche Informationen und sonstiges Material zu diesem Fahrzeug gesammelt.

Weitere Literatur zum Thema "Porsche und 4 CV":

Jacques Borgé und Nicolas Viasnoff. Renault l'Empire de Billancourt. Éditions e.p.a. Paris, 1977. Deutsche Ausgabe, erschienen im M. Kühsel-Verlag. Darmstadt, 1980.

Dominique Pagneux. Album 4 CV. Éditions e.p.a. Paris, 1992. - PORSCHE. Ein Traum wird Wirklichkeit, J. Bentley und  F. Porsche, Econ Verlag München, 1980.

 

 

Warum die Saarländer ihre 4 CV 'Crèmeschnittchen' nannten

 

Das Crèmeschnittchen wurde im Saarland vielleicht deshalb so genannt, weil es von der Form her - mit seinen vielen Rundungen - einem solchen Kaffeeteilchen irgendwie ähnlich sah. Aber der Hauptgrund war wohl seine Farbe. Während des Krieges wurden von 1940 bis 1944 im Renault-Werk Lkw, Motoren und Motorenteile für die Wehrmacht gebaut. Zum Ende der Besatzungszeit waren noch Bestände der für die Wehrmachtsfertigung verwendeten Farbe übrig geblieben, die man aus Gründen der Ersparnis zunächst aufbrauchen wollte. Und so lackierte man die in den ersten Serien ausgelieferten 4 CV in dieser Farbe. Siehe übernächsten Absatz *).

 

Die Saarländer muss der Farbton an denjenigen von Buttercrème erinnert haben, denn bald nannten sie diese Autos "Crèmeschnittchen". Auch in Frankreich verwendete man für sie einen Kosenamen, nämlich - wahrscheinlich wegen der Farbe und der Form - "motte de beurre" (zu Deutsch: "Klumpen Butter"; in Frankreich wird Butter auch in Klumpen verkauft).

 

> So etwa sah die Originalfarbe der ersten Crèmeschnittchen aus. (Foto: R. Freyer)

Karl Presser ergänzt hierzu noch: Französische Butter, und die gab es im Saarland überwiegend, war Molkereibutter und gelblich. "Bleiche Butter" kam, dank gesetzlicher Grundlage (Butterverordnung), als "Deutsche Markenbutter" erst nach dem Tag X zu uns.

 

*) In der Literatur und im Internet wird bezüglich der ersten Farbe des 4 CV häufig berichtet, dass während des Krieges im Renault-Werk Billancourt Panzer gebaut worden seien, die für den Kampf des deutschen Nordafrikakorps in der Sahara bestimmt waren. Aus diesem Grund habe man man sie in einer wüstensandähnlichen, crème-beigen Tarnfarbe lackiert. Die angeblichen Restbestände dieser Farbe seien nach dem Krieg für die ersten 4 CV verwendet worden. Dietrich Stark aus Bochum hat recherchiert und herausgefunden, dass damals aber keine Panzer in Billancourt gebaut wurden, sondern Motoren und Lkw. Ob die letzteren in der Tarnfarbe gestrichen wurden, ist nicht bekannt.

 

Bei der Farbe, die Renault für die ersten 4 CV verwendete und als "Ivoire" (Elfenbein, Farbcode 314) bezeichnete, handelte es sich um den Farbton "Dunkelgelb" der Wehrmacht; er wurde später als RAL 7028 normiert. Ab Anfang 1943 war er für alle neuen Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände der Wehrmacht als Basisfarbe vorgeschrieben (zusätzlich wurden zu Tarnungszwecken oft grüne und braune Flecken von der Truppe aufgebracht). Er unterschied sich allerdings wesentlich von den für das Afrikakorps verwendeten Farbtönen. Letztere waren deutlich dunkler, eher bräunlich. - Den Farbton "Ivoire" konnte man als Außenlackierung für den 4 CV nur in den ersten beiden Modelljahren 1947 und 1948 wählen, bis 1953 wurde er dann noch für Felgen, Armaturenbrett und die inneren Fensterrahmen verwendet.

 

Vielen Dank für diese Infos an Dietrich Stark, Bochum.. - Verwendete Literatur zum Thema 'Farbe des 4 CV': Jacques Borgé und Nicolas Viasnoff. Renault l'Empire de Billancourt. Éditions e.p.a. Paris, 1977. Deutsche Ausgabe erschienen im M. Kühsel-Verlag. Darmstadt, 1980. - Reinhard Frank. Lastkraftwagen der Wehrmacht. Podszun-Pallas Verlag 1992. - Dominique Pagneux. Album 4 CV. Éditions e.p.a. Paris, 1992. - Website: http://www.fahrzeuge-der-wehrmacht.de/Artikel/Lack.html

 


 

Dies war das Crèmeschnittchen von Hardi-Herfried Chall aus Nunkirchen. Als es der damals 18-jährige Schüler mit frischem Führerschein im September 1956 kaufte, hatte es bereits 80.000 km auf dem Buckel. Er erzählt, dass seine Eltern bei der Finanzierung halfen, und dass es bald zum Stolz der ganzen Familie wurde. Es war ja auch keine Standard-, sondern eine "L-Version" mit mehr Komfort, z.B. einer Sonnenblende, Weißwandreifen, Luxus-Radkappen und sogar einem Radio. Trotzdem ließen die Autos damals noch so manchen Komfort vermissen, der heute selbstverständlich ist. Die Sitze waren nicht während der Fahrt und nur mit einem Hebel zu verstellen, sondern man musste dazu schon aussteigen und sich unter den Sitz beugen. Auch die Heizung war in den kalten Wintern nicht imstande, den Wagen einigermaßen angenehm aufzuwärmen.

 

Der 4 CV war so leicht, dass man ihn mit bloßen Händen von der Seite aus hochheben konnte. Aber die französischen Autos waren damals noch nicht sehr zuverlässig. Die Batterie machte öfter schlapp, und die Bremsen versagten auch schon mal ihren Dienst, weil z.B. die Bremskolben festsaßen.

 

Jeden Samstag wurde der 4 CV gewienert, und dann begannen die Ausflugsfahrten der Familie, nach Frankreich oder an den Rhein, in den Schwarzwald und sogar bis Aachen oder Neu-Ulm. Nach drei Jahren treuer Dienste kündigte während eines Ausflugs ein lauter Knall mitten auf der Autobahn das Ende an: Ein Kolben war abgerissen und hatte den dicken Motorblock durchschlagen. Das Auto wurde für viel Geld von einem Unternehmen bis nach Saarlouis geschleppt. Noch mehr Kosten verursachte dann der Einbau eines neuen Motors. Schon einige Wochen später wurde das Crèmeschnittchen der Challs gegen einen Opel Rekord eingetauscht.  Foto: Hardi-Herfried Chall, Nunkirchen

 

 

Auf diesen beiden Bildern sehen wir das Crème- schnittchen der Familie Gatzke, Ludweiler. - Torsten Gatzke: "Auf dem Foto links sind meine Oma Klara Gatzke und Adolf Hilt zu sehen, aufgenommen in der

Karlsbrunner Straße. Das Foto rechts zeigt meine Eltern Adolf und Edith Gatzke bei einem Sonntagsausflug an die Nied." Fotos: T. Gatzke.

 

Hans Gatzke aus Ludweiler kaufte im Mai 1951 das oben abgebildete Crèmeschnittchen (4142 - OE 4). Die dazu gehörige Rechnung der Firma Saar-Auto-Contor in Saarbrücken wies einen Kaufpreis von umgerechnet etwa 4000 DM aus.

 

Auf der Rechnung (siehe links) musste der Käufer damals einige Erklärungen und Verpflichtungen unterschreiben, die u.a. auf zollrechtlichen Gründen beruhten. Da die Fahrzeuge zollfrei aus Frankreich ins Saarland eingeführt wurden, verpflichtete man die Endverbraucher schon beim Kauf dazu, sie ein halbes Jahr lang nicht ohne Genehmigung zu verkaufen und auch nicht in Gebiete außerhalb des Saarlandes, also auch nicht nach Deutschland, abzugeben.

 


 

Bild unten: Der Deckel des Wassereinfüllstutzens befindet sich über der Motorhaube am Heck des 4CV. Der Tankverschluss sitzt dagegen unter der Motorhaube. Foto: R. Freyer

 

 

 


 

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass die Frontpartie (frz. "moustache") des Renault 4 CV bei einigen Modellen drei und bei anderen sechs Chrom-Zierleisten (frz. "barettes") aufweist?

 

Des Rätsels Lösung: Bis August 1953 wurde der 4 CV mit 6 Frontleisten ausgeliefert, ab September 1953, als die Autos des Jahrgangs 1954 auf den Markt kamen, nur noch mit drei Leisten (die dafür etwas breiter waren).

 

Außerdem waren in dem neuen Modell die Sitzbank weiter nach hinten verschoben (für größere Beinfreiheit) und die Heizung verbessert worden, die Batterie nach hinten gewandert, das Reserverad jetzt senkrecht montiert und das Fahrzeug mit 21-PS-Motor erhältlich. (Foto: Christoph Welter)

 

Ein nützliches Zubehörteil ist hinter der Windschutzscheibe auf der Fahrerseite zu sehen: Mit diesem Heizelement konnte man Beschläge und Vereisung verhindern oder vertreiben, die bei niedrigen Temperaturen auf der Frontscheibe entstanden.

 

Der kleine Matz im Spielhöschen wirft einen fachmännischen Blick in den Motorraum von Papas Crèmeschnittchen. Diese Szene erinnert mich an einen Vorfall mit dem 4 CV, den ich mir zusammen mit meinem Freund, früheren Klassenkameraden und Studienkollegen Fritz Kaul in der Normandie gekauft hatte, als wir 1963/64 unseren halbjährigen Auslandsaufenthalt für das Studium der Romanistik in Caen (Calvados) absolvierten. Wir waren zum Weihnachtsurlaub mit unserem 4 CV ins Saarland zurückgefahren. Um meinem Bruder Klaus unser Auto vorzuführen, machte ich mit ihm eine kleine Probefahrt. Plötzlich rochen wir Rauch; er musste aus dem Motorraum kommen. Schnell angehalten, Motor abgestellt und nach hinten gestürzt. Ich entdeckte einen Öllappen, den ich vor Beginn der Fahrt zum Überprüfen des Ölstandes benutzt und dann so dicht neben dem Keilriemen abgelegt hatte, dass er diesen berührte und durch die Reibung während der Fahrt Feuer fing.

(Text: R. Freyer; Foto: Ernst Becker)

 

 

 

 

 

Das Foto links zeigt einen (halben) Renault 4 CV mit seiner stolzen

Eigentümerin (in voller Größe). Es war Tante Käthchen Lorscheider, die zur Familie Hartkorn, Elversberg, gehörte.

 

Foto: Karola Hartkorn

  

 

 

 

   

 

Am Waldrand in der Nähe von Merzig präsentiert sich dieses wunder- schöne Crèmeschnittchen. Es gehörte der Tante meines Freundes Christoph Welter, Saarlouis. Die Aufnahmen entstanden etwa 1954.

Foto: Christoph Welter

              

            

 

Zwei Crèmeschnittchen und

ein Peugeot 203 (6377-OE14) parken hier in Rohrbach am Gasthaus Waldhorn im Jahr 1957.

(Mehr über den Peugeot 203 finden Sie unten unter 4a!)

 

Foto: Karl Abel, Rohrbach

 

Hier präsentiert sich der 4 CV einmal richtig in der Seitenansicht. Dieses Fahrzeug gehörte zum Fuhrpark der Teigwarenfabrik Andreas Paul & Sohn, die damals in Kirkel, ab 1953 in Rohrbach angesiedelt war. Das Foto stammt aus dem Jahr 1950. Links im Bild ist der Sohn von Andreas Paul zu sehen; er hieß ebenfalls Andreas. Weiter unten ist ein Simca 5 der Firma abgebildet, und auf der Seite Nutzfahrzeuge finden Sie mehr über die Firma und ihren Opel Blitz. Foto: Alois Paul, Enkel des Firmengründers Andreas Paul

 

 

 

 

In der Püttlinger Hengstwaldstraße wurde dieses Crèmeschnittchen etwa im Jahr 1954 aufgenommen.

 

Foto: Günther Faust

 

 

Alfred Fink aus St. Ingbert sitzt hier bei einem Sonntagsausflug ganz friedlich auf dem Kotflügel. Aber eines Tages jagte er seiner Mutter einen Riesen- Schrecken ein. 1956 war er gerade mal neun Jahre alt (!), als er sich heimlich hinter das Steuer des Crèmeschnittchens klemmte und dieses in Bewegung setzte. Er erzählt:

 

"Gelernt hatte ich das durchs Zusehen und Verstehen der Funktionen von Kupplung, Schalthebel usw. Dann probierte ich mit Erlaubnis meiner Mutter vor der Garage durch Hin- und Herfahren, ein Gefühl für das Auto zu bekommen. Nach einigen Wochen des Übens war ich mir sicher, das Auto dorthin bewegen zu können, wo ich es habe wollte."

 

Eines Tages wollte er seine Mutter mit seinen Fähigkeiten überraschen, und als sie nicht da war, steuerte er das Auto durch geschicktes Manövrieren so in die Garageneinfahrt hinein, dass es im rechten Winkel quer zur Einfahrt stand.

 

"Meine Mutter war natürlich zuerst sehr erschrocken, dann in Sorge darüber, wie sie das Auto aus dieser "Zwangslage" herausbringen könne. In meinem Stolz über diese Leistung bot ich ihr sofort an, den "Status Quo" wieder herzustellen. Da sie sich selbst das nicht zutraute, ließ sie mich gewähren (es blieb ihr ja auch nichts anderes übrig) und war anschließend froh, dass alles ohne Kratzer oder sonstigen Schaden abging. Geschehen ist diese Geschichte in Auersmacher, wo wir damals wohnten."   (Foto: Alfred Fink)

 

Dieter Berger aus Bexbach hat dieses Foto geschickt. Es zeigt seine Mutter Mathilde mit ihrer Kollegin Frl. Jenni. Mathilde Berger war Biohelferin (Näheres über diesen Beruf auf unserer Seite Ausweise u. Pässe) und arbeitete bei der Landeszuchtanstalt. Wohl deshalb hatte das Auto eine OE 9-Nummer

 

Rechts: Ein junges Mädchen stellt uns stolz das Auto seiner Familie vor. Das Bild wurde in Webenheim aufgenommen.

 

Fotos: Dieter Berger, Bexbach bzw. Torsten Gatzke, Völklingen

 

 

Zwei prominente Saarländer präsentieren ihr "Crèmeschnittchen":

 

Luitwin von Boch-Galhau, geb. 1906 in Keuchingen [Ort gehört seit 1936 zu Mettlach]. Mehr über Villeroy & Boch gibt es demnächst auf dieser Website.

Foto: V&B, Mettlach

Auch Fritz Weissenbach fuhr ein Crèmeschnittchen. Infos über den beliebten Rundfunkmoderator finden Sie auf der Seite Die Weissenbachs.

Foto: Landesarchiv Saarbrücken, Sammlung Weissenbach

 

Links: Der Zusammenstoß eines 4 CV mit einem Chausson AP 48 Omnibus ist dem kleinen PKW gar nicht gut bekommen. Der Unfall war der Zeitschrift AUTO des Automobil- und Touringclubs Saar (ATS) im September 1953 ein Bild auf der Titelseite wert. Die Bildunterschrift lautete: "Wie konnte das passieren?" Foto: Zeitschrift AUTO, Nr. 9/1953

 

 

Unten: Ein selten fotografiertes Paar: ein Crèmeschnittchen und ein VW- Käfer einträchtig nebeneinander, der 4 CV mit OE-Kennzeichen; das Num- mernschild des Käfers ist nicht zu erkennen. Foto: Torsten Gatzke

 

 

1950 konnte man den Renault 4 CV - zur Lieferung an Pfingsten! - auch als Cabrio- Limousine bestellen. Zeitungsanzeige: Sammlung Torsten Gatzke

Ein 4 CV wird in der Saarbrücker Central-Garage gewartet. (Foto: Autohaus Dechent, Sbr.)  

 

 

Edmund Becker aus Ludweiler in jungen Jahren mit seinem flotten 4 CV.

 

Das Bild wurde 1959 aufgenommen, daher hat das Auto schon ein SB-Kennzeichen: Alle Fahrzeuge mussten vom 1. Januar 1959 an ein Nummern- schild nach deutschem Muster haben. (Näheres darüber lesen Sie auf dieser Seite unter Punkt 8.)

 

Die schicke Sonnenblende war als Zubehör erhältlich und konnte von außen angebracht werden.

 

Foto: Torsten Gatzke

 

 

 

 

Auto-Fuhrmann in

 

Homburg feierte

 

am 1. Juli 1952

 

50-jähriges

 

Firmenjubiläum

 

 

 

 


 

 

 

Plakette von dem Freundschaftstreffen am 22.3.1953 (vielen Dank an Dietrich Stark, Bochum)

 

 

 

 

4 CV - Oldtimer-Fotos aus heutiger Zeit

 

Auch heute noch kann man bei fast jedem Oldtimer-Treffen oder auf Ausstellungen gut erhaltene und liebevoll restaurierte 4 CV bewundern. Manchmal hat man auch das Glück, einem Crèmeschnittchen auf unseren heutigen Straßen zu begegnen.

 

 

Foto: Walter Volkmar, Riegelsberg, 2007

Foto: Stefan Haas, Weiskirchen, 2011

 

Das Foto links ist von Stefan Haas, 2010. Viele weitere Au- to-Fotos von ihm gibt es auf www.blitzlichtkabinett.de. Bild unten: 2007 am Saarbrücker Schloss. (Foto R. Freyer)

 

 

Ein Oldtimer-Crèmeschnittchen im direkten Größen-Vergleich mit einer modernen Mercedes-Limousine.

Foto: Stefan Haas

 

 

 

Dieses "Police"- Crèmeschnittchen wurde vor einigen Jahren in Saarbrücken restauriert.

 

Foto: Torsten Gatzke

 

 

   

Die Frontpartie eines 4CV wurde 2009 in Homburg fotografiert.

 

Foto: Rainer Freyer

 

 

 

Inhalt des Kapitels VERKEHR:

a) Wiederaufbau / Autofahren im Saarst.

b) Die Kfz-Kennzeichen des Saarlandes

c) Was bedeutete das "OE"?

d) PKW: französische Fabrikate

     Extraseiten:  Renault 4 CV  -  Citroën Traction Avant

e) PKW: deutsche & ausländische Marken

f ) Motorräder und Motorroller

g) Fahrzeuge mit "SAAR"-Kennzeichen

h) Nutzfahrzeuge:  LKW 1, LKW 2,  Kombis, Sonderfahrzeuge, Omnibusse, Straßenbahn, Obusse, Eisenbahn, Feuerwehr, Fliegen, Schiffe

Diese Seite wurde begonnen am 2.5.2011 und zuletzt bearbeitet am 8.6.2017

 

 

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